Obwohl Tetris ursprünglich 1984 in Russland für den sowjetischen Computer Elektronika 60 entwickelt wurde, gelangte das Spiel vor allem durch die Gameboy-Version zu Bekanntheit. Vor dem Release des Spieles gab es einen riesigen Rechtsstreit zwischen Atari und Nintendo, denn letztere gewannen. Atari machte Millionen-Verluste und musste Hunterttausende Spielmodule zerstören. Für Nintendo wurde das Spiel wiederum zum puren Erfolg. 8 Millionen Kopien gingen für den NES über den Ladentisch und dank der Beilage zum Game Boy landeten hier über 70 Millionen Stück bei den Spielern. Nun 30 Jahre nach der Spielerfindung bringt Ubisoft mit Tetris Evolution eine neue Version auf den Markt. Wir haben uns für euch diese Version angesehen und herausgefunden, was es alles Neues gibt.
Der bekannteste Modus in Tetris ist der Marathonmodus. Steine mit unterschiedlicher Form fallen vom oberen Rand des Bildschirmes hinein und sollen von euch möglichst gut sortiert werden. Volle Reihen lösen sich dabei automatisch auf uns sobald ihr zehn Reihen geschafft habt, erhöht sich das Level und somit die Geschwindigkeit mit der die Steine herabfallen. Was am Anfang noch sehr gemütlich abläuft, ist am Ende so schnell, dass ihr kaum noch Zeit zum Nachdenken und Reagieren habt. Sobald der Bildschirm jedoch gefüllt ist, heißt es Game Over. Dies ist jedoch nicht nur der einzige Modus im Spiel, so gibt es auch den Sprint-Modus, so es gilt möglichst schnell 40 Reihen aufzulösen. Im Ultra-Modus wiederum habt ihr drei Minuten Zeit um möglichst viele Punkte zu holen. Je mehr Reihen ihr auf einmal auflöst, umso mehr Punkte gibt es. Wer nicht so gerne alleine spielt, der kann auch gegen die CPU im Battle und Battle Ultimate Modus spielen. In den niedrigen Leveln ist die CPU sehr leicht zu besiegen, in den höheren dafür zu fast unüberwindbaren Gegnern.
Die bisher genannten Modi sind nicht unbedingt neu oder innovativ und werden für so manchen Tetris-Besitzer noch keinen Kaufgrund bedeuten. Aber der Nintendo 3DS hat noch vier extra Herausforderungs-Modi bekommen, die das Spiel abwechslungsreicher machen. So kann man zum Beispiel in einem Modus, die Steine nicht mehr drehen, was die Sortierung der Steine um einiges trickreicher macht. Ein anderer Modus macht die gesetzen Steine unsichtbar und ihr seht nur im Moment des Aufkommens die Steine.
Grafik
Bei Puzzlespielen, wie Tetris ist die optische Aufmachung nicht ganz so wichtig. Das Bild ist scharf und deutlich und es reicht sich die ganze Zeit auf einen Bildschirm zu konzentrieren. Hierbei könnt ihr im Menü selbst wählen, ob ihr am oberen oder unteren spielen wollt. 3D-Effekte gibt es nur im Hintergrund zu sehen, die Steine bleiben im 2D-Design. Wer den Hintergrund zu störend empfindet, kann diesen ausschalten.
Sound
Jeder Spieler kennt den alten Soundtrack von Tetris, das russische Volkslied Korobeiniki, das natürlich auch bei Tetris Ultimate wieder mit dabei ist. Er wurde jedoch vollkommen erneuert und ist in einer schnellen Dance-Version zu hören. Klingt wirklich gut, ist aber recht schnell dann doch zu eintönig. Das eine oder andere Stück zur Abwechslung wäre sicher kein Fehler gewesen.
Multiplayer
Der Großteil der schon für den Singleplayer genannten Modi, kann auch im Multiplayer-Modus gespielt werden, wo maximal acht Spieler gegeneinander antreten können. Dies geht sowohl lokal, wie auch über das Internet. Schön ist, dass lokal nicht alle Spieler das Spiel besitzen müssen, sondern es für den Multiplayer-Modus geteilt werden kann. Ist ein Spiel einmal gestartet, funktioniert es vollkommen ohne Probleme mit Spielern aus der ganzen Welt. Nur selten haben Spieler in unseren unzählbar vielen Sitzungen die Verbindung verloren. Die beliebtesten beiden Modi sind dabei der Battle- und der Battle-Ultimate-Modus. Sobald man mehr als zwei Reihen auflöst, bekommt einer der Gegner diese am unteren Rand aufgebrummt. Im Ultimate-Modus gibt es in regelmäßigen Abständen noch spezielle Steine, die uns Zusatzfunktionen zur Verfügung stellen. So können wir zum Beispiel Reihen entfernen lassen, dem Gegner Extra-Steine hinwerfen, ihm die Fallgeschwindigkeit kurzzeitig erhöhen oder ihm das Bild auf den Kopf stellen. Eine ganze neue Herausforderung, die wirklich Spass macht. Schade ist jedoch, dass man so wenige Spieler online findet und es oftmals zu einer Geduldsprobe wird, da wir desöfteren minutenlang keine Gegner finden konnten. Für die Online-Modi gibt es noch jede Menge Ranglisten, die sowohl weltweit, wie auch national gemessen werden. Je nach der Platzierung in den unterschiedlichen Spielmodi bekommt man am Ende Punkte oder verliert welche für diese Ranglisten. Ebenso ist es möglich Replays hochzuladen und die Leistungen anderer Spieler über StreetPass zu empfangen.






