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Review: Space Run

von Andreas · ca. 4 Min. Lesezeit
Space Run

Schon beim Entwickler-Besuch in München konnte Space Run unser Interesse wecken. Nun ist das Spiel endlich am Markt erschienen und wir

konnten uns vollends unserem intergalaktischen Transportunternehmen widmen. Ganz im Stile von Futurama versuchen wir unsere Waren schnell

und sicher ans Ziel zu bringen, auch wenn so mancher anderer Flugunternehmer etwas dagegen hat. Wie es uns letztendlich im Jahr 2525 ergangen ist, erfahrt ihr in unserem neuesten Review.

Wenn in der Zukunft irgendwann das Weltraum erobert sein wird, wird es neue Jobs und damit auch viele neue Gefahren geben. In Space Run

übernehmen wir die Rolle des Lieferanten Buck Mann, der uns vom Aussehen an so manchen schäbigen Trucker der heutigen Zeit erinnert. Mit

Schirmmütze und unserem Androiden Adaam-12 versuchen wir die Vielzahl unserer Kunden glücklich zu machen indem wir die Waren möglichst

schnell und sicher über den interstellaren Highway an ihr Ziel befördern. Wir hinterfragen dabei nie für wen wir arbeiten, noch was wir

ausliefern, sondern kümmern uns nur um die Sicherheit unseres Schiffes. Unterwegs treffen wir jedoch nicht nur auf Asteroiden, sondern

auch auf Piraten, die uns die Ware stehlen wollen.

Im Grunde lehnt sich Space Run vom Gameplay an klassische Tower Defense Spiele an. So müssen wir unser Raumschiff aufrüsten um einerseits

Asteroiden und Piraten abzuwehren, andererseits genügend Schutz vor den gegnerischen Waffensystemen zu produzieren und last but not least

auch den Antrieb stark genug auszubauen. Wir befinden uns nämlich in jeder Mission im Wettstreit mit anderen Lieferanten und nur wenn wir

am schnellsten ins Ziel gelangen, bekommen wir am Ende auch Reputationspunkte und Hexnuts, die wir für das Upgrade-System benötigen. Die

Upgrades sind sehr unterschiedlich gehalten und helfen in den unterschiedlichsten Situationen im Spiel und können schon einmal einen

verloren geglaubten Kampf umdrehen. Aus dem ewigen Hexnuts-Mangel muss man jedoch schlau wählen, welche Bereiche man upgradet.

Der Missionsablauf ist dabei immer gleich. Zu Beginn jeder Mission bekommen wir ein anderes Schiff zugewiesen, welches am Deck Hexagon-

Felder besitzt. Auf diesen müssen wir vor dem Start die zu transportierende Ware ablagern, wobei manche Waren bei genügend Beschuss sogar

explodieren können. Haben wir uns endlich entschieden, gilt es nach dem Start im Weltall fliegende Schrottteile einzusammeln, die wir

wieder zu Hexnuts umwandeln können und uns so neue Module für das Schiff kaufen. Dies können Waffen sein, neue Antriebsstränge oder

Energiesysteme. Dabei ist es immer wichtig auf die aktuellen Gegebenheiten zu reagieren und die vorhandenen Ressourcen weise zu nützen.

Braucht ihr weitere Waffen um Gegner auszuschalten oder doch Abwehrmechanismen um euch vor gegnerischen Raketen zu schützen? Dabei dürft

ihr jedoch auch nie die Zeit aus den Augen lassen um eure Ware doch möglichst schnell ans Ziel zu bringen. Dies macht das ganze Spiel

auch so dynamisch, denn ihr müsst alle paar Sekunden eure Taktik über Bord werfen und euch etwas neues überlegen. Dazu zählt es teilweise

auch schon bestehende Module wieder abzureißen um so Platz für neue zu bekommen. Wer zu lange überlegt und nicht handelt, landet Gefahr

entweder zu spät im Hafen anzukommen oder von Piraten auseinander genommen zu werden. Zu Beginn sind die Gegner noch klein und harmlos,

doch mit jeder Mission werden sie stärker und wenn euch dann ein Boss-Gegner gegenüber steht, müsst ihr euch wirklich anstrengen.

Gottseidank kann man jede Mission wieder spielen und so auch neue Taktiken ausprobieren, falls die letzte nicht zum Erfolg geführt

hat.

Grafik

Obwohl Space Run ein Arcade-Spiel ist, ist es technisch auf einem extrem hohen Level. Das Grafikdesign weiß zu gefallen und auch die

Effekte sind wirklich schön umgesetzt. Zum Start und Ende jeder Mission bekommt man sogar eine kurze schöne Videosequenz zu sehen. Das

Charakterdesign ist mit viel Liebe umgesetzt worden und die einzelnen Personen sind sehr unterschiedlich dargestellt. Die Unterhaltungen

im Spiel bestehen zwar nur aus Standbildern, aber man sollte die Latte bei einem Spiel wie Space Run auch nicht zu hoch legen.

Sound

Das Highlight bei der Soundumsetzung sind die Stimmen der unterschiedlichen Charaktere. Zwar sind diese nur auf englisch, passen jedoch

unglaublich gut zu den jeweiligen Charakteren. Auch während den Missionen bekommen wir von unserem Androiden immer wieder wichtige Tipps

und Informationen. Wer der Sprache nicht ganz mächtig ist, kann die Unterhaltungen auf deutsch mitlesen. Die Soundeffekte passen gut zum

Spiel und sind stimmig, schade ist, dass jedoch kein wahrer Soundtrack vorhanden sind. So gibt es zwar eine kaum merkbare Musik im

Hintergrund, die auch nicht wirklich zu fesseln weiß. Hier wäre durchaus mehr drinnen gewesen.

Fazit

Andreas
Andreas
YouGame Redaktion
Space Run ist ein Arcade-Game, welches man nicht auslassen konnte. Jede Mission ist auf ihre eigene Art und Weise herausfordernd und es

macht von der ersten Mission an sofort Spass. Richtig Spaß machen hier vor allem auch die Unterhaltungen der Charaktere, ganz besonders

von Buck und dem Androiden Adaam-12, wo es immer wieder zu witzigen Situationen mit teils richtig schwarzem Humor kommt. Dafür, dass das

Spiel fast vollständig von einer einzigen Person programmiert wurde, ist die Grafik unheimlich gut, die Missionen gut ausbalanciert und

das Spieldesign eine erfrischende Neuerfindung des altbekannten Tower Defense-Systems. Mir hat es Spass gemacht und ich kann es beruhigt

bei dem Preis von knapp über 10€ mit ruhigem Gewissen weiterempfehlen.
Grafik
8/10
Sound
7/10
Gameplay
8/10
Spielspaß
9/10