Shantae hat schon eine lange Geschichte hinter sich - ist doch die erste Version 2002 für den Game Boy Color erschienen und galt damals als eines der besten Spiele am Markt. Mit Shantae and the Pirate´s Curse erscheint nun bereits der dritte Titel und die Entwickler von WayForward Technologies wollen an die Erfolge des ersten Teiles anknüpfen und bringen den - bereits im Herbst in Amerika veröffentlichten - Titel nun endlich auch bei uns heraus. Ob ihnen dies gelungen ist, haben wir für euch herausgefunden.
Am Ende des zweiten Teiles Shantae: Risky´s Revenge verliert unser Spielcharakter Djinni Shantae ihre magischen Fähigkeiten. Dennoch ist sie weiterhin die Schutzpatronin von Scuttle Town und muss die an Ammo Baron verkaufte Stadt verteidigen, als dieser sie ausschlachten will. Sie erhält dafür ein Gerichtsverfahren und als ob sie nicht schon genug Probleme hätte, taucht plötzlich Risky auf und wirft uns vor, dass wir deren Piratencrew entführt hätten. Doch da wir nichts damit zu tun haben, müssen wir uns mit unserer ehemaligen Rivalin zusammenschließen, um Scuttle Town zu retten. Wir machen uns also gemeinsam auf den Weg durch die Weiten des Ozeans und versuchen die Überreste des sagenumwobenen Pirate Masters zu finden.
Spielerisch erinnert uns der Plattformer sofort an die Vorgänger, da sich im Grunde nicht wirklich viel verändert hat. Wir laufen durch die Welt, überwinden Sprungpassagen, lösen Rätsel und vermöbeln die Gegner mit unserem wallenden Haar. Diese hinterlassen einerseits Herzen mit denen wir unsere Gesundheit wieder aufladen können und andererseits Kristalle mit denen wir im Shop unterschiedliche Items kaufen können. Ebenso gilt es mit unserer Wunderlampe böse Energie einzusaugen und Oktopus-Babies zu sammeln, dank denen wir unsere Gesamt-Herzen erweitern können.
Die Welt ist sehr vielfältig gestaltet, gilt es doch mehrere Inseln zu bereisen, die alle ihre Eigenheiten haben, die nicht nur grafischer Natur sind, sondern auch im Aufbau der Level und der Gegner deutlich werden. Schön ist es, dass die Level im Laufe des Spieles teilweise wieder besucht werden müssen, da nicht immer sofort alle Abschnitte perfekt gelöst werden können und so manch ein Schatz erst später im Spiel eingesammelt werden kann. Dies verlängert das Spiel zwar künstlich, macht jedoch trotzdem richtig Spass. Dank der großzügigen Speicherpunkte ist Shantae and the Pirate´s Curse auch ein Spiel für zwischendurch.
Grafik
Die technische Umsetzung ist zwar schön, aber holt bei weitem nicht das letzte aus dem Nintendo 3DS heraus. Die Hintergründe sind wunderschön umgesetzt und bei den Bossen hat man sich richtig Mühe gegeben, doch die normalen Gegner und Objekte erinnern fast 1:1 an den Vorgänger. Hier wollte man sich anscheinend Arbeit sparen, ich hätte mir hier mehr Neues gewünscht. Positiv erwähnen, muss man jedoch die kleinen Zwischenanimationen, die sowohl flüssig, wie auch ohne Ladezeiten ablaufen.
Sound
Ein wahres Highlight ist der Soundtrack, der absolut zu gefallen weiß und den man längere Zeit nicht mehr aus dem Kopf bekommt. Gefallen hat uns, dass Komponist Jake Kaufman auch jeder Welt eine ganz andere Musik geschenkt hat, wodurch für Abwechslung gesorgt ist. Ebenso schafft es die Musik, uns zu motivieren und sie treibt uns förmlich durch das Spiel. Sprachausgabe gibt es, wie so meist, keine; alle Texte wurden jedoch ohne Fehler ins Deutsche übersetzt.






