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Review: Trials Rising

von Andreas · ca. 3 Min. Lesezeit
Trials Rising

Trials betritt 2009 erstmals mit der Xbox 360-Version die Welt der Konsolen und ist seit damals ein fixer Bestandteil vieler Gaming-Abende. Nun, 10 Jahre später, erscheint mit Trials Rising die neueste Version und will erneut Spieler begeistern und versucht dabei sowohl alte Fans wie auch Serien-Neulinge zu fesseln. Ob dies gelungen ist, haben wir in den letzten Wochen ausprobiert.

Das Spielprinzip des 2D-Plattformers ist seit jeher unverändert, es gilt möglichst schnell die Strecke abzufahren und muss dabei sowohl die Geschwindigkeit wie auch das Gleichgewicht des Fahrers geschickt verändern um so die physikalischen Gesetze geschickt auszunutzen. Mit der perfekten Koordination von Schwung und Masse kann man sein Motorrad so über die unterschiedlichsten Hindernisse bewegen und über riesige Lücken hüpfen. Gefragt ist somit jede Menge Geschick und Ausdauer, weil man nicht nur einmal zu Sturz kommen wird im Laufe des Spieles.


Während sich vom Gameplay nichts verändert hat, wurde das Spiel umfangreich von RedLynx überarbeitet. Insgesamt 120 Strecken in 9 unterschiedlichen Ligen wollen erkundet werden und werden nach und nach auf der Weltkarte freigeschaltet. Sie Strecken sind dabei sehr kreativ gewählt und haben auch immer wieder Verbindungen zu aktuellen Popkultur-Themen. Hier wollen wir jedoch nichts spoilern.


Mit jeder überwundenen Strecke werdet ihr zu neuen Rennen in den unterschiedlichsten Ländern eingeladen und schalten neue Rennstrecken und Spielmodi frei. Mit dabei sind wieder die Bronze-, Silber- und Gold-Medaillen, wenn ihr schnell genug die Strecken geschafft habt. Neben dem Zeitdruck wird man noch von besonderen Sponsoren-Angeboten angestachelt, da man mit der Absolvierung besonders waghalsiger Manöver extra Belohnungen abstauben kann. Wer glaubt, dass er dies problemlos schafft, wird schnell von Trials Rising von einem besseren belehrt, wenn man sich wiederholt die Zähne ausgebissen hat.


Besonders Spaß macht jedoch das Rennen gegen Freund und Feind. Während man über die Strecken rast und springt, sieht man nämlich die Geister-Fahrer anderer Personen und kann dabei genau sehen, wo man schneller war und wo man die Zeit liegen ließ. Schafft man es seine Freunde zu schlagen, werden sie davon auch benachrichtigt. Neu ist es, dass man nun auch gegen vollkommen fremde Fahrer antreten kann. Besonders spannend sind die Strecken deswegen, weil man nur drei Antritte gegen den fremden Geisterfahrer hat, für jeden Gewinn erhält man jedoch Erfahrungspunkte, Ingame-Währung plus eine Ausstattungskiste. Wirklich notwendige Dinge findet man in diesen Kisten jedoch nicht, dafür jede Menge kosmetische Gegenstände, wie zum Beispiel neue Helme, Reifen oder Klamotten.

Grafik

Schon die letzten Teile konnten grafisch mit seiner Kreativität und seiner Detailliebe überzeugen. Mit dem neuesten Teil hat das Entwicklerteam trotzdem noch einmal eine Schippe draufgelegt und bringt einem immer wieder zum Staunen. Nicht nur einmal wird man vom Spielfluss abgelenkt, weil man sich eigentlich die Strecke samt dem Grafiksetting genauer ansehen will, da es auf jeder Strecke wunderschöne Details gibt, die das Level lebendig machen. Von Sibirien, über Hollywood bis Paris führt uns Trials Rising quer durch die Welt und bietet jede Menge Abwechslung.

Sound

Auch bei der Musikauswahl hat man sich wieder Mühe gemacht und liefert die passende, motivierende Hintergrundbeschallung, die gespickt ist mit bekannten Musikstücken von Billy Talent, Motörhead oder Jurassic 5. Selbst nach Stunden Spielzeit wirkt der Mix noch frisch und man hat nicht das Gefühl, dass sich die Lieder ununterbrochen wiederholen würden.

Multiplayer

Der Multiplayer in Trials Rising ist auf jeden Fall eine der Stärken des Spiels. Nicht nur, dass man wie schon in den anderen Teilen gegeneinander fahren kann, so gibt es nun auch einen neuen Koop-Modus mit einem Tandem-Motorrad. Beide Fahrer können Gas geben und Bremsen und auch das Gewicht ihres Fahrers verlagern. Macht unglaublich Spaß und sorgt gerade zu Beginn, wenn man mit der Steuerung noch kämpfen muss für jede Menge Lacher. Wer Freunde zum gemeinsamen Spielen hat, für den wird der Multiplayer als Kaufgrund schon ausreichen.

Fazit

Andreas
Andreas
YouGame Redaktion
Bisher hat es jeder Trials-Titel geschafft zu einem Dauerbrenner bei Spieleabenden zu werden und dies ist mit Trials Rising nun nicht anders. Bei der technischen Umsetzung gibt es nichts zu bemängeln, die Grafik weiß zu gefallen, die Levelumsetzung ist kreativ und einfallsreich, die Steuerung funktioniert wie schon bei den Vorgängern und die Musik begeistert. Ich muss zugeben, ich hatte ein wenig Angst, dass sich das Konzept vielleicht schon ein wenig abgenutzt hätte, aber die Entwickler haben es wieder geschafft, ein tolles Spiel mit neuen Ideen und jede Mengen Überraschungen auf den Markt zu bringen. Von mir gibt es deswegen eine klare Kaufempfehlung dafür.
Grafik
9/10
Sound
9/10
Multiplayer
9/10
Gameplay
9/10
Spielspaß
9/10