Zehn Rennen lang gab es in der aktuellen Moto GP-Saison nur einen Sieger, nämlich Marc Marquez auf seiner Honda. Im elften Rennen war jedoch
Schluss und Daniel Pedrosa konnte die Siegesserie des Spaniers durchbrechen. In Moto GP 14 könnt ihr versuchen es besser zu machen und die perfekte
Saison mit Siegen auf allen 18 Strecken zu schaffen. Doch ist dies überhaupt zu schaffen?
Motorradspiele zählen nicht zu den beliebtesten Rennspielen im Genre, was gar nicht so sehr an der Sportart, sondern vielfach an der schwierigen
Steuerung liegt. Selbst wenn man sich Fahrhilfen wie Lenkunterstützung oder automatisches Bremsen zu Hilfe nimmt, muss man immer aufpassen, dass
man in der nächsten Kurve nicht von der Strecke fliegt. Es fühlt sich immer wie ein Ritt auf heißen Kohlen an, wo dann noch die Tücken der Strecken
hinzukommen, wie auch die anderen 23 Fahrer. Wer also siegen will, muss sich richtig zusammenreißen und nicht nur einmal auf der Strecke Mut und
Durchsetzungskraft beweisen.
Auch wenn das Spiel schwierig ist, wollen wir mögliche Neueinsteiger nicht verschrecken. Dank einem gut umgesetzten Tutorial bekommt man die
Steuerung perfekt erklärt und auch jede Menge Tipps, wie man in der Rennsimulation am besten vorran kommt. Wer hier auch aufmerksam ist, kann das
Gelernte später in den Rennen gut gebrauchen und sich vielleicht sogar den einen oder anderen Sturz ersparen.
Hat man genug geübt, kann man sich gleich in ein Rennwochenende werfen, wo einem das volle Programm angeboten wird. So kann man sich zuerst in ein
paar Proberunden an die Strecke gewöhnen und vielleicht in der Box noch ein paar Feinheiten an eurem Motorrad ändern. Glaubt man schnell genug zu
sein, kann man in der Qualifikation um den besten Startplatz kämpfen. Keine Lust auf das Ganze? Dann kann man dies einfach überspringen und sich
direkt ins Rennen begeben. Diese haben es dann auch richtig in sich und am Ende ist man froh, wenn man das Rennen hinter sich gebracht hat. Es
kommt jedes mal ein Gefühl der Erleichterung auf, wenn man die Zielflagge sieht. Wer doch einmal einen Fehler im Rennen macht, kann mit der
Rückspultaste das Spiel einige Sekunden zurücksetzen, sechs mal könnt ihr die Funktion pro Rennen verwenden.
Grundsätzlich liegt es ganz in eurer Hand, ob ihr in der Karriere euren eigenen zu Beginn erschafften Charakter verwendet oder doch in die Haut
eines der bekannten Rennfahrer schlüpft. Gerade in den Real-Life-Events macht es dabei richtig Spaß in die Haut von Bradl, Lorenzo und Co. zu
schlüpfen. Aber auch sonst habt ihr von den Zeitrennen über den Karrieremodus bis hin zu den Online-Modi jede Menge Auswahl, wie ihr eure Zeit im
Spiel verbringen wollt.
Grafik
Grafisch ist die Moto GP solide, jedoch kommen sie bei Weitem nicht an andere Rennspiele wie zum Beispiel die F1-Serie, geschweige denn an Forza
oder Gran Turismo heran. Kameraperspektiven gibt es mehrere zur Auswahl, per Knopfdruck könnt ihr wählen, ob ihr das Rennen aus aus der
Verfolgerperspektive oder direkt aus den Fahreraugen samt Helm und Visier sehen wollt. Die Strecken sind zwar alle vollständig originalgetreu
umgesetzt worden, dennoch wirkt die Umgebung teilweise datailarm. Grundsätzlich wurde durchaus versucht dem Spiel Atmosphäre zu verleihen, so
bekommt man vor jedem Rennwochenende auch wunderschöne Filmaufnahmen aus der Renngegend, wie man es aus Fernsehübertragungen gewohnt ist. Ebenso
wird die Strecke kurz vorgestellt, sodass man sofort die Schlüsselbereiche kennt. Schade ist dann, dass leider nicht die selbe Liebe in die
restlichen Aufmachungen gesteckt wurde. Zwar freut sich der Fahrer über den Sieg nach dem Rennen und feiert in der Boxenstrasse mit seinen
Teammitgliedern, doch bekommt man hier mit den geschätzten zehn dargestellten Figuren eher das Gefühl gerade eine Testfahrt hinter sich gebracht zu
haben, als gerade der Sieger eines Rennens vor riesiger Fankulisse zu sein. Eine Siegerehung gibt es gar nicht im Spiel.
Sound
Auch beim Sound wurde wohl ein wenig gespart. Obwohl jede Motorradmarke andere Motorengeräusche von sich gibt, fühlt man sich akustisch nie wie bei
einem Moto GP-Rennen. Dafür klingen die Motorräder viel zu sehr wie Motocross-Maschinen. Auch sonst hält sich das Spiel bei Effekten und
Hintergrundmusik stark zurück. Für die Ohren hat das Spiel also nicht wirklich was zu bieten, fast enttäuschend.
Multiplayer
Natürlich kommt Moto GP mit einem umfangreichen Online-Modus in den Handel. So ist es nicht nur möglich Split-Screen zu spielen, sondern auch
online kann man zeigen, wo der Hammer hängt und wer der wahre Zweiradmeister ist. Es wurde wieder ein Grand Prix Modus integriert, wo 12 Fahrer
online gegeneinander antreten können und dies funktioniert sogar sehr gut. Neu dabei ist der Split Time Modus, wo die Rennstrecke in acht Sektoren
unterteilt wird. Jetzt gilt es in den meisten Sektoren die beste Zeit hinzulegen, wenn man gewinnen will.
Fazit
Lizenzfahrern zu überzeugen weiß. Perfekt ist das Spiel nicht geworden, dafür hackt es dann doch bei der technischen Umsetzung zu sehr. Beim
Spielspass gibt es jedoch nichts zu bemängeln und trotz dem recht hohen Einstiegsschwierigkeitsgrad kommt man am Ende doch recht schnell in das
Spiel hinein und erfährt seine ersten Rennerfolge. Wer Fan des Motorradrennsports ist, muss fast zugreifen bei dem Spiel, aber auch Fans von
vierspurigen Rennspielen sollten einmal einen Blick auf Moto GP 14 werfen, 23 Gegner auf der Strecke sind nämlich eine ganz neue Spiel-Erfahrung.






