Die Welt der Dragon Balls zählt mittlerweile seit Jahrzehnten zu den beliebtesten unter Anime- und Manga-Fans. Es ist deswegen auch nicht verwunderlich, dass in regelmäßigen
Abständen neue Spiele auf den Markt kommen. Die Entwickler haben sich für Dragon Ball Xenoverse ein paar Neuerungen überlegt und wollen gerade bei Fans punkten. Ob dies
gelungen ist, haben wir versucht für euch herauszufinden.
Die Geschichte im neuesten Dragon Ball Spiel ist geschickt gewählt um Spieler markante Punkte der Dragon Ball Geschichte noch einmal durchspielen zu lassen. Zu Beginn des
Spieles landet ihr nämlich in Form von Flashbacks in den unterschiedlichsten Kämpfen, wie gegen Cell, Kid Boo oder Freezer. Fans werden jedoch schnell bemerken, dass
irgendwas nicht stimmt. Die Zeitlinie wird nämlich vom Dämonenpaar Towa und Mira, die im Auftrag von Dämonenkönig Demigra unterwegs sind, verändert und so gehen Kämpfe anders
aus, als wir es gewohnt sind. Die Aufgabe unseres selbst erstellten Charakters ist es nun gemeinsam mit Trunks die Timeline wieder gerade zu rücken und die Gegner zu
besiegen. Grundsätzlich eine interessante Idee, wo jedoch hauptsächlich die Augen von Fans der Serie strahlen werden. Neueinsteiger werden die Fehler in der Timeline nämlich
nicht erkennen und auch Trunks, der uns mit Dialogen immer zum nächsten Kampf führt, ist nicht unbedingt der umfangreichste Erzähler. Hier wäre sicher etwas mehr
möglich gewesen. Zwischen den Kämpfen, zu denen ihr über eine Art Zeitmaschine kommt, könnt ihr euch in der Basis frei herumbewegen, andere Spieler finden oder euren
Charakter verbessern. Neben den Geschichten, die ihr wieder in Ordnung bringen müsst, gibt es jedoch noch weitere Remix-Missionen, die sich jedoch gar nicht mehr an die
Originalgeschichte halten und wo ihr an unterschiedlichen Orten die verschiedensten Gegner präsentiert bekommt. Sieben unterschiedliche Schwierigkeitsstufen warten hier darauf in
den Parallel-Quests bestanden zu werden, die auch wirklich für Abwechslung sorgen.
Im Spiel selbst steuert ihr, wie schon erwähnt euren eigenen Charakter, welchen ihr euch zu Beginn des Spieles im etwas spärlich gestalteten Charaktereditor erstellt. Die
Auswahlmöglichkeiten sind aber dennoch umfangreich genug um euch eure individuelle Spielfigur zu basteln, denn ihr könnt Rasse, Geschlecht und ein paar Details beim Aussehen
auswählen. Mit eurem Spieler sammelt ihr in weiterer Folge in den Kämpfen Erfahrungspunkte mit denen ihr euch hochleveln und dann Fähigkeitspunkte vergeben könnt. Ebenso
steht euch ein Inventar zur Verfügung, denn ihr werdet immer wieder Gegenstände einsammeln, die euch nützlich sein könnten. Lauft ihr einem Gegner über den Weg, geht es darum
diesen mit einer geschickten Kombination an Angriffen und Combos zu besiegen. Da ihr die Movesets frei wählen könnt, lassen sich die Combos schnell ausführen und schon nach
wenigen Kämpfen kommt wahre Spielfreude auf, da man die Gegner gezielt angreifen und mit Teleports verwirren kann. Dennoch sollte man die Angriffe gut überlegt angehen, damit
man nicht in die Angriffe der Gegner hineinläuft. Schade ist, dass der Schwierigkeitsgrad kaum angepasst ist, denn während manche Endgegner nicht beim ersten Mal besiegt
werden können und man an seine eigenen Grenzen gehen um sie zu besiegen, sind die Nebenmissionen, gerade wenn man noch andere Spieler mit dabei hat, vielfach zu einfach.
Grafik
Technisch ist das Spiel wunderbar umgesetzt. Der Mix aus Anime- und Cell-Shading-Grafik sieht einfach wunderbar aus und wir haben das Gefühl, als ob wir direkt in der Serie
gelandet wären und diese persönlich spielen dürften. Die Hintergründe sind teilweise jedoch detailarm und auch die Umgebung ist kaum zerstörbar. Schaffen wir es doch einmal,
verschwinden die Schäden nach ein paar wenigen Sekunden wieder und alles schaut aus, wie zuvor. Schade ist auch, dass es doch immer wieder kleinere Ruckler gibt und man immer
wieder Objekte wenige Meter vor uns aufpoppen sieht. Dies war schon bei der Xbox 360 mehr als störend und sollten in Zeiten der Next-Gen-Konsolen wirklich nicht mehr
auftauchen.
Sound
Bei der Musik fühlt man sich sofort an alte Zeiten erinnert, denn der Soundtrack passt perfekt zur Anime-Serie. Hier hat das Team eindeutig alles
richtig gemacht, wie auch bei der englischen und japanischen Sprachausgabe. Schade ist, dass es keine deutsche Synchronisation ins Spiel geschafft hat, wer also Probleme mit
der englischen Sprache hat, der muss bei den deutschen Untertexten mitlesen.
Multiplayer
Ein Spiel wie Dragonball Xenoverse muss natürlich mit einem Multiplayer-Modus ausgerüstet sein und dieser ist richtig umfrangreich ausgefallen. Unzählige Spieler tummeln sich
auf eurem Dashboard um mit euch gemeinsam im Coop Aufträge zu erledigen oder direkt in Kämpfen gegen euch anzutreten. Im Coop-Modus können maximal drei Spieler gemeinsam in
die Kämpfe ziehen, während im Versus-Modus bis zu sechs Spieler gegeneinander in der Arena antreten dürfen.
Fazit
Meckern und immer wieder fällt einem etwas auf, wo man das Spiel hätte besser machen können. Sei es eine Geschichte die mit mehr Detailtiefe erzählt wird, eine Grafikengine,
die ohne Popup-Fehler arbeitet und sich an aktuellen Next-Gen-Titeln anlehnt und Musik, die nicht in manchen Momenten einfach aufhört zu spielen. Aber trotz der kleineren
Makel ist Dragonball Xenoverse eines der besten Spiele zur Serie, das Fans mehr als glücklich machen wird. Nicht nur, weil der Einstieg einfach ist, sondern weil die
Geschichte den Spieler endlich an wichtigsten Momenten der Serie persönlich teilhaben lässt. Und als unser Held als Wunsch von Shenlong erwacht, erstrahlt das Herz eines
jeden. Fans dürfen das Spiel also auf keinen Fall verpassen, sie würden es bereuen. Für den nächsten Teil wünschen wir uns aber schon heute ein wenig mehr Mut und
Detailverliebtheit, dann wären sicher auch höhere Wertungen möglich.






