Wir ahnen bereits seit Monaten, dass Zombies das nächste große Thema werden und anscheinend haben wir recht. Nach The Walking Dead ist nun
mit Deadlight das nächste Spiel mit der Thematik am Markt gelandet. Wir haben uns den nächsten Titel des Summer of Arcade genauer
angesehen.
Randall Wayne ist am Boden zerstört, denn seine Familie ist verschwunden, sein Leben ein Scherbenhaufen und er ist nahe dran den Verstand
zu verlieren. Doch er will dies alles wieder in den Griff bekommen und befindet sich auf seiner persönlichen Reise durch eine Welt, die von
Zombies beherrscht wird. Der Kanadier ist jedoch kein Held, sondern nur Vater und Ehemann, der seine Familie sucht. Gemeinsam mit anderen
Überlebenden kämpft er sich durch die Geisterstädte, doch eines Tages werden sie von den sogenannten Schatten, wie die Zombies genannt
werden, überrascht und die Gruppe geteilt. Randall gibt jedoch nicht auf und macht sich alleine weiter auf den Weg Richtung Seattle, wo
seine Familie und Rettung warten soll.
Deadlight entspricht von der Aufmachung her einem klassischen 2D-Sidescroller, wo ihr meistens von links nach rechts laufen müsst und die
unterschiedlichsten Hindernisse überwinden müsst um euren Charakter durch die Städte zu führen. Ihr müsst dabei aber immer auf die Untoten
achten, die euch nahezu die ganze Zeit jagen. Während zu Beginn des Spieles Flucht eure einzige Option ist, bekommt ihr im Laufe der Zeit
eine Axt, einen Revolver und eine Flinte, mit der ihr euch verteidigen könnt, wobei das Hauptaugenmerkt dabei nie in den Shooter-Bereich
abrutscht. Meistens versucht ihr nämlich einfach nur davonzukommen, denn auch der Kampf gegen die Zombies verbraucht eure Energie und
Munition für eure Schusswaffen ist sehr beschränkt. Große Sorgen muss man sich dennoch nicht machen, denn selbst, wenn ihr keine Energie
mehr habt, könnt ihr euch noch wehren, euer Charakter schlägt nur um einiges langsamer zu.
Aber nicht nur die Zombies quälen Randall, sondern auch die eigene Psyche, weshalb er all seine Gedanken zu Blatt bringt. Die ersten Seiten
seines Tagesbuches könnt ihr schon zu Beginn lesen um so ein wenig über die bisherigen Geschehnisse zu erfahren. Manche Seiten fehlen
jedoch, weshalb ihr diese im Laufe eurer Reise finden müsst. Aber auch andere Objekte warten von euch entdeckt zu werden, wie
Zeitungsartikel, Memos, Ausweise und andere Artikel verstorbener Menschen. Mit diesen Gegenständen bekommt das Spiel Tiefe und ihr erfahrt
mehr über die Geschehnisse und Schicksale anderer Personen und wie hoffnungslos die aktuelle Weltlage ist.
Grafik
Obwohl Deadlight ein Arcade-Titel ist, haben die Entwickler extrem viel Mühe in die grafische Umsetzung gesteckt. Die Welten sind
wunderschön umgesetzt und überall gibt es Details zu bewundern. Auch die Charaktere bewegen sich realistisch durch die Gegend und lassen
keine Kritik aufkommen. Deadlight ist der Beweis, dass wenn man genügend Energie in ein Projekt steckt, es zu einer kleinen Perle werden
kann, wobei man nicht außer acht lassen sollte, dass den Entwicklern die Unreal Engine 3.5 zur Verfügung stand.
Sound
Auch die musikalische Umsetzung wurde sehr gut umgesetzt und passt sich dem Spielgeschehen an und untermalt die Szenen mit angenehmer
Musik, die nie zu sehr in den Vordergrund rückt. Einzig bei der Sprachausgabe zeigt das Spiel kleine Schwächen, wo uns die englische Stimme
von Randall nicht ganz überzeugen konnte. Schade ist auch, dass es keine deutsche Sprachausgabe gibt, hier muss man sich mit Untertiteln
zufrieden geben.
Fazit
ich nicht aufhören zu spielen. Viel zu sehr hat mich das Spiel und die Atmospähre an die Konsole gebunden, denn Randalls Suche nach Frau
und Kind ist bis zum Ende spannend. Gerade die Rätsel und Sprungeinlagen machen Spass. Einziges Manko ist das etwas träge Kampfsystem und
die fehlende deutsche Synchronisation. Fans von Zombies und klassischen Action-Adventures sollten aber auf jeden Fall zugreifen, Deadlight
darf man nicht verpassen.






