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Review: Just Dance 2015

von Andreas · ca. 4 Min. Lesezeit
Just Dance 2015

Die warmen Temperaturen sind vorbei und man verbringt wieder mehr Zeit zu Hause. Wie jedes Jahr liefert uns Ubisoft einen neuen

Grund für die Bewegung zu Hause und den nächsten Pflichttitel für die nächste Party zu Hause. Was sich bis auf neue Songs

verändert hat, haben wir in unserem neuesten Review herausgefunden.

Ich bin ein riesiger Fan von Kinect-Spielen, doch gerade auf der Xbox One herrscht ein riesen Mangel an Spielen. Umso schöner

ist, dass Ubisoft nun eine aktualisierte Version des eigenen Tanzspiels auf den Markt gebracht hat um endlich wieder für ein

wenig Nachschub zu sorgen. Das Spiel schließt dort an, wo die letzte Version aufgehört hat und man fühlt sich sofort wieder zu

Hause. Die Menüs sind ähnlich gestaltet, wodurch man sich sofort wieder zurecht findet und das Spiel lässt sich vollständig mit

der Bewegungssteuerung von Kinect bedienen. Sofern man gut genug tanzt, bekommt man wieder Mash-Ups oder alternative Remixe

freigeschaltet.

Gestrichen wurde der Battle-Modus, sowie der durchaus körperlich fordernde Just Sweat-Modus. Neu sind dafür die

Punkteherausforderungen, die man an seine Freunde schicken kann. Motivierend ist hier dafür der neue World-Dance-Floor, wo 24

Stunden täglich eine automatische Playlist abgespielt wird und man gegen Spieler weltweit antritt. Die Liste der Spieler wird

teilweise sogar durch VIP-Auftritte aufgewertet. Wer besonders viele Punkte sammelt, kann sich in der Weltrangliste nach vorne

arbeiten. Der Haken an der Sache? Dies funktioniert nur, wenn wir eine Xbox Live Gold Mitgliedschaft besitzen. An manchen

Stellen im Spiel werden Tanzsequenzen automatisch aufgenommen und mit dem Song gemixed. Wer seine besten Autodances mit der

Community teilt, hat sogar die Chance Star in einem der Community-Remixe werden. Dafür wählen die Entwickler nämlich regelmäßig

Spieler aus und zeigen deren Moves samt Gamertag statt der Originalchoreographie. Für Rampensäue genau die richtige Motivation

vor der Kamera so richtig abzugehen.

Das Spielprinzip ist natürlich gleichgeblieben, man versucht die Tanzfiguren, die uns die Vortänzer zeigen, möglichst genau

nachzutanzen. Dies ist nicht immer einfach, da die angezeigten Piktogramme nicht immer aussagekräftig sind. Wer also Lieder

öfters tanzt, hat es hierbei mit der Zeit einfacher. Die Bewegungserkennung ist gut und präzise, ist gesamt jedoch sehr

tolerant um den Spielspass hoch zu halten und schnell zu ersten Erfolgen zu kommen. Wer jedoch eine vollständige Fünf-Sterne-

Wertung will, muss sich jedoch schon anstrengen und sich ins Zeug legen. Denn gerade vor der Kinect-Kamera wird Minimalismus

nicht mit hohen Punktezahlen belohnt.

Loben muss man die Liederauswahl, der 41 Songs, die mit dabei auf der Disk sind, wodurch eine gute Mischung aus älteren,

bekannten Lieder wie Macarean bis hin zu neueren Songs, wie Summer von Calvin Harris. Von Avicii über One Direction, Ylvis oder

auch 5 Seconds of Summer ist wirklich für jeden etwas dabei. Wer ein Mikrofon anhängt, der kann die Lieder beim Tanzen auch

mitsingen. Schade ist, dass man die Tänze bisheriger Versionen nicht mitnehmen kann und auch schon letztes Jahr gekaufte Lieder

neu gekauft werden müssen. Hier fühlt man sich dann doch leicht abgezockt, denn es erscheint für uns absolut unlogisch, warum

Katy Perrys "Roar" letztes Jahr gratis als Download zur Verfügung stand und wir dieses Jahr zahlen sollen. Man kann hoffen,

dass Ubisoft dies in Zukunft etwas kundenfreundlicher gestalten wird.

Grafik

Die Originaltänze und Videos sind leider weiterhin nicht dabei, bei den im Spiel integrierten Choreographien wurde jedoch

oftmals versucht sich dort anzulehnen. Das knallige, bunte Artdesign weiß jedoch trotzdem vollständig zu überzeugen und hat

sich einen extremen Wiedererkennungswert erarbeitet. Gerade das schrille Design mit seinen teils verrückten Figuren, die man

teilweise auch schon aus anderen Ubisoft-Spielen kennt, ist was für die Augen. Ob man dann aber lieber wie zum Beispiel in

Singstar doch die Originalvideos hätte, bleibt Geschmackssache und muss jeder selbst für sich entscheiden.

Sound

Beim Sound kann man sich eigentlich nicht beschweren. Die Songs sind durchgehende die Originallieder und werden mit einer sehr

guten Qualität ausgeliefert. Die Auswahl der Lieder ist sehr umfangreich und es ist für jeden etwas dabei, denn es wurden

sowohl bekannte Oldies, wie auch aktuelle Lieder umgesetzt. Wer diesen Sommer nicht genug von Happy oder Let it Go bekommen

konnten, dürfen sich nun tänzerisch in beiden Liedern beweisen.

Multiplayer

Auch in der 2015er Fassung macht Just Dance noch immer in der Gruppe am meisten Spass. Sofern man genug Platz im Wohnzimmer

hat, können sogar sechs Spieler gleichzeitig tanzen. Dies sorgt für einiges Gewussel, aber auch für viele Lacher und richtig

viel Spass. Wer einmal keine Freunde vor Ort, genießt einfach den World-Dance-Floor oder die sonstigen Community-Features wie

die lustigen Autodances. Auf jeden Fall macht das Spiel mit Freunden um einiges mehr Spass als alleine.

Fazit

Andreas
Andreas
YouGame Redaktion
In Just Dance 2015 hat sich im Grunde nicht allzuviel im Vergleich zum Vorgänger verändert, was ja im Grunde auch nicht wirklich notwendig war. Zwar wurden zwei Spielmodi gekürzt, dafür ist der Online-Modus stark aufgewertet worden und der Community-Gedanken ist mehr in den Mittelpunkt gerückt. Die mitgelieferten Lieder sind gut ausgewählt und es sollte für jeden etwas dabei sein. Schade ist, dass man die Lieder der Vorgänger-Versionen oder dort gekaufte DLC-Lieder nicht einfach importieren kann, sondern noch einmal kaufen. Nichtsdestotrotz ist Just Dance 2015 ein mehr als gelungenes Kinectspiel und wer Tanznachschub braucht, sollte auf jeden Fall zugreifen, denn mit dem Spiel ist der Spass auf jeder Party gesichert.
Grafik
8/10
Sound
9/10
Multiplayer
9/10
Gameplay
8/10
Spielspaß
8/10