Wir befinden uns im kalten Krieg, wo zwei Großmächte um die Vorherrschaft im Atomprogramm wetteifern. Sowohl die westlichen Imperialisten, wie auch die östlichen Sozialisten können nur durch eine Person aufgehalten werden, nämlich einem namenslosen Spion mit Maske. Wir haben uns den neuen Crossbuy-Titel CounterSpy für euch genauer angesehen.
Unsere Hauptaufgabe als Spion ist es im Dienste der Geheimorganisation C.O.U.N.T.E.R Einfluss auf den Kalten Krieg zu nehmen. Dabei infiltrieren wir in zufallsgenerierten Karten sowohl die westlichen, wie auch die östlichen Bunker-Anlagen um dort die Startcodes für deren Atomraketen zu stehlen. Warum? Damit der Mond von den beiden Fraktionen nicht in die Luft gejagt wird. Der Vorteil der zufallsgenerierten Karten ist es, dass jedes Spiel neu ist und man so theoretisch unendlich oft neu spielen könnte. Schade ist jedoch, dass die Grundbausteine der Bunker sich am Ende doch sehr ähnlich sind und so die Layouts deswegen nach einiger Zeit doch zu wenig Abwechslung bieten. Insgesamt stehen uns dabei drei Schwierigkeitsgrade zur Verfügung, zwei davon sind jedoch erst nach erstmaligem Durchspielen der Kampagne verfügbar.
Das Spiel lässt den Spielern dabei einiges an Freiheiten. So kann man immer wieder selbst auswählen, welche Seite man als nächstes infiltrieren will um so deren Alarmlevel zu senken. Wer ein wenig erkundungsfreudiger ist und die Level ein wenig durchsucht wird dabei auch viel anderes finden, wie Geld, Waffenblaupausen oder Verstärkungen für euren Charakter. Gerade die Charakterboni machen die Missionen einfacher, wobei man immer gut überlegen muss, welche man aktiviert, da man in jeder Mission maximal drei aktivieren darf und in jeder Mission die Verstärkungen erst wieder neu finden muss. Es zahlt sich also durchaus aus, ein wenig die Augen offen zu halten und versteckte Lüftungsschächte zu suchen.
Der Spielablauf ist eigentlich sehr klassisch gehalten, denn das das Spiel ist ein klassischer Side-Scroller. Ihr steuert den Spion dabei schleichend durch die unterschiedlichen Level und versucht die gegnerischen Einheiten auszuschalten. Trotz der fehlenden Tiefe können wir uns an markierten Stellen an die Wand drücken und uns so verstecken. Hier schaltet nun jedoch die Kamera um und ihr könnt aus einer 3D-Person-Perspektive Gegner und Kameras ausschalten. Ob ihr hier leise vorgeht und den Betäubungspfeil verwendet oder doch lieber die Maschinenpistole ist dabei ganz euch überlassen.
Die Steuerung selbst geht gut von der Hand und macht Spass. Mit jedem weiteren Level werden dabei auch die Gegner stärker und greifen euch dann auch schon mal mit Raketen an. Logischerweise verbessert sich auch euer Waffenarsenal und so könnt auch ihr die Gegner durch die Luft fliegen lassen. Dennoch sollte man nicht als Rambo durch die Level gehen, sondern eher als lautloser Spion die Level bewältigen. Ein Vorteil für euch ist hier auch das teils dämliche Verhalten eurer Gegner. So reagieren sie manchmal total unglaubwürdig, weil sie einen oftmals nicht verfolgen und zeitweise auch die eigenen Kameraden umbringen. Stirbt man doch einmal, wird die Defcon-Stufe, die von Level zu Level mitgenommen wird, gesenkt. Wird Defcon 1 erreicht, bleiben nur noch 60 Sekunden über um zu einer Konsole am Ende des Levels zu kommen und so den Start der Atombombe zu stoppen. Senken könnt ihr die Stufen nur, wenn ihr Offiziere lautlos überwältigt und sie mit gezogener Waffe zum Aufgeben zwingen könnt.
Grafik
Bei der Grafik wurde ein ganz eigener Stil gewählt, der an die 60er Jahre angelehnt sind. Es wurde dabei auf viele Feinheiten geachtet, die das Spiel dann so besonders machen, wie zum Beispiel dezente Bild-Störungen, wie man sie von alten Fernsehern kennt. Die Hintergründe wurden mit kleinen Details aufgepeppt um Stimmung zu machen und so findet man politische Poster oder schön umgesetzte Räume. Schade ist, dass es dann doch teilweise Fehler gibt, wie Gegner, die man nicht anvisieren kann oder Figuren, die plötzlich in anderen Objekten verschwinden.
Sound
Vom soundtechnischen hält sich das Spiel ziemlich zurück. Die Dialoge sind vollkommen unvertont, wissen jedoch zu überzeugen. Super ausgewählt wurde die Hintergrundmusik, denn der groovige Sound erinnert an gute alte Agenten-Filme. Auch sie Soundeffekte passen gut zum Spiel und Setting.
Multiplayer
Ein echter Multiplayer-Modus wurde im Spiel nicht integriert. Dafür gibt es jedoch eine Online-Rangliste, wo ihr zumindest eure Ergebnisse mit denen weltweit vergleichen könnt. Punkte bekommt ihr für besonders bedachtes Vorgehen. Wer sich also an den Gegner von hinten anschleicht und ihn im Nahkampf ausschaltet, bekommt mehr Punkte, als wenn er ihn mit dem Maschinengewehr durchlöchert. Wer in der Rangliste also weit oben sein will, sollte sich an das Schleichen gewöhnen. Punkte gibt es dabei auch nur, wenn man Gegner ausschaltet, wer sie umgeht, lässt auch Punkte liegen. Herausfordernd ist es, dass euch in jedem Level ein per Zufall ausgewählter andere Spieler aus der Weltrangliste als Rivale präsentiert wird. Ihr sammelt also parallel zu diesem Punkte und müsst versuchen ihn zu überbieten. Schafft ihr dies, findet ihr im nächsten Level die sterblichen Überreste eures Gegners und einen ganz besonderen Bonus.






