Wenn ein Animationsfilm ist Kino kommt, dann muss man nicht lange auf das dazugehörige Videospiel warten, so wie es nun auch mit Rango der Fall ist. Electronic Arts haben sich mit Artificial Mind & Movement die Aufgabe gesetzt den Film von Paramount Pictures umzusetzen und uns in die Rolle des Chamäleons Rango schlüpfen zu lassen. Ihr müsst wieder die Stadt Dirt vor einer Verschwörung retten und bekommt es dabei mit vielen Charaktären aus dem Film zu tun. Wir haben uns das Spiel genaue angesehen.
Im Spiel dürft ihr in die Rolle des Hauptcharakters Rango schlüpfen, der beste Sheriff, den die Stadt Dirt je gesehen hat. Das Spiel setzt dabei nach den Ereignissen des Filmes ein und erzählt euch eine vollkommen neue Geschichte rund um eine Verschwörung des Bösewichten Bad Bill, der Beans' Vater entführt hat. Rango ist dabei ein klassisches Jump 'n' Run, wo ihr euch die durch die Landschaften bewegt, hüpft und rollt und dazwischen Gegner niederschlagt oder mit eurer Kanone abschießt. Zwischendurch dürft ihr auf den verschiedensten Schienen oder Kabeln durch die Gegend grinden oder auf Tieren durch Canons reiten oder fliegen. Ihr erkundet dabei bereits aus den Film bekannte Orte, teilweise werden euch auch vollkommen neue Welten gezeigt. Die Level sind dabei sehr linear aufgebaut und sind simpel gehalten um auch die jüngeren Spieler nicht zu überfordern. Immer wieder wurden kleine Rätsel eingebaut, die aber von jedem ohne Probleme gelöst werden können.
Auf eurem Weg findet ihr überall etwas zum Einsammeln. Am wichtigsten sind hier die Sheriffsterne, welche man dafür nahezu überall findet. Sei es versteckt in Kisten, in kleineren Rohstoffvorkommen, die ihr per Spitzhacke abbauen müsst oder von besiegten Gegnern liegen gelassen, Sterne werdet ihr viele sammeln, welche ihr dann bei Wounded Bird, dem ihr regelmäßig über den Weg rennt, gegen Upgrades eintauschen könnt. So werden eure weiteren Angriffe stärker, ihr findet mehr Sterne oder könnt schneller nachladen. Hier gibt es eine große Auswahl an Möglichkeiten sich das Spiel per Upgrades einfacher zu machen.
Grafik
Während die Zwischensequenzen noch überzeugen können und an die Kinoqualität anschließen können, schafft es das restliche Spiel nicht unbedingt an die Qualität anzuschließen. Die Außenwelt ist ziemlich eintönig gestaltet und wiederholt sich vielfach. Die Innenlevel schaffen es hier teilweise besser auszuschauen, wobei die letzten Level wieder sehr einfallslos wirken. AUch denn wenn das Setting nicht die größte Auswahl bietet, mit ein wenig mehr Liebe zum Detail hätte das ganze ein schöneres Endprodukt geliefert. Besser umgesetzt wurden die Charaktere, die gerade durch ihre Vielfalt überzeugen können. Kleinere Fehler wie plötzlich in der Ferne erscheinende Berge oder das eine oder andere Kantenflimmern muss man bei Rango verschmerzen können. Ebenfalls erwähnenswert ist auch die Kamera, die nicht überall drehbar ist und leider so in manchen Situationen dazu führt, dass man die Übersicht verliert.
Sound
Schade, dass sich nicht die Mühe gemacht wurde, die Original-Stimmen für das Spiel zu bekommen. Verwirrend ist bei der Sprachausgabe auch, dass die Figur nicht das selbe spricht, was in den Untertiteln geschrieben steht. Gerade Kinder wird dies verwirren, da Rango generell sehr schnell spricht. Auch sonstige Sprachsampels im Spiel wiederholen sich teilweise zu häufig und beginnen nach einiger Zeit sogar zu nerven. Wenigstens die Hintergrundmusik weiß zu begeistern und bleibt mit seiner Western-Musik auch in der Erinnerung hängen.






