Die tschechischen Entwickler von Amantia Design haben vor einigen Monaten mit Machinarium ein Spiel produziert, welches man mit keinen anderen Spielen vergleichen konnte, denn kein anderes Point&Click kam so gezielt ohne Sprache aus und machte dennoch soviel Spaß. Nun erscheint mit Botanicula der nächste Titel, der mit dem selben Konzept veröffentlicht. War Machinarium ein Überraschungstitel oder schaffen die Entwickler wieder zu überzeugen?
Wer sich, wie bei vielen anderen Spielen, zum Start des Spieles ein Tutorium erwartet, der wird enttäuscht sein. Die Entwickler schicken uns direkt ins Spiel und verlangen von uns Kreativität und Erkundungsfreude. So klickt man sich durch die Gegend und findet so nach und nach alle Möglichkeiten und Gameplay-Elemente heraus.
Die Rätsel selbst sind meistens nicht besonders schwer gehalten, denn meistens muss man nur Hindernisse wegräumen oder den Weg durch den Mikrokosmos finden. Oft müssen wir auch einzelne Objekte sammeln um sie woanders einsetzen zu können. Da nicht alle Objekte hilfreich sind, muss man sich einfach durch die Welt klicken und mit den unterschiedlichen Dingen auf originelle Art interagieren. So kann man manches zum Beispiel ziehen, schieben oder etwa auch schütteln. Alle Aktionen werden dabei direkt mit der Maus vollführt, weshalb man oft einfach ein wenig herumprobieren muss. Die Interaktionen finden dabei auf Standbildern statt, wo ihr euch von Bild zu Bild arbeiten müsst und dabei auch die unterschiedlichen Fähigkeiten eurer fünf Charaktere schlau einsetzen solltet. Denn nur so werdet ihr die Samen beschützen können und als Dank wird euch das Spiel immer wieder überraschen und zum Staunen bringen.
Grafik
Die Entwickler haben es geschafft uns bei in jeder neuen Szene zu überraschen. Überall gibt es liebevoll umgesetzte Animationen, die den Mikrokosmos mit der realen Welt verschmelzen lassen. Obwohl es sich überall um kleinste Wesen handelt, zeigen die ähnliche Verhaltensmuster wie größere Vorbilder. So erinnert uns eine Gruppe Pilze mit ihren rituellen Tänzen zum Beispiel an das eine oder andere Naturvolk. Die lebende Spielwelt sorgt für offene Münder.
Sound
Gerade die musikalische Umsetzung ohne Sprachausgabe machen das Spiel zu etwas ganz besonderem, denn die Entwickler beweisen uns wieder einmal, dass ein Spiel auch ohne Sprachausgabe funktioniert. Der Soundtrack der tschechischen Band DVA untermalt die einzelnen Szenen nahezu perfekt und schafft es durchgehend eine ganz eigene Stimmung zu erzeugen. Doch auch die Soundeffekte, wie zum Beispiel die Hintergrundgeräusche wurden gut umgesetzt und passen zum Spiel. Umso schöner, dass der Soundtrack auch auf einer eigenen CD mitgeliefert wird und man ihn sich auch so anhören kann.






