Tower Defense Spiele gibt es unheimlich viele am Markt, aber keines konnte soviele Spieler
begeistern wie Plants vs. Zombies. Groß war die Überraschung als EA mit Plants vs. Zombies: Garden
Warfare einen Shooter in der Welt der Pflanzen und Zombies angekündigt hat. Wir sind dem Ruf nach
Braaaaaaiiins gefolgt und wollen euch nun von unseren Erfahrungen erzählen.
Allen voran muss man erwähnen, dass Plants vs. Zombies: Garden Warfare ein reiner Multiplayer-
Shooter geworden ist. Es gibt leider keine Solo-Missionen und es ist auch nicht möglich alleine mit
KI-Unterstützung gegen Gegner zu kämpfen. Dies sollte man beim Kauf durchaus im Hinterkopf haben,
denn ohne Xbox Live Gold ist das Spiel somit nicht spielbar.
Grundsätzlich gibt es kooperative und kompetitive Spielmöglichmöglichkeiten. Im Coop-Modus, wo
maximal vier Spieler miteinander spielen können, steht ihr auf der Seite der Pflanzen und müsst die
anrückenden KI-Zombies aus eurem Garten fernhalten. Der Modus erinnert stark an das klassische
Plants vs. Zombies, nur dass man nun selbst in die Rolle der Pflanzen schlüpft. Hier zählt vor
allem eine gute Zusammenarbeit um auch die stärkeren Zombies besiegen zu können. Bei den wahren
Multiplayer-Spielen können bis zu 24 Spieler gleichzeitig auf dem Schlachtfeld antreten um den
Sieger herauszufinden. Neben dem klassischen Team Deathmatch haben die Programmierer einen netten
Zusatzmodus eingebaut, wo Spieler, die öfters sterben, nach dem Respawn mehr Lebenspunkte bekommen
um länger zu überleben. Dies gleicht die Stärken am Spielfeld ein wenig aus und bringt eine große
Spasssteigerung. Ein weiterer Modus heißt "Gärten und Friedhöfe" wo ihr als Team nach der Reihe in
einer vorgeschriebenen Zeit Punkte erobern müsst um zum finalen Schauplatz des Kampfes zu kommen -
teilweise gar nicht so einfach.
Wer sich das Spiel für die Xbox One besorgt, der darf sich über ein ganz spezielles Feature freuen,
denn dies ist die einzige Version, die auch über einen Splitscreen-Modus besitzt, dank dem ihr zu
zweit gegen KI-Zombies kämpfen könnt. Schade ist hier, dass man mit diesem Modus nicht auch an
kompitativen Spielmodi teilnehmen kann und dass man auch hier eine Online-Verbindung braucht, auch
wenn man gar nicht über das Internet spielt, denn eine Anmeldung in EAs Spieledienst Origin ist vor
dem Spielen notwendig. Ein weiterer Modus der Xbox One Spielern vorbehalten ist, ist der Boss-
Modus, in dem ihr eure Mitspieler via SmartGlass oder Kinect unterstützt. Ihr schwebt dabei über
dem Spielfeld und könnt so zum Beispiel eure Mitspieler heilen oder die Gegner mit Luftschlägen
aufs Korn nehmen.
Insgesamt stehen vier Klassen auf jeder Seite zur Verfügung, wobei jede ihre eigenen Stärken hat
und man auch auf Seiten der Pflanzen ganz andere Klassen findet, wie auf Seiten der Zombies. Die
wahre Stärke wird jedoch nur dann ausgespielt, wenn die Spieler zusammenarbeiten um so da volle
Potential der Klassen auszunützen. Denn nur durch Zusammenarbeit der unterschiedlichen Fähigkeiten
kann man das Schere-Stein-Papier-Prinzip überlisten. Pro Figur stehen euch drei unterschiedliche
Fähigkeiten zur Verfügung, die auf Y, LB und RB hinterlegt sind. Zwar müsst ihr diese teilweise
erst freischalten, aber dafür müsst ihr nur auf Stufe 3 steigen und das ist recht schnell
geschafft.
Während des Spieles sammelt ihr wie schon in der Vorlage Münzen, mit denen ihr in weiterer Folge
Kartenpakete kaufen könnt. Die unterschiedlichsten Gegenstände warten in diesen Paketen auf euch,
von Gegenständen, die euch im Kampf helfen, bis zu Stickern, die ihr sammeln könnt oder witzige
Accessoires mit denen ihr euren eigenen Kämpfer ausstatten könnt. Die Pakete wecken durchaus den
Sammlertrieb und man freut sich jedesmal über das Öffnen eines neuen. Zur großen Überraschung hat
EA keine Mikrotransaktionen eingebaut, was man gar nicht gewöhnt ist, uns aber positiv überrascht
hat. Man muss sich seine Münzen so nun ehrlich verdienen im Spiel.
Grafik
Dank der Frostbite Engine 3 kann sich das Spiel grafisch wirklich sehen lassen. Der comicartige
Stil erinnert an die Spielvorlage und die Figuren sind wunderschön animiert. Hier wurde sehr viel
Liebe in die Figuren gesteckt, denn jede einzelne weiß zu überzeugen, sei es die Sonnenblume oder
der Zombie am Presslufthammer. Dabei ist es vollkommen egal, wieviele Spieler am Schlachtfeld sind,
das Spiel bleibt vollständig flüssig. Die Umgebung lässt sich trotz der Power der Xbox One nicht
vollständig zerstören, Zäune und Fahrzeuge leiden jedoch deutlich unter Dauerfeuer. Die Xbox 360
kommt trotz etwas niedrigerer Auflösung nicht ganz an das Grafikerlebnis heran, teilweise dauert es
etwas lange bis die Texturen geladen sind.
Sound
Auch die Ohren werden sich nicht beklagen können im Spiel. Der Soundtrack kann begeistern und auch
die Soundeffekte passen zur bunten Spielewelt. Aie Geräusche passen perfekt zu den Waffen und was
die Zombies und Pflanzen stimmlich von sich geben, ist einfach nur herrlich. Bei der Musik wurde
gezielt auf die Details geachtet, wer also genau hinhört, wird immer wieder überrascht werden, wie
gut der Sound zur Szene passt.
Fazit
Spieleaufmachung kaum von anderen Spielen aus dem Genre unterscheidet. Gerade aber das bunte Design
und die lustigen, detailverliebten Figuren bringen ihren eigenen Charm mit, dem man schnell
verfällt. Schade ist jedoch, dass der Spieleumfang sehr mäßig ist und ein Singleplayer-Modus nicht
vorhanden ist. Der Online-Zwang selbt wenn man nur Splitscreen spielt, wäre auch nicht notwendig
gewesen in unseren Augen. EA liefert dennoch für Multiplayer-Fans einen gelungenen Shooter ab mit
einem angenehmen Preis, wo man nur schwer nein sagen kann, wenn man schon Fan von Plants vs.
Zombies war.






