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Review: Machinarium

von Andreas · ca. 3 Min. Lesezeit
Machinarium

Das kleine tschechische Designerstudio Amantia Design wird bisher nur wenigen bekannt sein, doch hat es sich

mit seinen Flashgames, allen voran Samorost, einen Namen machen können. Nun veröffentlichen sie gemeinsam mit

Daedalic ihr erstes Spiel im Einzelhandel. Liegt hier der nächste Adventure-Knüller des deutschen Publishers vor uns?

Euer Abenteuer beginnt am Schrottplatz, wo ihr den Hauptcharakter Josef kennenlernt. Dieser ist ein Roboter, der

in Einzelteilen zerlegt zu sich kommt. Die erste Aufgabe besteht also darin, die Körperteile wiederzufinden um

wieder einen vollständigen Körper als sein eigen zu nennen. Habt ihr dies geschafft, macht ihr euch auf den Weg

in die Stadt um herauszufinden, wer und warum man euch zu Altmetall verarbeiten wollte. Im Zuge eurer Suche

erfahrt ihr jedoch ein größeres Problem, denn böse Roboter planen einen Anschlag und wollen den Turm des

Bürgermeisters zerstören. Dies will Josef natürlich nicht zulassen und versucht dies zu verhindern.

Wer schon die Vorgängerspiele der Samorost-Reihe kennt, weiß was ihn erwartet. Begonnen mit liebevollen

Mini-Games, die zusammen mit dem einzigartigen Grafik-Stil ihresgleichen suchen. Da das Spiel auf Flash basiert,

kann man das Spiel auch auf nahezu jedem PC spielen, da es nahezu keine Hardware-Ressourcen verwendet. Gesteuert

wird das Spiel sogut wie ausschließlich mit der Maus und man muss auf den verschiedenen Schauplätzen Objekte und

Gegenstände finden, mit denen man interagieren kann. Da euer Spielcharakter ein Roboter ist, solltet ihr kreativ

denken, denn Josef kann seine Größe verändern oder auch seine Arme zu Greifarmen ausfahren. Die Rätsel sind

jedenfalls alle wirklich ausgefallen und regeln zum Grübeln an. Kommt man einmal ausnahmsweise nicht weiter,

dann kann man zur Hilfe greifen. Bei der einfachen Hilfe, macht sich Josef Gedanken, was er in der aktuellen

Szene erreichen will. Braucht ihr noch mehr Hilfe, könnt ihr im Lösungsbuch nachlesen. Um den Zugriff zu diesem

zu haben, muss man zuvor jedoch noch ein Minispiel lösen. Hat man dieses erfolgreich gelöst, bekommt man

detaillierte Skizzen, die weiterhelfen sollten. Empfohlen ist es aber, selbst nachzudenken und zu grübeln, da

dies einer der Hauptbestandteile des Spieles ist und man sich selbst um Spielspass und Spielzeit beraubt.

Grafik

Jede einzelne Grafik in Machinarium wurde per Hand gezeichnet und obwohl alles mit Liebe und Mühe gezeichnet

wurde, schenkten die Entwickler dem Spiel einen unfertigen Touch gibt. Da das ganze Spiel per Flash umgesetzt

wurde, wird der Grafikprozessor kaum beansprucht und man hat bei der Hardware keine großen Vorraussetzungen.

Positiv zu erwähnen sind jedoch auch die Animationen, die sich perfekt in das hervorragende Spiel integrieren.

Sound

Während man sich beim Testen von anderen Spielen immer Gedanken machen muss, wie gut die Sprachausgabe ist und

ob die Original-Sprache nicht besser ist als die Synchronisation, fällt dieser Gedanke bei Machinarium ganz weg.

Warum? Das Spiel hat einfach keine Sprache und keinen Text. Alles wird nur mit Symbolen, Gedankenblasen und

Umschreibungen angezeigt. Eine neue Art ein Spiel einzigartig zu machen. Die Hintergrundmusik weiß dafür

vollends zu überzeugen und passt zum Spielgeschehen und der Welt, die uns präsentiert wird.

Multiplayer

Machinarium hat keinen Mehrspielermodus.

Fazit

Andreas
Andreas
YouGame Redaktion
Machinarium gehört definitiv zu den besten Adventures heute, womit Daedalic nach The Whispered World das zweite

Top-Spiel in kürzester Zeit veröffentlicht hat. Das im klassischen Point&Click-Stil angelegte Abenteuer weiß zu

fesseln und konnte mit seinen Rätseln für eine Denkfalten, aber auch für Lachfalten gesorgt. Der Vorteil der

minimalen Grafikanforderungen sorgt dafür, dass man das Spiel nahezu auf jedem PC spielen kann. Wer also ein

liebevoll gemachtes Spiel, mit einer ausgefallenen Grafik sucht, darf hier ohne nachzudenken zugreifen.
Grafik
8/10
Sound
9/10
Gameplay
8/10
Spielspaß
9/10