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Review: Prison Break: The Conspiracy

von Andreas · ca. 4 Min. Lesezeit
Prison Break: The Conspiracy

Seit 2005 begeistert die Fernsehserie Prison Break Millionen von Zusehern weltweit. Und obwohl Filmserien nur äußerst selten für ein Spiel umgesetzt werden, hat sich Deep Silver zur Aufgabe gemacht, die Fans der Serie mit einem Spiel zu beglücken. Die Geschichte ist die selbe, wie in der Serie, wird aber aus der Sicht des Agency-Agenten Tom Paxton erzählt. Was sich hinter Gittern ereignet hat, haben wir für euch herausgefunden.

Wer die erste Staffel von Prison Break gesehen hat, wird sich schnell im Spiel zurecht finden, denn auch hier wird die Geschichte rund um Michael Scofield und seinem zum Tode verurteilten Bruder Lincoln Burrows erzählt. Der Statiker Scofiel hat eine Bank überfallen und lässt sich ohne Gegenwehr festnehmen um dann im selben Gefängnis zu landen, wie sein älterer Bruder, der wegen Mord am Bruder der Vizepräsidentin der Vereinigten Staaten zum Tode verurteilt wurde. Scofield glaubt aber an dessen Unschuld und will ihm zum Ausbruch verhelfen. Sein Vorteil dabei ist, dass er beim Umbau des Gefängnisses dabei war und so sein Wissen für den Ausbruch nützen will. Um die komplexen Baupläne jedoch nicht zu vergessen, hat er sich diese auf den Körper tätowieren lassen.

Während also Scofield versucht alle Vorbereitungen für den Ausbruch zu treffen, spielt ihr den Undercover-Agenten Tom Paxton, der ins Gefängnis eingeschleust wurde um die Pläne von Scofield zu erfahren und zu unterbinden. Selbst im Gefängnis weiß niemand von seiner Rolle und so droht ihm schon bei der Ankunft im Gefängnis der korrupte mit Problemen, sollte er sich nicht unterwerfen. So werden wir nun also in unsere kleine Zelle gesteckt, wo wir in unserem kleinen Diktiergerät Tagebucheinträge abspeichern. Interessant dabei ist, dass dies im Gefängnis anscheinend niemanden auffällt, was leicht unglaubwürdig wirkt.

Die Steuerung selbst ist gut umgesetzt worden und überall, wo Interaktionen möglich sind, werden die möglichen Tasten samt Aktions-Erklärung angezeigt. In manchen Situationen wird das Symbol des rechten Schalters angezeigt, der euch wichtige Objekte und Orte fixiert. In vielen Situationen wisst ihr dadurch, wo ihr eine Person findet oder wo sich die Leiter für euer Weiterkommen befindet. In manchen Situationen müsst ihr Gefängnis-typisch auch eure Fäuste sprechen lassen, wobei ihr mit der A- und X-Taste zuschlagen könnt und mit dem rechten Bumper blocken. Die Kämpfe beendet ihr alle mittels Finishing-Move, die alle wirklich gut aussehen. Mit der Zeit werden die Kämpfe jedoch etwas eintönig und die Gegner stärker. Um dennoch Chancen zu haben, könnt ihr im Hof Gewichte stemmen und am Sandsack trainieren, wodurch sich Kraft und Schnelligkeit verbessern. In Untergrundkämpfen könnt ihr auch ein paar Dollar verdienen, die ihr in Knast-Tattoos investieren könnt.

Um mehr über Scofields Plan herauszufinden, müsst ihr Kontakte knüpfen und neue Leute kennenlernen. Diese wollen jedoch meistens einen Beweis dafür, dass ihr es wert seid und tragen euch dabei die unterschiedlichen Aufgaben auf, die es zu erledigen gilt. So müsst ihr euch auf geheime Wege durch das Gefängnis begeben und brecht so auch einmal auf der Krankenstation ein. Damit euch niemand entdeckt, müsst ihr euch ganz lautlos durch die Gänge bewegen, über Rohre klettern und euch verstecken, wo es nur geht. Die Gefahr dabei ist jedesmal, dass euch ein Wachmann erwischt, wodurch man im Spiel eine Szene zurückgesetzt wird. Schade dabei ist, dass alle Missionen gleich gestrickt sind und dies nach einiger Zeit etwas eintönig wird.

Grafik

Bei der Grafik wurde ganze Arbeit geleistet und als Fan der Serie erkennt man die einzelnen Orte sofort wieder. Hier wurde sehr genau gearbeitet um eine detailgetreue Nachbildung des Fox River Gefängnisses zu bauen. Ebenso viel Liebe wurde in die Charakter-Erstellung gesteckt, denn auch hier erkennt man jede Person sofort wieder. Etwas weniger Aufmerksam wurde jedoch den Animationen geschenkt und auch die Texturen bewegen sich sich nur im oberen Mittelfeld.

Sound

Der musikalische Teil wurde sehr gut umgesetzt, was auch dadurch erreicht wird, dass sowohl in der englischen, wie auch in der deutschen Sprachversion jeweils die Original-Sprecher gewonnen werden konnten. Auch die Hintergrundmusik wurde direkt aus der Serie genommen und hat einen hohen Wiedererkennungswert.

Multiplayer

Einen wirklichen Mehrspielerbereich im Spiel gibt es nicht, jedoch wurde dem Spiel ein Minispiel gegönnt, wo man sich zu Zweit auf der Xbox per Faustkampf messen kann. Auf kurze Zeit recht spaßig, aber kein wahrer Mehrspieler für längere Spielzeit.

Fazit

Andreas
Andreas
YouGame Redaktion
Deepsilver hat es geschafft ein für Serien-Fans wirklich gutes Spiel auf den Markt zu bringen. Man erkennt sofort alles wieder und da die Geschichte aus einem neuen Blickwinkel erzählt wird, wird diese auch nicht langweilig. Schade ist, dass die Missionen etwas eintönig geraten sind und das Spiel generell etwas geradlinig gehalten ist. Nebenmissionen oder Geschichten abseits des Storystranges wird man vergeblich suchen. Negativ zu erwähnen ist auch der wenig überzeugende Kampfmodus. Fans der Serie können beruhigt zugreifen, andere Spieler sollten dies jedoch mit Bedacht machen um den Kauf Aufgrund der Eintönigkeit nicht zu bereuen.
Grafik
8/10
Sound
9/10
Multiplayer
6/10
Gameplay
8/10
Spielspaß
7/10