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Review: Toren

von Thomas · ca. 2 Min. Lesezeit
Toren

Als ich darum gebeten wurde Toren auf der Playstation 4 zu reviewen, wusste ich erst noch nicht, was auf mich zukommen wird. Auf den ersten Blick wirkt es wie ein typisches Puzzle Adventure, das mit einer Arschbombe in den Farbtopf geplumpst ist. Was mich jedoch erwartete, war ein interessantes Spiel voller Mysterien, unausgereifter Spielmechaniken und viel Platz für eigene Story Interpretationen.

Im Prinzip geht es im Spiel um ein Mädchen namens Moonchild, welches man auf ihrem Weg des älter werden begleitet. So entwickelt sich Moonchild innerhalb der ersten halben Stunde vom tapsigen Kleinkind zum Schwert schwingenden Teenager. Ziel des Spieles ist es den Turm, in dem man gefangen ist, zu durchforsten und einen riesigen Drachen zu besiegen.

Toren ist ein Puzzle Game durch und durch. Kampfsituationen sind selten zu finden, was bei den sehr simpel designten Kampfsystem wohl auch besser ist. Gameplay-technisch liegt das Hauptaugenmerk eindeutig beim Lösen von Puzzles und dem Navigieren durch den Turm aufwärts zum Drachen. Nach erledigten Puzzles wird man mit neuen Storyteilen belohnt, welche durch eine Erzählstimme und Flashbacks erzählt wird. Ein wenig mehr Action oder zumindest etwas forderndere Puzzles hätten dem Spiel hier gut getan. Denn nach etwa drei bis vier Stunden hat man das Ende erreicht und stellt sich zum Ende immer noch die Frage, wann es denn nun wirklich losgeht.

Leider gibt es von technischer Seite einige Dinge die den Spieler frustrieren können. Oftmals trifft man auf Bugs und Glitches, wo man Entwickler Swordtales am liebsten Fragen würde, warum sie sich nicht einfach noch ein paar Monate Zeit genommen haben. Allzu oft findet man Kinderkrankheiten, wie falsche Kollisionsabfragen oder man bleibt in Wänden oder Gegenständen stecken oder fällt durch Böden. Das sind gerade bei einem so kurzem Spiel Anzeichen für ein zu früh veröffentlichtes Spiel. Die Sprung Sequenzen sind durch schlechte Kamerawinkel und die etwas unintuitive Sprungsteuerung ein mehr als frustrierendes Unterfangen. Allgemein zerstört die Kombination aus schlechter Kamera und schwammiger, unnatürliche Steuerung sehr viele sonst lustig aussehende Rätsel.

Grafik

Wo das Spiel gameplaytechnisch massive Schwächen hat, strahlt es zumindest was die Präsentation angeht. Gut, man kann zwar auf einigen Texturen die Pixel zählen, aber das Gesamtbild macht doch schon einiges her. Farbenfroh und atmosphärisch sind die zwei Wörter, die einem sofort durch den Kopf gehen. Leider wird man durch Screen Tearing und Framerate-Einbrüchen oftmals an die technischen Schwächen des Spiels erinnert.

Sound

Zumindest hier gibt es nichts zu jammern. Der simple, aber sehr starke Soundtrack steht eindeutig als einziges in einem ausgezeichneten Licht. Auch die Soundeffekte sind passend, wenn auch ein wenig einfach gestrickt. Für ein Titel, wie Toren, dennoch vollkommen passend.

Fazit

Thomas
Thomas
YouGame Redaktion
Toren hat ein paar sehr gute Ansätze. Leider konnte Entwickler Swordtales keinen davon wirklich perfekt umsetzen. So erhält man für €9,99 zwar ein interessantes Spiel, dies leidet leider unter den unerfahrenen Entwicklern. Wenn man sich jedoch durch so manch frustrierenden Spielfehler nicht entmutigen lässt, erhält man ein nettes Puzzle-Spiel mit einer Story, die viel Platz für eigene Interpretationen offen lässt. Eine Kaufempfehlung zum Vollpreis kann ich hier aber leider nicht aussprechen. Wartet damit lieber bis ihr einen Preisnachlass bekommt.
Grafik
6/10
Sound
7/10
Gameplay
5/10
Spielspaß
6/10