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Review: Tiger Woods PGA Tour 13

von Andreas · ca. 4 Min. Lesezeit
Tiger Woods PGA Tour 13

923 Tage dauerte die Siegespause von Tiger Woods, doch vor wenigen Tagen konnte der ehemalige

Weltranglisten-Erste beim Arnold Palmer Inventional seinen 72. PGA-Tour-Sieg holen. Nun

wenige Tage später ist Tiger Woods PGA Tour 13 erschienen und auch hier versucht Electronic

Arts an alte Erfolge anzuschließen. Ob dies gelungen ist, haben wir versucht herauszufinden.

Für die Allgemeinheit zählt Golf nicht wirklich zu den spannendsten Sportarten und sieht nach

einem gemütlichen Spaziergang über perfekt gepflegte Rasenflächen mit ein paar Schlägen

zwischendurch aus. Ähnlich verhält es sich auch bei den meisten Videospielumsetzungen, die

den Spieler entweder kaum an die Konsole fesseln können oder so kompliziert sind, dass man

das Spiel nicht durchschaut. Auf der anderen Seite gibt es die Golf-Fans, die von der

Sportart nicht genug bekommen können und das dazupassende Spiel ist ohne Zweifel Tiger Woods

PGA Tour 13. In keinem anderen Spiel gibt es soviele Original-Plätze und -Spieler.

Während man in den letzten Versionen teilweise die Neuerungen mit der Lupe suchen musste, hat

EA Sports dieses mal ein paar größere Updates integriert. Die interessanteste Neuerung ist

die erstmalige Kinect-Integrierung, wodurch das ganze Gameplay mit dem Körper und

Sprachbefehlen gesteuert werden kann. Die Steuerung funktioniert dabei vollkommen reibungslos

und reagiert sehr fein auf die jeweiligen Bewegungen. Man ist zwar nicht ganz so genau, wie

mit einem Controller, wenn man die Bewegungen nur recht schlampig ausführt. Bemüht man sich

aber, schauen durchaus respektable Ergebnisse am Ende heraus. Natürlich ist es jedoch auch

weiterhin möglich das Spiel mit dem Controller zu steuern und dank Tutorial hat man auch hier

in kürzester Dauer den Dreh raus. Selbst Spieler, die keine Ahnung von Golf haben, werden

keine allzu großen Probleme haben und wenn man mal nicht weiter weiß, fragt man einfach den

Caddy um Rat. Dies geht natürlich nur in den leichteren Schwierigkeitsgraden.

Neben Tiger Woods wurden noch 21 weitere bekannte Golfspieler umgesetzt. Fans der Sportart

werden also den einen oder anderen Spieler eindeutig erkennen können. Wer sich selbst im

Spiel sehen will, nützt einfach den Editor und bastelt sich seinen eigenen Charakter. Nun

kann man sich seiner Karriere widmen oder die Karriere von Tiger Woods nachspielen, mit allen

Höhepunkten seines Lebens - begonnen bei seinen ersten Versuchen im Garten über sein erstes

Hole-in-One bis zu seinen Major-Turniersiegen, wo ihr den weltbesten Golfspieler sogar bis zu

seinem 19. Major-Sieg führen könnt und somit den Weltrekord aufstellen könnt.

Erwähnen muss man die von EA gewählte Taktik im Spiel Geld zu verdienen. So ist ein Teil des

Spieles nur durch langwieriges Spielen freizuschalten. Wer jedoch diese Zeit nicht

investieren will, kann sich um echtes Geld gewisse Dinge freischalten. Ob man dies als reine

Abzocke sehen will oder als Möglichkeit Gelegenheitsspielern die Möglichkeit zu geben auch

alles freizuschalten, darf jeder für sich selbst entscheiden.

Grafik

Auf den ersten Blick sieht das Spiel wunderschön aus, denn die Kurse wurden detailreich

umgesetzt und ein realistisches Schattenspiel weiß zu begeistern. Schaut man jedoch etwas

genauer hin, bemerkt man Schwächen, wie teilweise kantige Landschaften, schwammige

Effektumsetzungen und ein Publikum, das enttäuscht. Positiv erwähnen muss man jedoch wieder

die Darstellung des eigenen Charakters, bei dem Haare und Kleidung realistisch im Wind wehen.

Die Entwickler hätten ruhig etwas mehr Zeit in die Gesamtgrafik investieren können.

Sound

Im musikalischen Bereich hält sich das Spiel eher zurück. Der Kommentator ist gut umgesetzt

und erinnert an TV-Übertragungen, wobei lobenswert ist, dass sich kaum ein Satz in kürzerer

Zeit wiederholt hat. Während den Spielen gibt es auch keine Musik, dafür nette Sound-

Umsetzungen, wie zwitschernde Vögel oder den Wind. Auch das Publikum unterstützt die Stimmung

bei den Turnieren. Gut gewählt auch die Musik in den Menüs, die man leider nicht auch im

Spiel aktivieren kann.

Multiplayer

Im Multiplayer-Bereich hat sich EA einiges überlegt. Nicht nur, dass man online und offline

zu viert spielen kann, so gibt es auch den Club-Modus, wo sich verschiedene Spieler gemeinsam

in einem Country-Club versammeln. Sämtlich online und offline erspielten Punkte werden diesem

Club angerechnet und kommen allen Mitgliedern zu gute. So kann man sich zum Beispiel auf

diese Art neuen Content freispielen. Ebenso wird regelmäßig ein Club-Kapitän ermittelt, der

dann auch zu speziellen Events und Turnieren eingeladen wird und gegen andere Club-Kapitäne

antreten darf.

Fazit

Andreas
Andreas
YouGame Redaktion
Wer die Angst hatte, dass PGA Tour 13 nur ein Update ist und nichts neues zu bieten hat, der

wird angenehm überrascht sein, wenn er die ersten Stunden gespielt hat. Es gibt einige

Neuerungen, die den aktuellsten Teil der Golf-Serie wirklich lohnenswert machen. Zwar gibt es

immer noch Bereiche, die man verbessern könnte, wie zum Beispiel die Grafik, die gerade beim

Publikum verbesserungswürdig ist. Dennoch sind die neuen Features, wie die Kinect-

Integrierung sehr gut umgesetzt und so kann man auch hier getrost sagen, der Tiger findet zu

seiner alten Stärke zurück.
Grafik
7/10
Sound
9/10
Multiplayer
9/10
Gameplay
9/10
Spielspaß
9/10