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Review: Metal Gear Rising Revengeance

von Andreas · ca. 4 Min. Lesezeit
Metal Gear Rising Revengeance

Seit bereits 25 Jahren fesselt Hideo Kojima mit der Metal Gear Reihe die

Spieler auf der ganzen Welt und obwohl er seit Jahren meint, dass er aufhören

will, hat er uns mit Metal Gear Rising Revengeance den nächsten Titel

geliefert. Abseits der Hauptsage haben wir uns mit Raiden durch das

Hack'n'Slay geschlitzt um euch unseren Eindruck davon schildern zu können.

Wer sich mit der Metal Gear Reihe genauer beschäftigt hat, der weiß die tolle

Geschichte mit den hollywoodreifen Strängen zu schätzen. Leider kommt der

neueste Ableger nicht ganz an die Vorgänger heran. Die Geschichte beginnt in

Afrika, circa vier Jahre vor den Ereignissen von Metal Gear Solid 4. Er ist

bei einer privaten Sicherheitsfirma angestellt und soll den Premierminister N

´Mani eskortieren. Das rivalisierende Unternehmen Desperado Enforcement hat

etwas dagegen und Mitglieder davon entführen den Premier und töten alle

Zeugen. Raiden versucht dies zu verhindern und stürzt sich in den Kampf gegen

die Cyborg-Soldaten. Wir heften uns den Entführern an die Fersen, die sich mit

einem Zug aus dem Staub machen können und kommen am Ende knapp zu spät. Der

Ministerpräsident wird ermordet und Raiden verliert im Kampf sein linkes Auge

und seinen linken Arm, was dieser mit dem Satz "Verdammt! Nicht schon

wieder..." kommentiert. Gottseidank sind wir jedoch in der Zukunft und so

bekommt Raiden einen Chip ins Auge und einen verbesserten Arm angeschraubt.

Doch warum eigentlich das Ganze? Unsere Feinde haben genug vom Frieden und

sehnen sich nach Krieg. Nebenbei gibt es die Verschwörung, dass

Strassenkindern Organe entnommen werden um sie Cyborgs zu implantieren. Wir

versuchen nun natürlich mit Raiden alles aufzudecken und einen globalen Krieg

zu verhindern. Nebenbei versucht er seine Vergangenheit als Kindersoldat zu

überwinden und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

Da Platinum Games an der Entwicklung beteiligt war, ist das Gameplay

genausogut umgesetzt, wie schon bei Bayonetta oder Vanquish. Uns stehen starke

und schwache Angriffe zur Verfügung, die zu kraftvollen Kombos verbunden

werden können. Als Spezialangriff steht uns per linker Schultertaste der

"Klingenmodus" zur Verfügung mit dem wir nahezu alles zerlegen können.

Soldaten, die wir in hundert Teile zerlegen, ist keine Seltenheit. Stellt man

sich dabei recht geschickt an, kann man per Knopfdruck das Rückgrat der

Cyborgs freilegen und somit die Gesundheits- und Energieleiste auffüllen.

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Ebenso wichtig ist jedoch auch das Blocken, denn ohne den Schutz des eigenen

Körpers ist es recht schnell wieder zu Ende. Da man die Steuerung jedoch sehr

schnell verinnerlichen kann und sie euch nie im Stich lässt, hilft sie euch

erfolgreich durch das Spiel zu kommen und jeden Gegner zu besiegen.

Generell ist das Spiel recht schnell gehalten und man kämpft sich zügig durch

die Level und befördert einen Gegner nach dem anderen ins Jenseits.

Zwischendurch stellt sich uns ein Zwischenboss in den Weg, der etwas mehr

kämpferischen Aufwand von uns verlangt. Denn jeder ist auf eigene Art und

Weise einzigartig und muss auf andere Art und Weise besiegt werden. Nach sechs

bis sieben Stunden seht ihr auch schon den Abspann der Geschichte. Ihr könnt

euch noch auf die Suche nach versteckten Laptops begeben um so die VR-

Missionen freizuschalten.

Grafik

Technisch wurde Metal Gear Rising Revengeance gut umgesetzt, leidet jedoch an

kleineren Problemen. Manchmal kämpft das Spiel nämlich an Detailarmut oder

leicht verschwommenen Texturen. Leider ist auch die Kamera nicht immer perfekt

positioniert. Zwar lässt sie sich oftmals gut justieren, dennoch gibt es immer

wieder Probleme, wenn zuviele Gegner gemeinsam am Bildschirm sind und euch die

Sicht genommen wird. Da hilft dann auch kein Nachjustieren mehr und man kann

nicht mehr gezielt angreifen und ist von Glückstreffern abhängig. Schön sind

dafür die Effekte und die Zwischensequenzen, die durchaus Filmqualität haben.

Auch die Kampfsequenzen samt Zeitlupenmomente sehen wahnsinnig gut aus.

Sound

Die akustische Sounduntermalung wurde dem hohen Spieltempo angepasst und trägt

den Spieler durch das Spiel. Dabei wird man zu den Situationen passenden und

sehr gut abgemischten Soundeffekten verwöhnt. Schade ist, dass bei der

Vertonung gespart wurde. So gibt es keine deutsche Sprachausgabe und auch die

englische Sprache ist in manchen Momenten alles nur nicht Lippensynchron.

Wenigstens gibt es deutsche Untertitel, die das Spiel so auch für nicht

englisch sprechende spielbar macht.

Fazit

Andreas
Andreas
YouGame Redaktion
Metal Gear Rising Revengeance ist nicht mit seinen Vorgängern zu vergleichen,

da es eine nicht so packende Geschichte hat und mit einem extremen Tempo

aufwartet. Mit einem höheren Schwierigkeitsgrad beginnt das Spiel mit der Zeit

immer mehr Spass zu machen und uns nicht mehr loszulassen. Es macht einfach

Freude sich durch die Gegnermassen zu kämpfen und sich an erfolgreichen

Kombinationen und Blocks zu erfreuen. Ein wenig Frustresistenz wird man

dennoch brauchen, da manche Szenen eine wahre Herausforderung sind. Dennoch

bleibt das Spiel dabei immer fair und nachvollziehbar. Bei der Technik gibt es

großteils nichts zu bemängeln, die meisten, kleineren Probleme lassen sich

entschuldigen. Action-Fans werden ihre pure Freude mit dem Spiel haben und wir

legen diesen das Spiel wahrlich ans Herz.
Grafik
8/10
Sound
8/10
Gameplay
8/10
Spielspaß
9/10