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Review: The Unfinished Swan

von Andreas · ca. 3 Min. Lesezeit
The Unfinished Swan

Während viele grosse Entwicklerstudios an Ideenmangel leiden, schaffen es kleine Indie-Studios immer wieder zu

überraschen und Titel zu veröffentlichen, die einen von den Socken hauen. Genau so ein Spiel ist The

Unfinished Swan, dass uns schon bei der Präsentation auf der Gamescom überraschte. Nun ist das Spiel von Giant

Sparrow auf dem Playstation Network erschienen und wir haben das Spiel nun genauer unter die Lupe genommen.

The Unfinished Swan ist vollkommen anders als alles, was ihr bisher gesehen habt. Aber bevor wir auf das

vollkommen neue Spielprinzip eingehen, wollen wir einen Blick auf die Grundgeschichte eingehen. Der kleine

Monroe hat seine Mutter verloren und an Mangel an Verwandschaft muss er ins Heim ziehen. Seine Mutter war eine

begnadete Malerin, hat es jedoch nie geschafft eines ihres Bilder zu beenden. Als Erinnerung an seine Mutter

darf Monroe ein Bild mitnehmen und er entscheidet sich für den unvollendeten Schwan ohne zu wissen, wo ihn das

hinführen wird. Denn unverhofft landet Monroe plötzlich im Gemälde und sieht den Schwan türmen, wo es nun an

uns liegt das Federtier zu finden und wieder aus dem Bild zu kommen.

Doch aller Anfang im Spiel ist schwer, denn das Spiel beginnt mit einem vollkommen weißen Bildschirm und ohne

einen einzigen Ton Musik. Klassisch probiert man die Tasten am Controller durch in Panik, dass sich die

Konsole aufgehängt haben könnte und ist dann umso überraschter, wenn man merkt, dass man schwarze Farbkleckse

abschießen kann um in klassischer Shooter-Manier die Welt einzufärben. Recht schnell merkt man, dass man sich

nicht in einem Haus oder strukturlosem Raum befindet, sondern bekommt durch das Einfärben eine Seenlandschaft

zu sehen durch die man sich auf der Suche nach dem Schwan zunächst durchkämpfen muss. Aber mit der Zeit färbt

man auch ganze Gebäude ein oder löst mit einem Farbtupfer ganze Pflanzenranken aus, die einem neue Wege

ermöglichen. Es gibt noch ein paar weitere interessante Ideen, die wir euch aber nicht verraten wollen, damit

ihr das Spiel noch selbst erforschen könnt.

Nach circa vier Stunden wird der durchschnittliche Spieler alle Geheimnisse im Spiel entdeckt haben, wobei

eine Spielzeit schwer vorherzusagen ist, da wohl jeder Spieler anders vorgehen wird. Denn während der eine

Spieler sehr effektiv vorgeht und nur das wichtigste einfärbt, wird der andere Spieler möglichst viel

einfärben um die ganze Welt zu sehen zu bekommen und auch alle Balloons, die einzig bunten Gegenstände im

Spiel, einsammeln. Einen grossen Wiederspielwert gibt es nicht, denn den grossen Zauber und das Erlebnis eine

neue Welt zu entdecken, funktioniert nur beim ersten Mal. Denn man wird ohne grosse Erklärung einfach im Spiel

abgestellt und außer kurzen Cutscenes zwischen den vier Kapiteln und einzelnen Märchenbuchseiten gibt es nicht

viel, was die Hintergrundgeschichte erklärt und weiterspinnt. Im Grunde muss man selbst schauen, wie man

weiterkommt, welche Rolle der Schwan spielt, was es mit dem seltsamen König dieser Welt auf sich hat und wie

man sich durch die Welt samt seiner Rätsel durchschlägt.

Grafik

Die Grafik in einem Spiel wie The Unfinished Swan zu bewerten, ist nicht einfach. Immerhin beruht das ganze

Spiel auf einer weißen Grundfläche, die mit schwarzen Farbklecksen eingefärbt wird. Dabei bleiben die

Gegenstände und die Umgebung recht minimalistisch gehalten, die vollkommen ohne Effekte oder anderen

Spielerein auskommen müssen. Die Grafik hat wortwörtlich seine Ecken und Kanten, dennoch passt dies perfekt

zum Spielprinzip und gelungenen Atmosphäre.

Sound

Wie schon erwähnt, beginnt das Spiel in absoluter Stille, doch je weiter man im Spiel kommt, umso mehr

steigert sich diese. Sie bleibt zwar stets dezent im Hintergrund, untermalt die Szenerie aber perfekt und baut

eine unbeschreibliche Atmosphäre auf. Die Soundumsetzung lebt nicht von den grossen Effekten, jedoch von Musikstücken, die bis ins Unterbewusstsein eindringen und die Spannung in den richtigen Momenten mitunterstützt.

Fazit

Andreas
Andreas
YouGame Redaktion
Die Präsentation von The Unfinished Swan auf der Gamescom konnte mich bereits überzeugen und hatte hohe

Erwartungen mit leichten Zweifeln geweckt. Denn das Spielprinzip mit seinen originellen Rätseln sorgt für

einige unterhaltsame Stunden. Ich persönlich hatte Angst, dass das Spielprinzip nach kurzer Zeit langweilig

wird, doch ich wurde positiv überrascht. Man taucht schnell in das Spiel ein und will nicht mehr aus der

Spielwelt auftauchen, sondern mit Monroe immer weiter eintauchen und mehr von der Welt erkunden. Schade ist, dass nach circa vier Stunden im Grunde alles schon wieder aus ist. Einen großen Wiederspielwert hat The Unfinished Swan auch nicht. Dennoch sollte man sich das Spiel nicht entgehen lassen, denn auch ihr werdet mit offenem Mund vor dem Fernseher sitzen.
Grafik
8/10
Sound
8/10
Gameplay
9/10
Spielspaß
9/10