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Review: Aliens vs. Predator

von Andreas · ca. 3 Min. Lesezeit
Aliens vs. Predator

Fast neun Jahre sind seit der Veröffentlichung vom letzten Aliens vs. Predator Spiel vergangen. Während den

letzten Teil noch Monolith produziert hat, hat sich Rebellion wieder ihrem Kind zugewendet und einen neuen Teil

veröffentlicht. Wir konnten uns nun durch die Playstation 3 Version kämpfen um euch die Unterschiede der drei

Rassen näher zu bringen.

Wie schon im Aliens vs. Predator Film kann Wayland seine Finger nicht von alten Tempeln lassen und so öffnet

dieser auf dem Planeten Freyas Prospect selbst dann Türen, wenn finstere Figuren einen warnen versuchen und

forscht sogar mit außerirdischer Technologie und DNA, was natürlich nicht gut gehen kann. In weiterer Spielfolge

wählt ihr nun den Space Marine, Xenomorph oder Predator und durchspielt die Geschichte aus drei verschiedenen

Blickwinkeln bis zum Finale im Tempel.

Welchen der Rassen ihr auswählt, bleibt ganz euch überlassen, da gleich zum Anfang alle drei Kampagnen zur

Verfügung stehen. Der einfachste Einstieg ist jedoch als Marine, da die Steuerung an bekannte Ego-Shooter

erinnert und man somit am wenigsten Eingewöhnungszeit braucht. Ein weiterer Vorteil ist, dass beim Marine die

Geschichte am vollständigsten und besten erzählt ist. Wachsam solltem an jedoch während der vollständigen

Kampagne sein, lauert der Tod doch an jeder Ecke. Dank der gut gewählten Checkpoints bleibt der Frustfaktor

jedoch niedrig, wenn man einer Begegnung mit Aliens nicht gewachsen ist. Denn obwohl die gegnerische KI nicht

besonders intelligent erscheint, wird euch mit nur wenigen Angriffen das Leben ausgehaucht. Hat man die knapp

fünfstündige Kampagne der Marines durch, kann man sich sogleich eine Kampagne der anderen Rassen annehmen, die

jedoch mit jeweils drei Stunden kürzer gehalten sind.

Doch obwohl die Länge der Alien-Kampagnen kürzer gehalten sind, machen sie durchaus Spaß, da sie eine andere

Eingewöhnungszeit haben und man sie ganz anders steuert, da man sich nicht auf die Projektilwaffen beschränkt,

sondern sich auch gern mal in den Nahkampf begibt und den Gegner mittels brutalem Finishing-Move ins Jenseits

befördert. Hier lehnten sich die Entwickler eindeutig an den Film an, denn man sieht von Klingen, die durch den

Kopf gestossen werden, bis zu abgerissen Köpfen mit oder ohne Teile der Wirbelsäule, so ziemlich alles.

Schwächere Gemüter sollten hier schon einen guten Magen mitbringen.

Grafik

Neben der gut erzählten Geschichte, zählt natürlich die Atmosphäre eindeutig zu den Stärken des Spieles. Dies

liegt jedoch auch daran, dass es die Grafik schafft eine besondere Atmosphäre im Spiel zu schaffen, die durch

das Spiel dr Licht- und Schatteneffekte entsteht. Ein schwaches Herz darf man auch in den vielen Angriffen und

Sequenzen nicht haben, sind einige doch recht brutal und blutig ausgefallen.

Sound

Eine Synchronisation in die deutsche Sprache wurde dem Spiel nicht gegönnt, was aber nicht allzu tragisch ist,

da die englischsprachigen Originalstimmen überzeugen können. Wessen Fremdsprachenkenntnisse nicht ganz so

ausgeprägt sind, der kann sich auf die deutschen Untertitel verlassen. Diese wurden leider nicht überall

eingesetzt und so wird man sie zum Beispiel bei den Tagebucheinträgen auf den PDAs vergeblich suchen. Die

restlichen Soundeffekte und die Hintergrundmusik passen gut ins Spiel.

Multiplayer

Hat man die Steuerung der Aliens durchschaut, macht es im Multiplayer unheimlich viel Spaß über Wände und Decken

zu rennen und Freund und Feind übers Internet auszuschalten. Was im Singleplayer schon Spaß macht, wird übers

Internet zur Sucht. Gerade die perfekt ans Spiel angepassten Modi wissen zu überzeugen. So verfolgt in Predator

Hunt ein Truppe von Marines einen einzigen von Menschenhand gesteuerten Predator, der sich in den dunklen,

verwinkelten Räumen perfekt verstecken kann. Wer es schafft den Predator auszuschalten, darf in dessen Rolle

schlüpfen, während getötete Marines im Level wieder respawnen. Eine leicht andere Version davon ist der

Infestation-Modus, wo am Anfang auch nur ein Alien vorhanden ist, aber jeder getötete Marine in einen Alien

verwandelt wird. Natürlich sind auch die klassichen Mehrspielervarianten wie Deathmatch oder Domination

vorhanden.

Fazit

Andreas
Andreas
YouGame Redaktion
Alien vs. Predator ist der von mir erwartete gute Shooter geworden. Zwar gibt es ein paar kleinere Mängel, wie

die absundzu sehr behäbige Intelligenz der Gegner. Trotzdem machen die Kampagnen, vor allem die der Aliens,

richtig viel Spaß, gerade dann, wenn man die Situationen perfekt ausnützen kann um den Gegner von hinten zu

erledigen. Und wenn man dies dann noch dazu im Mehrspieler-Modus machen kann, dann wird man stundenlang nicht

aufhören können. Wichtig zu erwähnen ist jedoch auch die Brutalität in dem Spiel, weshalb das Spiel auch nicht

in Deutschland erschienen ist. Für Kinder und Menschen mit schwachem Gemüt ist Alien vs. Predator sicher nicht,

der Rest wird seinen Spaß mit dem Spiel haben.
Grafik
9/10
Sound
8/10
Multiplayer
9/10
Gameplay
8/10
Spielspaß
8/10