Kinect ist in aller Munde und auch Sega hat es nicht nehmen lassen ein
Launchspiel zur neuesten Bewegungssteuerungen zu liefern. Doch kann
Sonic Free Riders aus der Masse der Launch-Titel herausstechen? Ist das
Spiel mehr als nur eine Sammlung von Mini-Spielen? Wir haben keinen
Schweiß und keine Mühen gescheut, das Spiel für euch zu testen.
Sonic Riders ist ein Hoverboard-Spiel, sozusagen ein fliegendes
Skateboard. Bereits auf anderen Konsolen, wie am Gamecube, auf der
Playstation 2 oder sogar am Nintendo Wii geb es bereits
Spieleveröffentlichungen der Serie, nun also auch auf der Xbox 360. Sinn
des Spieles ist es, auf geschlossenen Kursen möglichst schnell ins Ziel
zu kommen, die Kontrahenten auszuschalten und nebenbei noch Waffen und
Boost zu sammeln und im richtigen Moment zu verwenden. Ebenso
einzusammeln sind Sonic-typisch Ringe, die euch helfen euer Board zu
verbessern. Werdet ihr vom Gegner abgeschossen, verliert ihr Ringe und
somit unter Umständen auch eure Board-Level. Im Laufe des Spieles könnt
ihr mit den Münzen dann neue Boards kaufen oder diese durch zusätzliche
Teile verbessern.
Die Spielgeschichte ist nicht besonders originell, auch wenn Sonic
wieder einmal die Welt durch den Gewinn von Rennen retten soll, wo
jedoch auch Dr. Eggman die Finger im Spiel hat. Je nachdem welches Team
man wählt, warten dann auch unterschiedliche Missionen auf den Spieler.
Die Unterschiede zwischen diesen sind jedoch minimalst. Gut gelöst wurde
es jedoch, dass man einen sanften Einstieg ins Spiel bekommt und die
Missionen einen dazu animieren Spezialbewegungen zu vollführen. Ganze 16
Strecken stehen dabei zur Auswahl, wobei jeder Strecken auch ihre
Abkürzungen und Geheimnisse parat hat.
Gesteuert wird das Spiel vollständig mit dem Körper. Man steht dabei
vorm Fernseher wie auf einem Skate- oder Snowboard seitlich. Gesteuert
wird dabei mit Beckenbewegungen und antauchen kann wie am Skateboard. Um
Tricks zu machen, müsst ihr in die Luft hüpfen. Auch die Waffen müssen
dabei aktiviert werden, wobei hier jede Waffe ihre eigene Bewegung
verlangt. Die Bombe werft ihr wie einen Ball, die Bowling Kugel müsst
ihr richtig bowlen. Ebenso steuerbar sind Fahrräder. Hier müsst ihr in
der Luft einen imaginären Lenker halten, die restliche Steuerung bleibt
gleich. Ist nach einiger Zeit leicht ermüdigend in den Händen, dafür
ohne Problem auf einem Stuhl sitzend spielbar.
Solange man die Anweisungen am Bildschirm genau befolgt, geht die
Steuerung reibungslos von der Hand. Verwendet man aber zum Beispiel
schon die falsche Hand, erkennt das Spiel die Aktion nicht. Es dauert
ein wenig bis man alle Bewegungen richtig beherrscht, macht dann aber
umso mehr Spaß. Weniger gut funktioniert jedoch die Menüsteuerung, die
etwas komplizierter als notwendig, besser funktioniert hier eindeutig
die Sprachsteuerung, jedoch auch nur, wenn ihr eine gute englische
Aussprache habt.
Grafik
Grafisch wurde das Spiel im typischen Sonic-Design ausgeliefert, der
sofort einen Wiedererkennungswert hat. Schön ist, dass die Welt nicht
steril ist, sondern sich nahezu überall etwas bewegt. Die Strecken sind
schön unterschiedlich und fühlen sich einzigartig an. Egal ob sonnige
Urlaubslevel, beeindruckende Ruinen, kurvenreiche Schluchten und feucht
-fröhliche Wasserwelten, die unterschiedlichsten Strecken sind schön
umgesetzt. Zwar gibt es abundzu ein paar unscharfe Texturen, dafür rennt
das Spiel ohne Ruckler ab.
Sound
Der Sound wurde zwar gut umgesetzt, schade ist aber, dass auf die
deutsche Sprache verzichtet wurde. Einzig deutsche Untertitel helfen ein
wenig weiter. Schade ist, dass Aufgrund der fehlenden deutschen Sprache
auch die Sprachbefehle nicht ganz reibungslos funktionieren oder man
zumindest diese mit schöner englischen Betonung aussprechen muss.
Multiplayer
Das Spiel ist sowohl per Split-Screen, wie auch über Xbox Live mit
Freund und Feind spielbar. Im Zweispieler-Modus könnt ihr sowohl
gegeneinander, wie auch gemeinsam im Tag-Mode spielt. Dabei steuern
beide Spieler zusammen das Board und halten sich wie beim Tanzen die
Handflächen, was bei der Steuerung ein wenig Übung verlangt. Dieser
Modus macht dann aber dann erst richtig Spaß, vor allem, wenn man die
Bewegungen für die Tricks schon kann. Während offline nur zwei Spieler
spielen können, sind es online bis zu acht auf einmal.
Fazit
Start-Lineup von Kinect ein. Zwar gibt es ein paar kleinere Mankos, doch
schmerzen diese nicht wirklich. Die schönen Strecken, der Multiplayer-
Modus und die Möglichkeit sein Board anzupassen halten die
Spielmotivation hoch. Sonic Riders zählt sicher zu den Titeln, die man
in seiner Kinect-Collection besitzen sollte.






