Ich bin ein riesen Fan der Emergency-Reihe und habe viele Stunden in den Vorgängern verbracht, da mich das Spielkonzept immer begeistert hat. Vor wenigen Wochen ist
Emergency 5 erschienen, war zum Launch jedoch vollkommen unspielbar. Schade, dass das Ursprungsspiel so unfertig auf den Markt geworfen wurde. Wir haben uns aber die Zeit
genommen um auf den ersten Patch zu warten um euch jetzt das Spiel genauer vorstellen zu können. Ob jetzt alles passt, verraten wir im heutigen Review.
Simulation-Fans freuen sich seit Monaten auf Emergency 5, fesselt doch das Spiel durch seine Thematik. Katastrophen haben schon immer eine anziehende Wirkung und statt nur
fasziniert am Rande zu stehen, dürfen wir im Spiel selbst eingreifen und versuchen allen involvierten Personen zu helfen. Diese Faszination ist auch in Emergency 5 erhalten
geblieben, auch wenn einige Änderungen umgesetzt wurden. Während man nämlich früher einzelne Missionen spielte, stehen uns jetzt ganze Städte zur Verfügung, wo ihr ohne
Unterbrechung die vielen Aufgaben hintereinander lösen dürft. Zu Beginn spielen wir in München, später führt es uns auch nach Hamburg und Berlin, wo uns immer die
vollständigen Städte zur Verfügung stehen. Wer sich die Deluxe-Version geleistet hat, darf sich extra noch über Köln freuen. Zu Beginn haben wir nach einem guten Tutorial
nur leichtere Aufgaben zu lösen, sammeln aber so unser erstes Geld, welches wir wieder in neue Fahrzeuge stecken können. Diese brauchen wir auch dringend, denn mit dem Kauf
neuer, größerer Einhaiten schaltet ihr neue Hauptmissionen frei, wo ihr die neuen großen Einheiten dann gleich benützen dürft um Herr der Lage zu werden. Für genügend
Abwechslung in den Missionen ist also gesorgt. Und wer sich überfordert fühlt, der muss nur auf die Funksprüche der Zentrale hören, die uns hilfreiche Tipps gibt um welche
Probleme wir uns dringendst kümmern sollten.
Während die neue, offene Stadt eine gelunge Erneuerung ist, ist es schade, dass die KI kaum verbessert wurde. So gibt es leider immer noch Fehler, die den Spielplatz trüben
oder einfach nur ärgerlich sind. So bleiben Fahrzeuge leider immer wieder hängen oder wollen bestimmte Wege einfach nicht fahren. Oft ist dann die einzige Möglichkeit das
Spiel neu zu laden, da ihr einfach nicht weiterkommt oder Menschen durch die KI-Fehler einfach sterben. Insgesamt können uns so über 20 Fahrzeuge zur Weißglut bringen, von
Polizei über Feuerwehr bis zum Rettungsdienst ist alles dabei. Hauptaufgabe im Spiel ist weiterhin die richtigen Einheiten in unserer Zentrale auszuwählen und in diese dann
in richtiger Reihenfolge loszuschicken um die perfekte Rettungskette einzuleiten. Je weiter im Spiel wir kommen umso herausfordernder wird dies auch, da dann schon einmal
mehrere Einsatzgebiete auf einmal auf uns warten, unsere Einheiten jedoch beschränkt sind. Positiv ist, dass unsere Einheiten teilweise selbst agieren beginnen, wenn wir
gerade mit anderen Aufgaben beschäftigt sind. So beginnt der Notarzt nach einigen Zeit selbst zu arbeiten, während wir uns noch um den Brand kümmern.
