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Review: Segel Simulator 2010

von Andreas · ca. 3 Min. Lesezeit
Segel Simulator 2010

Der Segel Simulator 2010 reiht sich in die Reihe der vielen in letzter Zeit erschienen Simulatoren ein, wo man sich hinter

das Steuer von Baggern, Traktoren, Zügen oder LKWs setzten kann. Ab sofort kann man sich ans Ruder eines Bootes sitzen und

sowohl zum Spaß, wie auch im Wettkampf, durch die Weltmeere segeln.

Die Zielgruppe des Spieles liegt eindeutig bei Seglern und Fans des Wassersports, dennoch macht das Spiel auch absoluten

Neulingen Spass, die jedoch am Anfang etwas Einarbeitungszeit brauchen werden. Tutorial wird nämlich keines angeboten,

stattdessen landet man direkt im Geschehen. Eine Lektüre des Handbuches, wo die Erklärung der unterschiedlichen Segel, wie

zum Beispiel die Fock, der Spinnaker oder der Gennaker, mit Bildern kurz beschrieben ist. Die Steuerung selbst geht dann

leicht von der Hand und lässt sich mit der Maus betätigen. Am unteren Bildschirm-Rand befinden sich nämlich die

verschiedenen Icons mit denen ihr Sele Hissen oder Streichen könnt, den Hilfsmotor zuschalten oder das Körpergewicht an

Board verteilen. Um eine bessere Übersicht zu haben, stehen einem auch einige Hilfsmittel zur Verfügung, wie

Kartenmaterial, GPS und Echolot. Um Einsteigern das Spiel etwas zu vereinfachen, lassen sich auch einzelne Aufgaben

automatisch ausführen lassen.

Ganz so einfach ist das Spiel jedoch dann doch nicht, muss man sich doch an die Feinheiten des Segelns gewöhnen.Je nach

Wetter, Wind und Wellengang steuert sich jedes der sechs verschiedenen Boote unterschiedlich und verhalten sich den

Situationen entsprechend realistisch. Wer es darauf anlegt, kann mit seinem Boot auch schnell einmal kentern um es per

Mausklick wieder aufzurichten.

Wem lieber seinen eigenen Kurs basteln will, kann dies im Editor machen. Dieser ist jedoch nicht ganz so einfach

ausgefallen, denn ohne Blick ins Handbuch wird man nicht weit kommen. Dafür ist die Auswahl der Möglichkeiten zu

vielfältig und nicht ganz einfach erklärt.

Schade ist, dass im Spiel ein wenig Potential hergeschenkt wurde, denn es wurden keine Aufgaben und kein Storymodus dem

Spiel geschenkt. Hier wurde viel Potential liegen gelassen, das die Langzeitmotiv gesteigert hätte. Segelfans werden in

den noch kalten Monaten sicher ihre Freude damit haben, doch auf lange Sicht kann nur der Mehrspielermodus mit seinen

Online-Turnieren binden.

Grafik

Von der technischen Seite ist das Spiel sehr stark. Die sechs Bootstypen sind sehr detailgetreu umgesetzt worden und

strotzen vor Details. Die Wasseroberfläche wirkt samt Wellengang absolut realistisch und die vier Szenarien Cabrera, Koh

Hong, Scheveningen und Treasure Island können von der Seeseite aus erkundet zu werden. Grafisch geben die Landschaften

leider bei weitem nicht soviel her, wie die Wasseranimationen. Positiver zu erwähnen ist jedoch das dargestellte

Deckpersonal, dass einem beim Segeln unterstützt.

Sound

Die Musik im Spiel ist sehr puristisch angelegt und konzentriert sich eigentlich auf die Effekte. Diese wurden dafür gut

umgesetzt, weshalb man sich auf ein schönes Meeresrauschen und Vogelgekreische freuen darf. Wem dies zu ruhig ist, der

darf gerne seinen MP3-Player anwerfen und eigene Musik starten.

Multiplayer

Wer kein Fan des einsamen Segeln ist, der kann sich in Mehrspieler-Modus mit Freund und Fein austoben. Hier kann man

sowohl über Netzwerk, wie auch über das Internet Regatten segeln und sich mit anderen Spielern messen um Herauszufinden,

wer wirklich Herr der Meere ist. Ein wenig Steuerungserfahrung solltet ihr jedoch schon haben, sonst werdet ihr bei den

Turnieren den anderen Spielern nur hinterhersegeln.

Fazit

Andreas
Andreas
YouGame Redaktion
Man ist von von Simulationen mittlerweile vieles gewöhnt, denn selten schafft es ein absolut überzeugendes Produkt in die

Händler-Regale. Umso überraschender, dass der Segel Simulator 2010 von der technischen Seite überzeugen kann. Schöne

Boote, ein realistisches Meer, schöne Landschaften, lizensierte Rennen und ein gut umgesetzter Online-Modus. Trotzdem wird

Gelegenheitsspielern etwas zu wenig geboten, denn ein gutes Tutorial sucht man vergeblich und auch die Langzeitmotivation

wird Aufgrund fehlender Missionen leider etwas niedergedrückt. Fans der Materie werden jedoch ihren Spaß haben und werden

sich im Mehrspielermodus austoben können. Fans der Simulationen, die dem Meer schon immer was abgewinnen konnten, sollen

aber auch einen Blick auf das Spiel werfen.
Grafik
8/10
Sound
6/10
Multiplayer
8/10
Gameplay
7/10
Spielspaß
6/10