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Review: Wreckateer

von Andreas · ca. 3 Min. Lesezeit
Wreckateer

Oft sind es die einfachen Spiele, die unheimlich viel Spass machen. Spiele, wo man selbst die vollständige Kontrolle hat und man im Grunde

selbst den Erfolg oder Misserfolg beeinflusst und man sich oft auch über das Quentchen Glück freut. Ein gutes Beispiel für so ein Spiel ist

das weltweit beliebte Angry Birds. Doch kann man dies auch von der seitlichen 2D-Ansicht in die Ego-Perspektive transportieren? Die

Entwickler vom Iron Galaxy Studio haben genau dies mit Hilfe von Kinect probiert. Was dabei entstanden ist, haben wir uns genauer

angesehen.

Im Zuge der E3 wurde Wreckateer der Öffentlichkeit vorgestellt und sofort gab es sehr gemischte Meinungen dazu, was man sich den von dem

Spiel erwarten könne und ob es überhaupt funktionieren werde. Wir können beruhigt sagen, ja es funktioniert und macht dabei unheimlich viel

Spass. Das Konzept ist sehr einfach gehalten, denn die einzige Aufgabe besteht darin auf eine Burg zu ziehlen und mit unterschiedlicher

Munition darauf zu schießen. Die Ausführung ist kinder-einfach und macht Wreckateer zu einem extrem spassigen Puzzle-Spiel.

Ihr seid ein Einsteiger unter zwei älteren Wreckateers und lernt von ihnen die Methoden um Goblin-Festungen zu zerstören. Dies geht

natürlich am besten aus der Entfernung mit Balisstas und so beginnt ihr eure Zerstörungen mit einfachen Steinen um mit der Zeit weitere

Munition freizuschalten, wobei jede mit viel Körpergefühl gesteuert werden muss. Denn es ist nicht nur die Aufgabe zu ziehlen und zu

schießen. Auch in der Luft müsst ihr euch körperlich anstrengen um euren Schüssen einen Spin mitzugehen, große Steine in mehrere kleine

zerspringen zu lassen oder mit fliegenden Bomben Punkte einzusammeln. Aber nichts toppt das Gefühl, wenn ihr mit eurem Schuss wieder eine

Koboldburg dem Boden gleich gemacht habt. Die Schwierigkeit dabei ist, dass ihr eure Munition nicht selbst auswählen könnt, sondern sie

euch für jedes Level vorgegeben wird. Da jedes der 60 Level vollkommen unterschiedlich ist, müsst ihr gut überlegen, wie ihr eure Strategie

anlegt.

Von der Steuerung hat, gab es im Test keine Probleme, die Bewegungen wurden immer erkannt, liegt aber vielleicht auch daran, dass man nicht

die große Auswahl an Möglichkeiten hat. Hier haben die Entwickler genau hingesehen und gewusst, was mit Kinect möglich ist und was nicht

und haben Wreckateer perfekt angepasst, sodass man mit der Zeit völlig intuitiv das Spiel steuert. Was man jedoch nicht außer acht lassen

sollte, ist der Platz im Zimmer den das Spiel für die Steuerung vom Spieler verlangt. Gerade seitlich solltet ihr alles wegräumen.

Grafik

Das Spiel sieht nicht schlecht aus und reiht sich qualitativ in die Reihe vieler anderer Arcade-Spiele auf der Xbox 360 ein. Wobei dies

eigentlich schade ist, denn es wäre sicher mehr möglich gewesen. Zwar gibt es Unterschiede in den Levels, aber dennoch haben sie nichts,

was unvergesslich bleibt, da sich die Levels vom Aufbau und Design viel zu ähnlich sind. Wir hätten uns mehr Details gewünscht, vor allem

beim Zerfall der Burgen. Statt Explosionen erwarten uns zusammenbrechende Würfel. Unweigerlich kommt die Erinnerung an Dosenwerfen auf.

Sound

Die Musik passt zum Spiel und untermalt wie leichte Fahrstuhlmusik mit mittelalterlichem Charme das Spielgeschehen. Positiv erwähnen muss

man unsere zwei Lehrer, die mit ihren witzigen Kommentaren für so einige Lacher sorgen. Sei es, wenn sie versuchen uns gute Tipps zu geben

oder einen mislungen Versuch kommentieren. Ein absolutes Highlight in Wreckateer.

Multiplayer

Ein Mehrspieler-Modus wurde dem Spiel leider nicht gegönnt. Dennoch gibt es ein Online-Leaderboard, wo ihr eure Ergebnisse mit den eurer Freunde und anderer weltweiter Spieler vergleichen könnt. Die direkte Möglichkeit hätte sicher Spass gemacht, aber wir wollen uns hier jetzt nicht beschweren, da Aracade-Spielen sehr selten Mehrspielermodi gegönnt werden.

Fazit

Andreas
Andreas
YouGame Redaktion
Wreckateer macht wirklich Spass und zeigt, dass man mit Kreativität noch viel aus Kinect holen kann. Das Spiel begeistert mit seiner

intuitiven Steuerung und fordert mit seinen 60 unterschiedlichen Levels. Gesamt leidet das Spiel jedoch etwas unter der etwas

unspektakulären grafischen Umsetzung, wo mehr herauszuholen gewesen wäre, und dem Langzeitspielspass, da sich irgendwann die Level doch zu

sehr ähneln. Dennoch funktioniert der Puzzlespass und fesselt an die Xbox 360. Als Spiel für zwischendurch legen wir es Kinect-Spielern

durchaus ans Herz. Wir gehen jetzt auf jeden Fall noch ein paar Goblin-Burgen zerstören.
Grafik
6/10
Sound
7/10
Gameplay
8/10
Spielspaß
8/10