Mittlerweile erscheinen Lego-Spiele fast wie am Fließband und zu jedem spannenden Thema wird ein
Titel veröffentlicht. Nach zwei Hobbit-Filmen erscheint so nun auch der passende Spiele-Titel.
Doch kann der Titel mit Neuerungen überzeugen oder verliert das Spielkonzept durch seine vielen
Erscheinungen an Pepp?
Mit Lego Der Hobbit erscheint die passende Adaption zu Peter Jacksons Filmtrilogie. Da der dritte
Kinofilm jedoch noch nicht auf den Leinwänden erschienen ist, durften nur die ersten beiden
Filmteile im Spiel umgesetzt werden. Der Cliffhanger am Ende ließ uns auch noch mit zappeligen
Fingern zurück, hier steht das Spiel dem Film um nichts nach. Ein weiterer Teil des Spieles wird
wohl fix noch erscheinen, wahrscheinlich als DLC.
Im neuesten Lego-Spiel liegt uns die offene Welt von Mittelerde zu Füssen, in der es jede Menge
Rätsel zu lösen und Gegner zu besiegen gilt. Das Spiel überlässt dem Spieler dabei jede Menge
Freiheiten und man muss nicht strikt die Story-Missionen hintereinander spielen, sondern kann auch
jede Menge Zwischenmissionen erledigen. So stehen uns insgesamt 16 Level mit vielen Nebenquests
zur Verfügung, wo es auch jede Menge zum Freischalten, etwa Figuren, gibt. Erzählt wird dabei die Geschichte aus
Sicht von Bilbo Beutlin, wobei wir hier mit den unterschiedlichsten Charakteren spielen. Bis zu
vier sind es dabei gleichzeitig, zwischen denen wir per Tastenknopf wechseln können. Jeder
Charakter hat dabei auch seine Stärken, die es weise einzusetzen gilt, wenn man im Spiel weiter
kommen will. Die erzählte Spielgeschichte wird dabei nicht ohne kleinere Unterschiede erzählt,
denn auch im neuesten Lego-Abenteuer haben es sich die Entwickler nicht nehmen lassen, den
bekannten und geliebten Lego-Humor einzubauen. So passieren den Charakteren im Spiel immer wieder
kleinere Missgeschicke oder Unfälle, welche die Lachmuskeln strapazieren.
Vom Gameplay her, ist Lego The Hobbit ein klassisches Action-Adventures mit vielen Rätseln und
Kämpfen. Die Schlachten sind dabei nie wirklich fordernd. Überall gilt es Steine zu zerlegen und
zu sammeln, um sie dann an den richtigen Stellen wieder zusammenzusetzen, um so dadurch im Spiel
weiterzukommen. So gilt es auch Rohstoffe zu sammeln, um bei Ambossen die richtigen Objekte zu
schmieden. Teilweise muss man hier ein wenig herumprobieren, bis man das richtige gefunden hat.
RPG-Fans wird dies Spaß machen, Gelegenheitsspieler werden hier teilweise frustiert werden.
Desweiteren warten noch Quick-Time-Events auf den Spieler, die mit den richtigen
Tastenkombinationen bewältigt werden wollen.
Grafik
Von der technischen Seite erwartet den Spieler keine High-End-Grafik, dafür das gewohnte Lego-
Setting. Hier haben die Entwickler jedoch ganze Arbeit geleistet, denn die Schauplätze wurden alle
mit viel Liebe zum Detail umgesetzt und überall gibt es Kleinigkeiten zu entdecken. Wer die Filme
kennt, wird seinen Spaß damit haben, Überschneidungen zu finden. So wurden auch Schlüsselszenen
aus dem Film in wunderschönen Animationen ins Spiel integriert, die zu beeindrucken wissen.
Sound
Auch bei der Soundumsetzung können wir uns nicht beschweren. Die oscarprämierte Filmmusik
untermalt die Geschichte perfekt und lässt Stimmung aufkommen. Auch bei den Sprechern konnten die
Original-Stimmen gewonnen werden, wodurch man sofort die Charakter anhand der Stimmen erkennt.
Aber auch die Soundeffekte wurden gut umgesetzt und passen wunderbar zum Spiel.
Multiplayer
Wie schon aus anderen Lego-Spielen gewohnt, wurde auch in Lego The Hobbit ein unkomplizierter
Mehrspieler-Modus integriert. Durch einen einfachen Knopfdruck kann schnell ins Spiel eingestiegen
oder wieder ausgestiegen werden. Die Level können so auch zu Zweit durchgespielt werden, man kann
sich einfacher bei den Rätseln helfen und über Hindernisse und deren Überquerung diskutieren.
Splitscreen-Modus gibt es dabei keinen, weshalb man sich schon absprechen muss, in welche Richtung
man weitergeht. Schade ist, dass kein Online-Multiplayer umgesetzt wurde, würde sich ein Online-
Coop doch auch perfekt anbieten.
Fazit
Titel an. Negativ anzumerken ist jedoch der fehlende dritte Filmteil in der Geschichte.
Warum man diesen nicht schon eingebaut hat oder nicht mit der Veröffentlichung des Spieles bis zum
Kinostart warten konnte, ist unverständlich für mich. Dank der detailverliebten Umsetzung und den
Original-Sprechern und -Musik kommt sofort Kinofilm-Stimmung auf. Große Neuerungen gibt es zwar
nicht, braucht es aber eigentlich auch nicht. Fans der Lego-Spiele bekommen gewohnte Kost und
können getrost zugreifen und auch Fans von Mittelerde sollten auf jeden Fall einen Blick drauf
werfen, sie werden es nicht bereuen. Denn wer einmal zu spielen begonnen hat, bleibt für Stunden
an die Konsole gefesselt, denn nicht nur der Humor im Spiel weiß zu überzeugen.






