Seit bereits 25 Jahren fesselt Hideo Kojima mit der Metal Gear Reihe die
Spieler auf der ganzen Welt und obwohl er seit Jahren meint, dass er aufhören
will, hat er uns mit Metal Gear Rising Revengeance den nächsten Titel
geliefert. Abseits der Hauptsage haben wir uns mit Raiden durch das
Hack'n'Slay geschlitzt um euch unseren Eindruck davon schildern zu können.
Wer sich mit der Metal Gear Reihe genauer beschäftigt hat, der weiß die tolle
Geschichte mit den hollywoodreifen Strängen zu schätzen. Leider kommt der
neueste Ableger nicht ganz an die Vorgänger heran. Die Geschichte beginnt in
Afrika, circa vier Jahre vor den Ereignissen von Metal Gear Solid 4. Er ist
bei einer privaten Sicherheitsfirma angestellt und soll den Premierminister N
´Mani eskortieren. Das rivalisierende Unternehmen Desperado Enforcement hat
etwas dagegen und Mitglieder davon entführen den Premier und töten alle
Zeugen. Raiden versucht dies zu verhindern und stürzt sich in den Kampf gegen
die Cyborg-Soldaten. Wir heften uns den Entführern an die Fersen, die sich mit
einem Zug aus dem Staub machen können und kommen am Ende knapp zu spät. Der
Ministerpräsident wird ermordet und Raiden verliert im Kampf sein linkes Auge
und seinen linken Arm, was dieser mit dem Satz "Verdammt! Nicht schon
wieder..." kommentiert. Gottseidank sind wir jedoch in der Zukunft und so
bekommt Raiden einen Chip ins Auge und einen verbesserten Arm angeschraubt.
Doch warum eigentlich das Ganze? Unsere Feinde haben genug vom Frieden und
sehnen sich nach Krieg. Nebenbei gibt es die Verschwörung, dass
Strassenkindern Organe entnommen werden um sie Cyborgs zu implantieren. Wir
versuchen nun natürlich mit Raiden alles aufzudecken und einen globalen Krieg
zu verhindern. Nebenbei versucht er seine Vergangenheit als Kindersoldat zu
überwinden und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.
Da Platinum Games an der Entwicklung beteiligt war, ist das Gameplay
genausogut umgesetzt, wie schon bei Bayonetta oder Vanquish. Uns stehen starke
und schwache Angriffe zur Verfügung, die zu kraftvollen Kombos verbunden
werden können. Als Spezialangriff steht uns per linker Schultertaste der
"Klingenmodus" zur Verfügung mit dem wir nahezu alles zerlegen können.
Soldaten, die wir in hundert Teile zerlegen, ist keine Seltenheit. Stellt man
sich dabei recht geschickt an, kann man per Knopfdruck das Rückgrat der
Cyborgs freilegen und somit die Gesundheits- und Energieleiste auffüllen.
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Ebenso wichtig ist jedoch auch das Blocken, denn ohne den Schutz des eigenen
Körpers ist es recht schnell wieder zu Ende. Da man die Steuerung jedoch sehr
schnell verinnerlichen kann und sie euch nie im Stich lässt, hilft sie euch
erfolgreich durch das Spiel zu kommen und jeden Gegner zu besiegen.
Generell ist das Spiel recht schnell gehalten und man kämpft sich zügig durch
die Level und befördert einen Gegner nach dem anderen ins Jenseits.
Zwischendurch stellt sich uns ein Zwischenboss in den Weg, der etwas mehr
kämpferischen Aufwand von uns verlangt. Denn jeder ist auf eigene Art und
Weise einzigartig und muss auf andere Art und Weise besiegt werden. Nach sechs
bis sieben Stunden seht ihr auch schon den Abspann der Geschichte. Ihr könnt
euch noch auf die Suche nach versteckten Laptops begeben um so die VR-
Missionen freizuschalten.
Grafik
Technisch wurde Metal Gear Rising Revengeance gut umgesetzt, leidet jedoch an
kleineren Problemen. Manchmal kämpft das Spiel nämlich an Detailarmut oder
leicht verschwommenen Texturen. Leider ist auch die Kamera nicht immer perfekt
positioniert. Zwar lässt sie sich oftmals gut justieren, dennoch gibt es immer
wieder Probleme, wenn zuviele Gegner gemeinsam am Bildschirm sind und euch die
Sicht genommen wird. Da hilft dann auch kein Nachjustieren mehr und man kann
nicht mehr gezielt angreifen und ist von Glückstreffern abhängig. Schön sind
dafür die Effekte und die Zwischensequenzen, die durchaus Filmqualität haben.
Auch die Kampfsequenzen samt Zeitlupenmomente sehen wahnsinnig gut aus.
Sound
Die akustische Sounduntermalung wurde dem hohen Spieltempo angepasst und trägt
den Spieler durch das Spiel. Dabei wird man zu den Situationen passenden und
sehr gut abgemischten Soundeffekten verwöhnt. Schade ist, dass bei der
Vertonung gespart wurde. So gibt es keine deutsche Sprachausgabe und auch die
englische Sprache ist in manchen Momenten alles nur nicht Lippensynchron.
Wenigstens gibt es deutsche Untertitel, die das Spiel so auch für nicht
englisch sprechende spielbar macht.
Fazit
da es eine nicht so packende Geschichte hat und mit einem extremen Tempo
aufwartet. Mit einem höheren Schwierigkeitsgrad beginnt das Spiel mit der Zeit
immer mehr Spass zu machen und uns nicht mehr loszulassen. Es macht einfach
Freude sich durch die Gegnermassen zu kämpfen und sich an erfolgreichen
Kombinationen und Blocks zu erfreuen. Ein wenig Frustresistenz wird man
dennoch brauchen, da manche Szenen eine wahre Herausforderung sind. Dennoch
bleibt das Spiel dabei immer fair und nachvollziehbar. Bei der Technik gibt es
großteils nichts zu bemängeln, die meisten, kleineren Probleme lassen sich
entschuldigen. Action-Fans werden ihre pure Freude mit dem Spiel haben und wir
legen diesen das Spiel wahrlich ans Herz.






