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Review: Assassin´s Creed Chronicles: India

von Andreas · ca. 3 Min. Lesezeit
Assassin´s Creed Chronicles: India

Seit April mussten wir auf den zweiten Teil der Assassin´s Creed Chronicles Reihe warten, doch

endlich ist es soweit und wir können in Assassin´s Creed Chronicles: India schleichend und

meuchelnd durch Indien wandern. Wir haben uns mit dem persischen Prinzen durch den Sidescroller

begeben um euch unsere Meinung vom Spiel erzählen zu können.

Der erste Teil der Trilogie, der uns nach China führte, konnte trotz kleinerer Probleme die

Presse durchaus überzeugen. Der Nachfolger, der uns nach Indien führt, bleibt sich und dem

Konzept treu und führt uns nur in ein neues Setting, das sich vom Gameplay nicht verändert hat.

Die Geschichte startet jedoch 300 Jahre später und führt uns ins ferne Indien, wo wir in der Rolle des Assassinen Arbaaz Mir dem Koh-i-Noor-Diamanten nachjagen, welcher früher Ezio gehört hat. Die geschichtliche Verbindung zum großen Vorgänger wird durchaus nachvollziehbar erklärt, auch wenn man sich teilweise dann doch mehr Tiefe in der Geschichte gewünscht hätten. Wer den Comic

Assassin´s Creed Brahman gelesen hat, wird dafür etwas mehr Hintergrundwissen haben, da das Spiel daran anschließt.

Das Spiel ist wieder ein 2,5D-Sidescroller, wo die einzelnen Ebenen eine Tiefe besitzen, sodass diese in den Bildschirm hinein- und

hinausragen und die Welt so durchaus plastisch wirkt. Wir bewegen unseren Charakter nun laufend,

hüpfend und kletternd durch die indische Welt, lösen Rätsel und kämpfen mit den

unterschiedlichsten Gegnern, die sich uns in den Weg stellen. Diese haben teilweise

unterschiedliche Stärken und reagieren auf manche Angriffe besser und auf andere gar nicht.

Natürlich ist es teilweise möglich den Gegnern auch aus dem Weg zu gehen und sich vor Ihnen

verstecken um kampflos an ihnen vorbei zu kommen. Um zu wissen, was die Gegner sehen, tragen sie

einen Sichtkegel vor sich. Es ist nicht immer logisch, warum wir nicht gesehen werden, aber dies

gehört einfach zum Spielkonzept.

Es gibt fast das ganze Spiel über die Möglichkeit immer zwei unterschiedliche Spielstile

anzuwenden. So kann man einerseits durch das Spiel schleichen und fast jedem Gegner aus dem Weg

gehen oder doch etwas aktiver und aggressiver sein und versuchen die Gegner ausschalten. Oft sind

die Wege jedoch nicht auf den ersten Blick sichtbar, weshalb man doch immer wieder nur durch

einfaches Ausprobieren weiter kommt. Den einen oder anderen Tod muss man auf diesem Wege im Spielverlauf akzeptieren. Leider ist das Spiel teilweise sehr genau, wodurch man wirklich ganz genau

vor Verstecken stehen muss, da sonst die Tasteneingabe nicht akzeptiert wird. Dank kleineren

Neuerungen, wie zum Beispiel der Rauchbombe stehen uns im Gegensatz zu China doch ein paar

Lösungsmöglichkeiten kniffliger Situationen zur Verfügung.

Um das Spiel zu beenden, benötigt man um die acht Stunden. Mit den großen Brüdern kann das Spiel

natürlich vom Umfang her nicht mithalten, die Chronicles-Reihe kostet aber auch um einiges

weniger. Nach dem Ende kann man natürlich die Level noch einmal spielen um überall die höhste

Bewertung zu holen oder sich den speziellen Herausforderungsräumen widmen.

Grafik

Technisch kann das Spiel richtig punkten, denn das Spiel ist unglaublich schön geworden. Die

Spielwelt ist voll von indischen Anspielungen in Form von verschnörkeltem Design und bunten

Mandalas. Die Welten sind auch alle sehr bunt und farbenfroh gehalten. Die Animationen der

Figuren sind alle sehr flüssig und es gibt keine Fehler in den Bewegungsübergängen. Die

Zwischensequenzen sind zwar extrem minimalistisch gehalten, wirken jedoch durch kleinere,

bewegende Teile dann doch lebendig.

Sound

Die musikalische Umsetzung hat uns gefallen. Der Soundtrack passt sehr gut zum Setting und lässt

die asiatische Kultur in unser Wohnzimmer kommen. Auch die Stimmen der Wachen klingen alle

indisch und die Effekte klingen gut. Weniger gut gefallen hat uns, dass die wenigen gesprochenen

Passagen, wie zum Beispiel in den Zwischensequenzen alle nur in englisch gehalten sind und nur

mit deutschen Untertiteln untermalt sind. Die paar Sequenzen hätte man unserer Meinung nach schon

synchronisieren können.

Fazit

Andreas
Andreas
YouGame Redaktion
Wer sich große spielerische Unterschiede zwischen den drei Teilen der Chronicles-Reihe erwartet

hat, der wird mit dem zweiten Teil auf jeden Fall enttäuscht sein. Der zweite Teil liefert uns im

Grunde eine neue Story und ein neues Setting in Indien, bleibt sich sonst aber treu. Der

Schwerpunkt im Sidescroller liegt noch immer im Lösen von Rätseln und Schleichen, was durchaus

Spass macht. Schade ist nur, dass man zeitweise richtig geduldig sein muss, denn manche Wachen

brauchen ewig um sich umzudrehen, was den Spielfluss verlangsamt. Wer schon mit dem ersten Teil

der Trilogie Spass hatte, wird auch mit Assassin´s Creed Chronicles: India nicht enttäuscht

werden. Man muss sich nur überlegen, ob man noch einmal Lust auf ein fast gleiches Spiel hat. Wer

bei Assassin´s Creed bisher noch nicht zugegriffen hat, der sollte auf jeden Fall einen Blick auf

das Spiel werfen oder noch besser gleich auf die Disk-Version, die in wenigen Wochen mit allen

drei Teilen erscheinen wird, warten.
Grafik
8/10
Sound
8/10
Gameplay
8/10
Spielspaß
8/10