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Review: Just Dance 3

von Andreas · ca. 4 Min. Lesezeit
Just Dance 3

Obwohl Just Dance einige Schwächen hatte, konnte das Spiel schnell eine

Anhängerschaft finden und tausende Spieler am Nintendo Wii überzeugen und

begeistern. Nun erscheint das Spiel mit seinem dritten Teil erstmals auf den Next

-Gen-Konsolen und versucht die etwas anderen Körper-Steuerungs-Methoden

auszunützen. Anders als auf der Nintendo Wii werden jedoch auf der Xbox 360 nicht

nur die Handbewegungen erkannt und bewertet, sondern der ganze Körper. Wie gut

dies umgesetzt wurde und ob sich das Spiel gegen die starke Konkurrenz auf der

Konsole durchsetzen kann, haben wir uns tänzerisch genauer angesehen.

Ubisoft präsentiert uns Just Dance 3 als buntes Erlebnis, das etwas an die

Flowerpower erinnert. Überall gibt es grelle bis neonbunte Farben, die dem Spiel

einen ganz eigenen Stil geben. Hier hat sich jedoch seit dem ersten Teil kaum

etwas verändert, weshalb sich Wii-Spieler sofort heimisch fühlen werden. Aber auch

die Hauptkriterien, warum das Spiel so beliebt war, sind noch immer die selben

geblieben. Der Einstieg ist schnell und einfach, es gibt eine gute Songauswahl

unter den 49 Liedern und es macht einfach unheimlichen Spass. Unter den Liedern

ist für jeden etwas dabei und manche Lieder glänzen sogar mit

Gruppenchoreographien. Man muss sich nur vor die Konsole stellen, den eigenen

Stolz verlieren und versuchen die gezeigten Bewegungen einfach nachzumachen. Egal,

ob man selbst tanzt oder zuschaut, wenn mehrere Spieler dabei sind, begeistert das

Spiel nach kürzester Zeit alle Anwesenden.

Ubisoft hat sich die Umsetzung für die Xbox 360 nicht einfach gemacht, denn statt

eine einfache Portierung von der Wii, wo nur der Oberkörper über die Controller

erkannt werden, wird nun erstmalig beim dritten Teil der ganze Körper erkannt. Je

nachdem, wie gut man sich selbst einschätzt, kann man jedoch selbst Anhand der

Einstellung des Schwierigkeitsgrades festlegen, ob nur der Oberkörper oder doch

der ganze Körper erkannt werden soll. Tanzt man die Schritte erfolgreich nach,

sammelt man Sterne für die Mojo-Leiste, durch die man weitere Tänze oder Modi

freischalten kann. Füllen kann man die Leiste auch, wenn man in den richtigen

Momenten die Lieder mitsingt, was das Tanzen noch schwieriger macht. Einfach sind

die Tänze auf keinen Fall und auf Anhieb wird man keinen einzigen schaffen, da die

Anzeigen oft sehr wenig aussagekräftig sind und man erst weiß, was zu tun ist,

wenn es einem schon vorgetanzt wird. Mit der Zeit lernt man jedoch die Tänze und

Anzeigen und freut sich über den eigenen Lernerfolg.

Obwohl sich Ubisoft redlich bemüht hat, schafft Just Dance auch nicht die perfekt

Bewegungserkennung. Nicht oft, aber doch merklich, werden einzelne Bewegungen

falsch oder gar nicht erkannt. Bei manchen Choreographien wiederum ist es ganz

egal, wie genau sie ausgeführt werden, solange die Anfangs- und Endposition

stimmen. Auffällig ist, dass Fehler immer zu Gunsten des Spielers ausfallen, heir

wollten die Entwickler den Spass über den Erkennungswert stellen. Im direkten

Vergleich muss man jedoch sagen, dass Dance Central die Bewegungen genauer

erfasst.

Ein weiterer, interessanter Modus ist der "Just Create"-Modus, wo man für die

Lieder eigene Tänze entwerfen kann. Ist man zufrieden damit, speichert man sie ab

und kann die neuen Choreographien bei der nächsten Spielesession mit Freunden

ausprobieren und anbieten. Die eigene Figur wird dann im selben Neon-Look

umgesetzt, wie die anderen Vortänzer. Schade ist, dass man nicht zu allen Lieder

die Choreographien online austauschen kann. Ein Karrieremodus wurde zwar nicht

integriert, geht aber auch nicht wirklich ab, bei der restlichen Auswahl an

Spielmöglichkeiten.

Grafik

Bunt, grell und absolut auffällig ist der Grafikstil bei Just Dance 3, welchen man

entweder mag oder sich damit überfordert fühlt. Generell passt das Design zur

Thematik. Schade ist, dass obwohl man die original Stimmen hat, nicht auch die

Original-Videos irgendwo eingeblendet bekommt, da man dann als Spieler etwas

stolzer wäre, wenn man die Schritte seines Idols nachtanzt.

Sound

Natürlich hat Ubisoft einen hohen Wert auf die Musik gelegt und diese ist gut

umgesetzt worden. Für jeden Geschmack ist etwas dabei, egal ob Party Rock Anthem

von LMFAO oder No Limit von 2 Unlimited, es ist versucht worden für jeden etwas zu

beizulegen. Damit einem nicht langweilig wird, gibt es am xbox Live Marktplatz

weitere Lieder zum Download.

Multiplayer

Anders als bei der Wii, können bei der Xbox 360 Version sogar vier Spieler

gleichzeitig spielen. Man braucht sich gar nicht gross anzumelden, es reicht sich

vor Beginn des Liedes in eines der vier farbigen Vierecke zu stellen und schon ist

man Teil der nächsten Runde. Gerade zu viert macht das Spiel wirklich Spass, vor

allem, wenn man Lieder tanzt, wo es Choreographien gibt, wo alle vier Spieler

miteinander agieren müssen. Just Dance 3 ist ein Spiel, dass auf keiner Party

fehlen sollte.

Fazit

Andreas
Andreas
YouGame Redaktion
Was zwei Teile zuvor schon funktioniert hat, funktioniert auch beim dritten Mal.

Der mutige Schritt das Spiel auf die Xbox 360 zu bringen, hat sich ausgezahlt.

Zwar gibt es noch vereinzelte Schwächen, wie teilweise wenig aussagekräftige

Anzeigen oder eine teils ungenaue Körpererkennung, dennoch macht das Spiel jede

Menge Spass und darf eigentlich auf keiner Party fehlen. Die großartige

Songauswahl beinhaltet für jeden Geschmack etwas und die Möglichkeit eigene

Choreographien umzusetzen dürfte für Tänzer durchaus ein weiterer Kaufanreiz sein.
Grafik
8/10
Sound
9/10
Multiplayer
8/10
Gameplay
8/10
Spielspaß
8/10