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Review: Call of Duty: Black Ops 3

von Andreas · ca. 4 Min. Lesezeit
Call of Duty: Black Ops 3

Es gibt nur wenige Spiele, die sich wie Call of Duty jedes Jahr millionenfach verkaufen. Nun ist mit Call of Duty: Black Ops 3 die diesjährige Version erschienen und die Entwickler von Treyarch versprechen den besten Titel aller Zeiten. Wir haben uns den Titel in den letzten Tagen genauer angesehen und möchten euch von unseren Erfahrungen berichten.

Drei Entwickler arbeiten aktuell an Call of Duty-Titeln, damit jedes Jahr auch ein qualitativ

hochwertiges Spiel auf dem Markt erscheint. Dieses Jahr durfte Treyarch ihre Vision eines Call of

Duty-Titels mit Black Ops 3 umsetzen. Der Vorgänger war bei den Fans sehr beliebt, weshalb die

Erwartungshaltung sehr hoch war. Dies haben sich die Entwickler auch zu Herzen genommen und

entlassen den Spieler im Storymodus endlich in eine Open-World.

Nach dem sehr amerika-patriotischen Call of Duty: Advanced Warfare fühlt sich Black Ops 3 um

einiges besser an und die Geschichte im Storymodus ist intelligent gewählt und regt in manchen

Momenten sogar zum Nachdenken an. Wir befinden uns im Jahre 2065 und dank der globalen Erwärmung

gab es überall auf der Welt große Zerstörung. Der Common Defense Pact und der Winslow Accord

kämpfen um die letzten Ressourcen der Erde und überall versuchen Rebellen selbst noch mitzureden.
Wir schlüpfen hier in die Rolle eines Soldaten, der nach einer missglückten Mission seine beiden

Arme verliert. Doch statt die Militärkarriere zu beenden, bekommen wir im Spital zwei Cyberarme

spendiert, die uns zu einem mächtigen Kämpfer machen. Denn wir besitzen bereits ein Implantat im

Gehirn durch das uns die DNI-Technologie zur Verfügung steht. Dadurch ist es uns möglich

Informationen direkt im Gehirn zu empfangen und mit Kollegen per Gedanken zu kommunizieren.

Kaum geheilt werden wir als Superkrieger in eine Anti-Terror-Truppe versetzt und begeben uns auf

die Jagd nach einer Terrororganisation, die weltweit für Unruhe sorgt. Wir bereisen dabei die

Welt von Kairo bis Singapur. Mehr wollen wir euch auch nicht verraten, um euch nicht den

Spielspass zu nehmen. Was wir euch jedoch bestätigen können, in der knapp sieben Stunden

dauernden Kampagne wird euch nie langweilig werden, da das Leveldesign sehr abwechslungsreich

gehalten wurde. So gibt es teilweise offene Städte, die wir verteidigen sollen, sind in einem

Kampfgleiter unterwegs oder kämpfen uns durch die engen Gänge und Räume eines Silos. Da wir vor

jeder Mission auch unsere Waffen und unsere DNI-Fähigkeiten neu auswählen dürfen, können wir

unseren Kampfstil auch jedes mal neu anpassen.

Da die gegnerische KI jedoch nur im höchsten

Schwierigkeitsgrad wirklich intelligent agiert, ist es ansonsten jedoch fast egal, welchen

Kampfstil ihr anwendet. Durch die vielfältigen Möglichkeiten eine Mission zu bewältigen, bietet

das Spiel jedoch durchaus ein Wiederspielwert an, den man in bisherigen Call of Duty Titeln teils

vergeblich gesucht hat. Da es in den Leveln auch besondere Gegenstände zu finden und sammeln

gibt, wird auch die Forschernatur des Spielers gestillt.

Hat man die Story beendet, schaltet sich der Nightmare-Modus frei, der nicht nur extra schwer ist, sondern in welchem wir neben den normalen Gegnern auch noch Zombies als Gegner haben. Sogar die Geschichte wird leicht angepasst und wird zu einem ganz besonderen spielerischen Highlight und bekommt eine klare Empfehlung von uns.