Wer die Kampagnen in den drei Städten nach circa 15 Stunden beendet hat, wird noch jede Menge Spass mit dem freien Spielmodus haben, wo wir fast ununterbrochen vor neue
Aufgaben gestellt werden. Wir können hier entweder ein Endlosspiel starten oder uns dem Herausforderungsmodus widmen. Gerade bei letzterer Version müssen wir uns richtig
anstrengen, denn hier folgt in rascher Abfolge eine Katastrophe der nächsten. Wenigstens stehen uns von vorhinein alle Fahrzeuge zur Verfügung, die wir auch dringend
brauchen. Wer seine eigenen Ideen umsetzen will, widmet sich dem Editor, wo ihr eure ganz eigenen Katastrophen erstellen könnt. Diese könnt ihr über Steam auch mit anderen
Spielern teilen.
Grafik
Schade, dass wir teilweise noch immer die selben grafischen Fehler zu sehen bekommen, wie beim Vorgänger. So überschneiden sich zum Beispiel Fahrzeuge teilweise, andere
fallen wieder durch Brücken hindurch, wieder andere können einfach über Wasser fahren. Die Grafik selbst ist eigentlich richtig schön und gefällt uns. Die Städte sind
nämlich mit richtig vielen Details umgesetzt worden und gerade aus der Nähe gibt es überall etwas zu entdecken. So manches Gebäude erkennt man auch aus der Realität wieder,
ganz genau wurden die Städte jedoch nicht umgesetzt. Negativ erwähnen müssen wir jedoch, die nach dem Patch teilweise noch immer zeitweise auftretenden Framerate-Einbrüche,
die besonders dann auftreten, wenn richtig viel los ist am Bildschirm. Anpassen kann man die Grafik nur sehr marginal an unseren PC, es gibt nur vier vordefinierte
Grafikstufen. Bei einem exklusiven PC-Spiel erwartet man sich heutzutage mehr Auswahlmöglichkeiten.
Sound
Die rockige Hintergrundmusik schafft es uns aktiv zu halten und zu motivieren, auch wenn diese doch relativ schnell zu nerven weiß. Leider ist die Musik nämlich viel zu
eintönig und wiederholt sich auch viel zu schnell. Ich hatte relativ schnell genug davon, so mancher Rockfan wird sich vielleicht dann doch darüber freuen. Die Soundeffekte
wissen dafür zu gefallen. Die Stimmen selbst sind ok, richtig überzeugend sind sie jedoch nicht. Manche Stimmen wirken etwas langweilig und total unmotiviert.
Multiplayer
Schön ist, dass man Emergency 5 wie schon beim Vorgänger wieder im Coop spielen kann und Katastrophen gemeinsam meistern kann. Wer nicht mit anderen gemeinsam spielen will,
kann auf mit bis zu vier Spielern gegeneinander antreten, wo der Spieler mit den meisten in den Einsätzen gewonnen Punkten gewinnt. Macht zwar Spass, kann aber dennoch
nicht allzulange fesseln. Kreative Spieler werden sich freuen, dass man ab sofort gemeinsam im Editor an neuen Projekten arbeiten kann. Wenn man einmal verbunden ist,
bleibt die Verbindung auch bestehen, Probleme gab es aber zeitweise beim Erstkontakt, so konnten wir manche Server erst nach mehrmaligen Versuchen betreten.
Fazit
das durch Ruckler und Framerateeinbrüche vollkommen unspielbar war. Mit dem Patch wurden die gröbsten Fehler beseitigt, wodurch man nun zumindest spielen kann, auch wenn
immer noch genügend Fehler übrig geblieben sind. Dies ist schade, denn die offenen Städte machen Spass und die Aufgaben sind spannend und herausfordernd. Die Grundlage des
Spieles und das Gameplay im Bereich des Mikromanagments macht richtig Spass und es schmerzt ein wenig, dass das Spiel durch andere Fehler so hinuntergezogen wird. Denn es
ist frustrierend, wenn unsere Einheiten nicht richtig auf unsere Eingaben regieren oder hängen bleiben und wir die Mission neu laden müssen. Wer mit den Fehlern leben kann
und ein wenig frustresistent ist, wird mit dem Spiel seinen Spass haben. Alle anderen sollten wohl lieber auf einen hoffentlich besser spielbaren Nachfolger warten und
einen großen Bogen um das Spiel machen.






