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Review: XCOM 2

von Andreas · ca. 4 Min. Lesezeit
XCOM 2

Als im Jahr 2012 XCOM nach 15 Jahren Pause wieder zu Leben erweckt wurde, überzeugte das Spiel nicht nur die Presse, sondern auch die Spieler. Es war deswegen nicht verwunderlich, dass kurz darauf ein Nachfolger angekündigt wurde. XCOM 2 ist nun endlich PC exklusiv am Markt erschienen und wir konnten uns das Spiel bereits genauer ansehen, das schon jetzt eines der besten des Jahres 2016 ist.

XCOM 2 spielt wieder auf der Erde, zwanzig Jahre nachdem der Krieg gegen die außerirdischen Invasoren verloren wurde. Die Marionettenregierung Advent regiert öffentlich, während im Hintergrund die Aliens weiterhin alles bestimmen. Einer der wenigen Widerstandstruppen ist jedoch die alte XCOM-Truppe, die in ihrem alten Schiff, der Avanger, durch die Welt reist und die Invasoren ärgert. Ihr übernehmt als Spieler nun diese Truppe um diese wieder zu altem Ruhm zu führen und die Truppe wieder wachsen zu lassen.

Das Spiel besitzt im groben eine lineare Story, wobei man als Spieler selbst das Tempo des Fortschritts bestimmt. Man muss bestimmte Schlüsselforschungen in der Basis erreichen oder bestimmte Hauptziele lösen, damit die Geschichte weiter geht. Diese wird in schönen Zwischensequenzen erzählt, die mit einigen unerwarteten Szenen und auch überraschenden Wendungen auffährt. Genauer wollen wir gar nicht darauf eingehen um euch nicht die Spannung durch Spoiler zu nehmen.

Zwischen den Hauptstorymissionen warten jedoch jede Menge Zufallsmissionen auf euch, die sehr vielfältig sind. Da die Karten vor jedem Kampf jedes mal neu per Zufall erstellt werden, wird wirklich jedes Spiel anders und das Spiel hat dadurch einen extrem hohen Wiederspielwert.

Wieder mit dabei sind die Zuglimits, die jedoch in dieser Version anders ablaufen. Während in Teil 1 die Mission nach Verwendung aller Züge zu Ende war, spielt ihr nun die Mission weiter, bekommt jedoch kleinere Belohnungen. Die Zuglimits sind meistens jedoch gut einzuhalten, hier wurde ein gutes Benchmark durchgeführt. Einzig knapp wird es nach dem Tod eurer Gegner, denn diese hinterlassen nun nützliche Gegenstände, die ihr jedoch nur in einer bestimmten Zeit einsammeln könnt. Umso wichtiger ist es weiterhin genau zu überlegen, wie man in den Missionen vorgeht und richtig taktisch agiert.

XCOM 2 ist dabei alles andere als ein leichtes Spiel. Spieler werden richtig gefordert und schon der zweite der vier Schwierigkeitsgrade ist nicht ohne. Die Gegner gehen aktiv gegen uns vor, lassen Verbündete als Zombies wiederkehren und verwenden Psi-Angriffe auf unsere Soldaten. Es gibt eine Vielzahl an Gegnern, die alle ihre Stärken und Schwächen haben und von euch unterschiedliche Taktiken verlangen. Gerade zu Beginn des Spieles kann man sich etwas überfordert vorkommen und oftmals ärgert man sich vor allem über seine eigenen Fehler. Aber da man schnell aus diesen lernt, bekommt man mit der Zeit das Spiel immer besser in den Griff und kann trotz der vielen Herausforderungen einen Fortschritt verzeichnen. Wichtig ist es vor allem die unterschiedlichen Klassen der Soldaten zu nützen und auch die Schwächen der Gegner herauszufinden. Dann hat man Chancen die Missionen erfolgreich zu überstehen.

Neben den Missionen ist euer Raumschiff euer zweites Zuhause. Nicht nur, dass ihr damit die ganze Welt besucht um interessante Orte zu scannen um neue Vorräte oder Soldaten zu bekommen. Des Weiteren müsst ihr Fabriken sabotieren um den Bau einer mysteriösen Superwaffe aufzuhalten. Es liegt dabei immer in eurer Macht, was ihr als nächstes machen wollt. Teilweise ist es auch klug einfach nur Zeit verrinnen zu lassen, um neue Forschungen und Gebäudebauten abzuschließen oder Soldaten sich erholen zu lassen, da euch dies in den nächsten Kämpfen Vorteile bringen könnte.

Grafik

Bereits der Vorgänger wusste grafisch zu überzeugen und Teil 2 legt noch einmal eine Schippe drauf. Der Detailgrad wurde erhöht, was sich vor allem in dem noch umfrangreicheren Zerstörungssystem und den detaillierteren Animationen der Figuren widerspiegelt. Das Spiel wurde insgesamt um einiges verschönert und hat auch ein wenig des Comic-Looks des Vorgängers verloren. Ein besonderes Highlight sind wie im Vorgänger wieder die Zeitlupenaufnahmen, wo wir besondere Treffer und Fehlschüsse in Kinoqualität präsentiert bekommen. Sollte das jemanden nach einiger Zeit nerven, kann dies natürlich ohne Probleme ausgeschaltet werden.

Sound

Beim Soundtrack hat Komponist Tim Wynn alles richtig gemacht, denn die musikalische Untermalung trägt das Spiel und zieht uns stimmungstechnisch, tief ins Spiel hinein. Die orchestrale Untermalung weiß in den richtigen Momenten ruhig zu werden um dann wieder in voller Stärke zuzuschlagen. Die perfekte Ergänzung sind die Soundeffekte, samt Schmerzensschreie und die durchaus gut synchronisierten deutschen Stimmen.

Multiplayer

Wer zwischen der Story lieber gegen einen menschlichen Gegner spielen will, der kann sich auf den Multiplayer stürzen. So können zwei Spieler in den Einzelgefechten ihre eigenen Truppen aus Soldaten und Aliens zusammenstellen um dann auf den unterschiedlichsten Karten gegeneinander anzutreten. Es wären durchaus mehr Mehrspielermodi möglich gewesen, da der Schwerpunkt bei XCOM 2 aber auf jeden Fall auf dem Singleplayer liegt, ist der Multiplayer eine nette Ergänzung.

Fazit

Andreas
Andreas
YouGame Redaktion
Schon der erste Teil von XCOM konnte uns begeistern und XCOM 2 ist sogar noch besser geworden. Begonnen bei der unglaublich schönen Grafik, der hervorragenden musikalischen Umsetzung bis hin zu der taktischen Umsetzung und der spannenden Geschichte bringt das Spiel alles mit, was man sich 2016 von einem Strategie-Spiel erwartet. Einzig frustrierend kann nur der extrem fordernde Schwierigkeitsgrad sein, der dem Spieler einiges abforderd. Umso stolzer ist man jedoch, wenn man durch das Spiel kommt. Von uns bekommt XCOM 2 auf jeden Fall eine Kaufempfehlung, als PC-Spieler muss man das Spiel erlebt haben.
Grafik
9/10
Sound
9/10
Multiplayer
8/10
Gameplay
9/10
Spielspaß
9/10