Die warmen Temperaturen sind vorbei und man verbringt wieder mehr Zeit zu Hause. Wie jedes Jahr liefert uns Ubisoft einen neuen
Grund für die Bewegung zu Hause und den nächsten Pflichttitel für die nächste Party zu Hause. Was sich bis auf neue Songs
verändert hat, haben wir in unserem neuesten Review herausgefunden.
Ich bin ein riesiger Fan von Kinect-Spielen, doch gerade auf der Xbox One herrscht ein riesen Mangel an Spielen. Umso schöner
ist, dass Ubisoft nun eine aktualisierte Version des eigenen Tanzspiels auf den Markt gebracht hat um endlich wieder für ein
wenig Nachschub zu sorgen. Das Spiel schließt dort an, wo die letzte Version aufgehört hat und man fühlt sich sofort wieder zu
Hause. Die Menüs sind ähnlich gestaltet, wodurch man sich sofort wieder zurecht findet und das Spiel lässt sich vollständig mit
der Bewegungssteuerung von Kinect bedienen. Sofern man gut genug tanzt, bekommt man wieder Mash-Ups oder alternative Remixe
freigeschaltet.
Gestrichen wurde der Battle-Modus, sowie der durchaus körperlich fordernde Just Sweat-Modus. Neu sind dafür die
Punkteherausforderungen, die man an seine Freunde schicken kann. Motivierend ist hier dafür der neue World-Dance-Floor, wo 24
Stunden täglich eine automatische Playlist abgespielt wird und man gegen Spieler weltweit antritt. Die Liste der Spieler wird
teilweise sogar durch VIP-Auftritte aufgewertet. Wer besonders viele Punkte sammelt, kann sich in der Weltrangliste nach vorne
arbeiten. Der Haken an der Sache? Dies funktioniert nur, wenn wir eine Xbox Live Gold Mitgliedschaft besitzen. An manchen
Stellen im Spiel werden Tanzsequenzen automatisch aufgenommen und mit dem Song gemixed. Wer seine besten Autodances mit der
Community teilt, hat sogar die Chance Star in einem der Community-Remixe werden. Dafür wählen die Entwickler nämlich regelmäßig
Spieler aus und zeigen deren Moves samt Gamertag statt der Originalchoreographie. Für Rampensäue genau die richtige Motivation
vor der Kamera so richtig abzugehen.
Das Spielprinzip ist natürlich gleichgeblieben, man versucht die Tanzfiguren, die uns die Vortänzer zeigen, möglichst genau
nachzutanzen. Dies ist nicht immer einfach, da die angezeigten Piktogramme nicht immer aussagekräftig sind. Wer also Lieder
öfters tanzt, hat es hierbei mit der Zeit einfacher. Die Bewegungserkennung ist gut und präzise, ist gesamt jedoch sehr
tolerant um den Spielspass hoch zu halten und schnell zu ersten Erfolgen zu kommen. Wer jedoch eine vollständige Fünf-Sterne-
Wertung will, muss sich jedoch schon anstrengen und sich ins Zeug legen. Denn gerade vor der Kinect-Kamera wird Minimalismus
nicht mit hohen Punktezahlen belohnt.
Loben muss man die Liederauswahl, der 41 Songs, die mit dabei auf der Disk sind, wodurch eine gute Mischung aus älteren,
bekannten Lieder wie Macarean bis hin zu neueren Songs, wie Summer von Calvin Harris. Von Avicii über One Direction, Ylvis oder
auch 5 Seconds of Summer ist wirklich für jeden etwas dabei. Wer ein Mikrofon anhängt, der kann die Lieder beim Tanzen auch
mitsingen. Schade ist, dass man die Tänze bisheriger Versionen nicht mitnehmen kann und auch schon letztes Jahr gekaufte Lieder
neu gekauft werden müssen. Hier fühlt man sich dann doch leicht abgezockt, denn es erscheint für uns absolut unlogisch, warum
Katy Perrys "Roar" letztes Jahr gratis als Download zur Verfügung stand und wir dieses Jahr zahlen sollen. Man kann hoffen,
dass Ubisoft dies in Zukunft etwas kundenfreundlicher gestalten wird.
Grafik
Die Originaltänze und Videos sind leider weiterhin nicht dabei, bei den im Spiel integrierten Choreographien wurde jedoch
oftmals versucht sich dort anzulehnen. Das knallige, bunte Artdesign weiß jedoch trotzdem vollständig zu überzeugen und hat
sich einen extremen Wiedererkennungswert erarbeitet. Gerade das schrille Design mit seinen teils verrückten Figuren, die man
teilweise auch schon aus anderen Ubisoft-Spielen kennt, ist was für die Augen. Ob man dann aber lieber wie zum Beispiel in
Singstar doch die Originalvideos hätte, bleibt Geschmackssache und muss jeder selbst für sich entscheiden.
Sound
Beim Sound kann man sich eigentlich nicht beschweren. Die Songs sind durchgehende die Originallieder und werden mit einer sehr
guten Qualität ausgeliefert. Die Auswahl der Lieder ist sehr umfangreich und es ist für jeden etwas dabei, denn es wurden
sowohl bekannte Oldies, wie auch aktuelle Lieder umgesetzt. Wer diesen Sommer nicht genug von Happy oder Let it Go bekommen
konnten, dürfen sich nun tänzerisch in beiden Liedern beweisen.
Multiplayer
Auch in der 2015er Fassung macht Just Dance noch immer in der Gruppe am meisten Spass. Sofern man genug Platz im Wohnzimmer
hat, können sogar sechs Spieler gleichzeitig tanzen. Dies sorgt für einiges Gewussel, aber auch für viele Lacher und richtig
viel Spass. Wer einmal keine Freunde vor Ort, genießt einfach den World-Dance-Floor oder die sonstigen Community-Features wie
die lustigen Autodances. Auf jeden Fall macht das Spiel mit Freunden um einiges mehr Spass als alleine.






