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Review: Diablo III: Reaper of Souls

von Andreas · ca. 3 Min. Lesezeit
Diablo III: Reaper of Souls

Diablo 3 war eigentlich ein spitzen Spiel, wenn man von den Problemen und Fehlermeldungen absieht,

die einem den Spass vermissen versuchten. Nun erscheint mit Reaper of Souls die erste Erweiterung,

denn der Kampf ist noch nicht zu Ende, denn Todesengel Malthael will Tod und Zerstörung

verbreiten. Einmal mehr müssen wir die Welt retten, doch ob dies auch lohnenswert ist, haben wir

in unserem Review herausgefunden.

Die Entwickler von Blizzard haben seit dem Hauptspiel dazugelernt, denn die Erweiterung startet

vollkommen ohne Problem und macht sofort Spass. Einziger Wermutstropfen bleibt der Online-Zwang,

denn einen reinen Offline-Modus gibt es leider immer noch nicht.

Die Geschichte dreht sich rund um Malthael, einen ehemaligen Erzengel, der uns schon in der

Hauptgeschichte untergekommen ist. Dort spricht Tyrael von seinem ehemaligen Freund, der auf der

Suche nach dem schwarzen Seelenstein verschwunden ist. Der ehemalige gute Engel hat sich seitdem

jedoch der bösen Seite zugewandt und will die Menschheit zerstören um einen Neuanfang für Dämonen

und Engel zu ermöglichen. Die Geschichte verspricht von Anfang an viel Spannung, wird jedoch im

Spiel nicht ganz konsequent auf diesem Level erhalten. So gut die Zwischensequenzen sind, so

schade ist, dass die Gespräche mit anderen Figuren hier nicht mithalten können.

Wer Akt 5 nach circa 5 Stunden beendet hat, muss jedoch nicht ganz enttäuscht sein, denn danach

kann man im neuen Abenteuermodus weiterspielen. In diesem werden wir von Tyrael durch die ganze

Welt von Sanktuario geschickt um unterschiedliche Aufgaben zu erledigen. Dies dauern dabei

zwischen fünf und 25 Minuten und die Gegenstände, die man hier findet, lassen sich auch meistens

sehen. Dank den per Zufallsmodus generierten Missionen bietet die Erweiterung auch für längere

Zeit einen Spass.

Natürlich bringt die Erweiterung viel neues in die Welt von Sanktuario und Blizzard weiß die neue

Stimmung, die mit Malthael aufkommt, gut zu nützen. Die Welt ist düster und man kann das drohende

Ende der Welt förmlich spüren. Überall gibt es Spuren des Krieges und der Niederlagen, die die

Menschen nach der Reihe einfahren. Positiv aufgefallen ist uns vor allem das Leveldesign, dass nun

jedesmal vollkommen neu zusammengestellt wird. Anders als im Hauptspiel betrifft dies nicht nur

Monster, Schatztruhen oder Ereignisse, sondern wirklich alle Teile der Abschnitte.

Auch ein neuer Charakter wurde den Spielern geschenkt, nämlich der Kreuzritter. Dieser ist zwar im

Nahkampf nicht ganz so stark wie der Barbar, hat dafür die Fähigkeiten der Himmelsmagie, die auf

Gegnergruppen anwenden kann. Ein sehr interessanter Charakter, der uns richtig Spass gemacht hat

und dabei stark an den Paladin aus Diablo 2 erinnert. Nicht verändert wurde hier die vorgegebene

Charakter-Entwicklung, wo weiterhin automatisch vorgegeben ist, wie sich die Werte und Fähigkeiten

verbessern. Auch das Paragon-System wurde überarbeitet, so dass nun auch jenseits des neuen

Maximallevels 70 Punkte gesammelt werden können.

Ein riesen Vorteil, den die Konsolenvariante hatte, war die Möglichkeit der Ausweichrolle, die den

Kämpfen mehr Möglichkeiten geben. Spieler, die Hoffnung hatten, dass mit der Erweiterung diese

Möglichkeit auch in die PC-Version Einzug erhält, werden leider enttäuscht. So kann man weiterhin

nur per Klick oder gedrücktem Mauszeiger ausweichen. Ein anderer Wunsch der Spieler wurde jedoch

in die PC-Version nun übernommen, nämlich die sinnvolleren Beuten. So bekommt man zwar insgesamt

weniger, dafür häufiger sinnvolle zur eigenen Klasse passende Beute findet.

Grafik

Grafisch wurde bei der Erweiterung nicht nachgelassen. Die Welt sieht sehr schön düster aus und

auch die Stadt Westmark wurde angepasst und sieht trotz Zufallsmodus sehr real aus. Auch in den

weiteren Arealen des Spieles wie zum Beispiel den Ruinen von Corvus wurde alles sehr stimmig und

schön umgesetzt. Einziger Punkt zur Beschwerde ist das Ende der Geschichte, hier hätten wir uns

echt mehr erwartet von der Grafik um jedoch nichts zu spoilern, wollen wir hier nicht näher darauf

eingehen.

Sound

Bei der Soundumsetzung wurde an das Hauptspiel gut angeknüpft, die Synchronstimmen sind sehr gut

und auch die Hintergrundmusik wurde an das neue düstere Aussehen angepasst. Hier wurde alles

richtig gemacht auch wenn die Stimmen nicht ganz an die englischen Originalstimmen herankommen.

Fazit

Andreas
Andreas
YouGame Redaktion
Mit Reaper of Souls hat Blizzard eine wirklich gute Erweiterung produziert, die man nach einiger

Spielzeit nicht mehr missen will. Zwar gibt es teilweise immer noch Bereiche, die mich persönlich

stören, wie zum Beispiel die fixe Charakterentwicklung, dafür wurde ein wirklich guter 5. Akt

hinzugefügt. Auch die sonstigen Erweiterungen sind alle gut gewählt und machen das Spiel noch

besser. Egal ob die neue Charakterklasse oder das neue Endlos-Abenteuer, Blizzard hat dafür

gesorgt, dass Reaper of Souls Spass macht und von Diablo 3 Besitzern gekauft werden muss. Denn mit

der Erweiterung sollten auch bisher enttäuschte Spieler die Liebe zum Spiel wiederentdecken, denn

vieles ist jetzt so, wie es sich Spieler von Anfang an gewünscht haben.
Grafik
9/10
Sound
9/10
Gameplay
8/10
Spielspaß
9/10