Grafik

Bei der technischen Umsetzung gibt es kaum etwas zu bemängeln. Die Kulissen sind sehr detailliert

umgesetzt worden und die Lichteffekte schaffen ein tolles Stimmungsbild. Auch die Specialeffekte

haben uns begeistert und es gab nur selten Texturen, die negativ aufgefallen wären. Probleme wie

zum Beispiel Kantenflimmern wären uns nicht aufgefallen und auch die Bildrate ist immer konstant

geblieben.

Sound

Bei der Sprachausgabe hat uns die englische Version richtig begeistert. Hier konnte das

Entwicklerteam bekannte Schauspieler wie zum Beispiel Katee Sackhoff als Sprecher gewinnen,

wodurch die Sprachtexte wirklich professionell wirken. Leider kann hier die deutsche

Sprachausgabe nicht ganz mithalten, weshalb es besser ist, gleich auf die englische Variante

umzuschalten. Positiv zu erwähnen ist dafür die Hintergrundmusik und vor allem die Soundeffekte

sind ein Traum und schafften es, uns richtig mitzureißen.

Multiplayer

Einer der wichtigsten Parts in Call of Duty: Black Ops 3 ist natürlich der Multiplayer, wo auch

einiges an Mühe hineingesteckt wurde. So kann man die ganze Kampagne auch mit bis zu drei anderen

Spielern durchspielen. Das Spiel wird hier jedoch dann auch um einiges schwerer, passt sich an

die Spieleranzahl an und kann hier sogar richtig fordernd werden. Gute Team-Absprachen sind also

mehr als wichtig. Zu zweit kann man sogar per Split-Screen spielen, zu viert geht nur online.

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Natürlich gibt es aber auch sonst wieder sehr viel Kost für Fans von richtigen Multiplayer-

Gefechten und es gibt auch ein paar Neuigkeiten in der diesjährigen Version. Man kann endlich im

Wasser schießen und auch die Wände für kurze Läufe ausnützen. Als neuen Spielmodus gibt es

Safeguard, wo wir einen Roboter zu einem Punkt eskortieren müssen. Die insgesamt elf

verschiedenen Spielmodi halten für jeden Spieler etwas bereit und werden wohl für wochenlangen

Spielspass sorgen. Je nach Spielmodus können dabei bis zu 18 Spieler gleichzeitig gegeneinander

antreten, wodurch richtig große Schlachten möglich sind. Im Multiplayer-Bereich ist Black Ops 3

einer der stärksten Titel, die es aktuell am Markt gibt.

Fazit

Andreas
Andreas
YouGame Redaktion
Treyarch hat es geschafft einen wirklich überzeugenden neuen Call of Duty-Teil auf den Markt zu

bringen. Die Story in einer dystopischen Welt, wo die Grenzen zwischen Freund und Feind

verschwimmen, macht so viel Spass, dass man sich am Ende wünscht, sie hätte länger gedauert. Dank

dem Nightmare-Modus stürzt man sich dafür liebend gerne gleich noch einmal in die Schlacht. Eine

der Stärken der Serie ist seit Jahren natürlich der Multiplayer-Modus und auch mit Black Ops 3

ändert sich hier nichts. Die Online-Modi machen unglaublich viel Spass und dank genügend

Abwechslung wird man monatelang nicht loslassen können. Das Entwicklerteam hat mit dem Titel

einen Entwicklungsschritt gewagt, der das Spiel verändert hat und das hat dem Spiel gut getan.

Wer bisher also noch skeptisch war, ob er sich den Titel kaufen soll, den können wir beruhigen.

Call of Duty: Black Ops 3 ist in meinen Augen der beste Teil seit Jahren und auch ein absoluter

Pflichtkauf, den man nicht bereuen wird.
Grafik
8/10
Sound
8/10
Multiplayer
9/10
Gameplay
9/10
Spielspaß
9/10