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Review: Skydive: Proximity Flight

von Andreas · ca. 3 Min. Lesezeit
Skydive: Proximity Flight

Dank Felix Baumgartner und seinen mutigen Sprüngen, die ihn bis in den Weltraum geführt haben,

zählt Base Jumping in Österreich zu den bekannteren Randsportarten. Wenn man selbst eine gewisse

Art von Höhenangst empfindet, dann hat man noch mehr Respekt vor den mutigen Sprüngen und Flügen.

Grund genug sich jedoch seinen Ängsten zu stellen und sich in Skydive - Proximity Flight in die

Tiefe zu stürzen.

as Spielprinzip ist eigentlich sehr einfach, man wählt sich eine Spielfigur aus, steht dann mit

drei anderen Spingkollegen auf einem Abhang und lässt sich in die Tiefe fallen um mit dem Wingsuit

dann möglichst schnell ins Ziel zu fliegen. Dabei ist man jedoch von den physikalischen Kräften

abhängig und von der Umgebung, die man durchquert. Schafft man es nämlich möglichst waghalsig

durch die Canyons zu fliegen und so möglichst nahe von Felsen zu bleiben, lädt man sein Adrenalin

auf um dann per Schultertasten einen Geschwindigkeitsboost zu aktivieren. Dies gilt es weise

einzusetzen, denn eure Gegner schlafen nie. Wir waren fast überrascht von der starken KI, wo es

eine echte Herausforderung ist, diese zu schlagen. Dies muss man jedoch schaffen um das nächste

der vier möglichen Rennen freizuschalten. Da man bei den lebensmüden Flügen schon einmal den Boden

streift oder eine Steilwand küsst und somit aus dem Rennen wäre, haben die Entwickler eine

Rückspulfunktion integriert dank der man die letzten Sekunden zurückspulen kann. Klingt super, ist

aber extrem schwer und hat uns oftmals zur Verzweiflung geführt. Denn, wenn man nicht gleich

wieder in die selbe Stelle kracht, so landet man meistens direkt in der nächstbesten Stelle. Wir

brauchten bei jedem Rückspulen gleich mehrere Versuche um aus der verzwickten Lage

herauszukommen.

Wer Kinect besitzt, kann auch damit seinen Charakter steuern. Wir fanden dies jedoch ein wenig

schwierig und umständlich. Mit dem Controller hat man die einfachere und genauere Steuerung.

Bei Arcadespielen ist durchaus gewohnt, dass der Umfang meist sehr übersichtlich ist, schade ist,

dass Skydive hier noch einmal extra so minimalistisch ist. Bei den Rennen gibt es nämlich nur vier

verschiedene Welten. Wenigstens gibt es noch den Herausforderungsmodus, wo es gilt durch

vorgegebene Ringe zu schweben, der immerhin 43 unterschiedliche Level bereithält. Je nach Können

erhält man am Ende eine unterschiedliche Anzahl an Sternen. Perfektionisten werden hier also

einiges an Zeit verbringen bis sie alle Sterne gesammelt haben. Spass macht jedoch der Freestyle-

Modus, dank dem man in aller Ruhe durch die Welten fliegen und so die Landschaft und die Grafik

genießen kann. Wer sich jetzt noch einen Multiplayer-Modus wünscht, den müssen wir enttäuschen,

wurde leider nicht umgesetzt, obwohl es sich wirklich angeboten hätte.

Grafik

Die technische Umsetzung muss man loben, denn schon zu Beginn der Flüge hat man eine unheimliche

Weitsicht, die sehr realistisch wirkt. Kommt man einmal in den Geschwindigkeitsrausch zwischen den

Canyons glaubt man fast einen fotorealismus zu spüren. Zwar kann man die Anzahl der Welten an

einer Hand abzählen, dafür sind diese sehr detailliert und mit viel Liebe zu Details umgesetzt

worden. Jede Landschaft hat auch ihre Eigenheiten, von der Wüste bis zu den schneebedeckten Hängen

ist alles mit dabei. Zur Verfügung stehen mehrere Kamera-Perspektiven und so kann man statt der

3rd person Perspektive z.b. auch aus der Egoperspektive heruntersegeln.

Sound

Da man ja quasi nur durch die Luft segelt, sind die Soundeffekt nur sehr minimalistisch umgesetzt,

da auch in echt außer dem Windgeräuch keine existieren. Die Musikuntermalung ist dafür passende umgesetzt und passt zur Sportart. Mit der Zeit beginnt man sie jedoch nicht weiter zu beachten.

Fazit

Andreas
Andreas
YouGame Redaktion
Skydive - Proximity Flight ist auf keinen Fall ein Spiel für die breite Masse, denn dafür fehlt

dem Spiel leider der Umfang. Für Base Jumping Fans ist Skydive jedoch ein Pflichtkauf, denn nun

kann man endlich auch auf Konsolen persönlich in den Genuss des Base Jumping-Rausches kommen, wenn

man sonst zu feig für die Sportart ist. Schade ist, dass kein Multiplayer-Modus integriert wurde,

so wird es das Spiel nur selten auf einen Spieleabend schaffen. Deswegen können wir das Spiel auch

nur für zwischendurch empfehlen, hier macht es jedoch gerade durch seine Grafik und die

kurzweiligen Rennen wirklich Spass.
Grafik
9/10
Sound
8/10
Gameplay
7/10
Spielspaß
7/10