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Review: Plants vs. Zombies: Garden Warfare

von Andreas · ca. 4 Min. Lesezeit
Plants vs. Zombies: Garden Warfare

Tower Defense Spiele gibt es unheimlich viele am Markt, aber keines konnte soviele Spieler

begeistern wie Plants vs. Zombies. Groß war die Überraschung als EA mit Plants vs. Zombies: Garden

Warfare einen Shooter in der Welt der Pflanzen und Zombies angekündigt hat. Wir sind dem Ruf nach

Braaaaaaiiins gefolgt und wollen euch nun von unseren Erfahrungen erzählen.

Allen voran muss man erwähnen, dass Plants vs. Zombies: Garden Warfare ein reiner Multiplayer-

Shooter geworden ist. Es gibt leider keine Solo-Missionen und es ist auch nicht möglich alleine mit

KI-Unterstützung gegen Gegner zu kämpfen. Dies sollte man beim Kauf durchaus im Hinterkopf haben,

denn ohne Xbox Live Gold ist das Spiel somit nicht spielbar.

Grundsätzlich gibt es kooperative und kompetitive Spielmöglichmöglichkeiten. Im Coop-Modus, wo

maximal vier Spieler miteinander spielen können, steht ihr auf der Seite der Pflanzen und müsst die

anrückenden KI-Zombies aus eurem Garten fernhalten. Der Modus erinnert stark an das klassische

Plants vs. Zombies, nur dass man nun selbst in die Rolle der Pflanzen schlüpft. Hier zählt vor

allem eine gute Zusammenarbeit um auch die stärkeren Zombies besiegen zu können. Bei den wahren

Multiplayer-Spielen können bis zu 24 Spieler gleichzeitig auf dem Schlachtfeld antreten um den

Sieger herauszufinden. Neben dem klassischen Team Deathmatch haben die Programmierer einen netten

Zusatzmodus eingebaut, wo Spieler, die öfters sterben, nach dem Respawn mehr Lebenspunkte bekommen

um länger zu überleben. Dies gleicht die Stärken am Spielfeld ein wenig aus und bringt eine große

Spasssteigerung. Ein weiterer Modus heißt "Gärten und Friedhöfe" wo ihr als Team nach der Reihe in

einer vorgeschriebenen Zeit Punkte erobern müsst um zum finalen Schauplatz des Kampfes zu kommen -

teilweise gar nicht so einfach.

Wer sich das Spiel für die Xbox One besorgt, der darf sich über ein ganz spezielles Feature freuen,

denn dies ist die einzige Version, die auch über einen Splitscreen-Modus besitzt, dank dem ihr zu

zweit gegen KI-Zombies kämpfen könnt. Schade ist hier, dass man mit diesem Modus nicht auch an

kompitativen Spielmodi teilnehmen kann und dass man auch hier eine Online-Verbindung braucht, auch

wenn man gar nicht über das Internet spielt, denn eine Anmeldung in EAs Spieledienst Origin ist vor

dem Spielen notwendig. Ein weiterer Modus der Xbox One Spielern vorbehalten ist, ist der Boss-

Modus, in dem ihr eure Mitspieler via SmartGlass oder Kinect unterstützt. Ihr schwebt dabei über

dem Spielfeld und könnt so zum Beispiel eure Mitspieler heilen oder die Gegner mit Luftschlägen

aufs Korn nehmen.

Insgesamt stehen vier Klassen auf jeder Seite zur Verfügung, wobei jede ihre eigenen Stärken hat

und man auch auf Seiten der Pflanzen ganz andere Klassen findet, wie auf Seiten der Zombies. Die

wahre Stärke wird jedoch nur dann ausgespielt, wenn die Spieler zusammenarbeiten um so da volle

Potential der Klassen auszunützen. Denn nur durch Zusammenarbeit der unterschiedlichen Fähigkeiten

kann man das Schere-Stein-Papier-Prinzip überlisten. Pro Figur stehen euch drei unterschiedliche

Fähigkeiten zur Verfügung, die auf Y, LB und RB hinterlegt sind. Zwar müsst ihr diese teilweise

erst freischalten, aber dafür müsst ihr nur auf Stufe 3 steigen und das ist recht schnell

geschafft.

Während des Spieles sammelt ihr wie schon in der Vorlage Münzen, mit denen ihr in weiterer Folge

Kartenpakete kaufen könnt. Die unterschiedlichsten Gegenstände warten in diesen Paketen auf euch,

von Gegenständen, die euch im Kampf helfen, bis zu Stickern, die ihr sammeln könnt oder witzige

Accessoires mit denen ihr euren eigenen Kämpfer ausstatten könnt. Die Pakete wecken durchaus den

Sammlertrieb und man freut sich jedesmal über das Öffnen eines neuen. Zur großen Überraschung hat

EA keine Mikrotransaktionen eingebaut, was man gar nicht gewöhnt ist, uns aber positiv überrascht

hat. Man muss sich seine Münzen so nun ehrlich verdienen im Spiel.

Grafik

Dank der Frostbite Engine 3 kann sich das Spiel grafisch wirklich sehen lassen. Der comicartige

Stil erinnert an die Spielvorlage und die Figuren sind wunderschön animiert. Hier wurde sehr viel

Liebe in die Figuren gesteckt, denn jede einzelne weiß zu überzeugen, sei es die Sonnenblume oder

der Zombie am Presslufthammer. Dabei ist es vollkommen egal, wieviele Spieler am Schlachtfeld sind,

das Spiel bleibt vollständig flüssig. Die Umgebung lässt sich trotz der Power der Xbox One nicht

vollständig zerstören, Zäune und Fahrzeuge leiden jedoch deutlich unter Dauerfeuer. Die Xbox 360

kommt trotz etwas niedrigerer Auflösung nicht ganz an das Grafikerlebnis heran, teilweise dauert es

etwas lange bis die Texturen geladen sind.

Sound

Auch die Ohren werden sich nicht beklagen können im Spiel. Der Soundtrack kann begeistern und auch

die Soundeffekte passen zur bunten Spielewelt. Aie Geräusche passen perfekt zu den Waffen und was

die Zombies und Pflanzen stimmlich von sich geben, ist einfach nur herrlich. Bei der Musik wurde

gezielt auf die Details geachtet, wer also genau hinhört, wird immer wieder überrascht werden, wie

gut der Sound zur Szene passt.

Fazit

Andreas
Andreas
YouGame Redaktion
Plants vs. Zombies: Garden Warfare ist ein klassischer Multiplayer-Shooter, der sich außer von der

Spieleaufmachung kaum von anderen Spielen aus dem Genre unterscheidet. Gerade aber das bunte Design

und die lustigen, detailverliebten Figuren bringen ihren eigenen Charm mit, dem man schnell

verfällt. Schade ist jedoch, dass der Spieleumfang sehr mäßig ist und ein Singleplayer-Modus nicht

vorhanden ist. Der Online-Zwang selbt wenn man nur Splitscreen spielt, wäre auch nicht notwendig

gewesen in unseren Augen. EA liefert dennoch für Multiplayer-Fans einen gelungenen Shooter ab mit

einem angenehmen Preis, wo man nur schwer nein sagen kann, wenn man schon Fan von Plants vs.

Zombies war.
Grafik
9/10
Sound
8/10
Multiplayer
8/10
Gameplay
8/10
Spielspaß
8/10