Fast neun Jahre sind seit der Veröffentlichung vom letzten Aliens vs. Predator Spiel vergangen. Während den
letzten Teil noch Monolith produziert hat, hat sich Rebellion wieder ihrem Kind zugewendet und einen neuen Teil
veröffentlicht. Wir konnten uns nun durch die Playstation 3 Version kämpfen um euch die Unterschiede der drei
Rassen näher zu bringen.
Wie schon im Aliens vs. Predator Film kann Wayland seine Finger nicht von alten Tempeln lassen und so öffnet
dieser auf dem Planeten Freyas Prospect selbst dann Türen, wenn finstere Figuren einen warnen versuchen und
forscht sogar mit außerirdischer Technologie und DNA, was natürlich nicht gut gehen kann. In weiterer Spielfolge
wählt ihr nun den Space Marine, Xenomorph oder Predator und durchspielt die Geschichte aus drei verschiedenen
Blickwinkeln bis zum Finale im Tempel.
Welchen der Rassen ihr auswählt, bleibt ganz euch überlassen, da gleich zum Anfang alle drei Kampagnen zur
Verfügung stehen. Der einfachste Einstieg ist jedoch als Marine, da die Steuerung an bekannte Ego-Shooter
erinnert und man somit am wenigsten Eingewöhnungszeit braucht. Ein weiterer Vorteil ist, dass beim Marine die
Geschichte am vollständigsten und besten erzählt ist. Wachsam solltem an jedoch während der vollständigen
Kampagne sein, lauert der Tod doch an jeder Ecke. Dank der gut gewählten Checkpoints bleibt der Frustfaktor
jedoch niedrig, wenn man einer Begegnung mit Aliens nicht gewachsen ist. Denn obwohl die gegnerische KI nicht
besonders intelligent erscheint, wird euch mit nur wenigen Angriffen das Leben ausgehaucht. Hat man die knapp
fünfstündige Kampagne der Marines durch, kann man sich sogleich eine Kampagne der anderen Rassen annehmen, die
jedoch mit jeweils drei Stunden kürzer gehalten sind.
Doch obwohl die Länge der Alien-Kampagnen kürzer gehalten sind, machen sie durchaus Spaß, da sie eine andere
Eingewöhnungszeit haben und man sie ganz anders steuert, da man sich nicht auf die Projektilwaffen beschränkt,
sondern sich auch gern mal in den Nahkampf begibt und den Gegner mittels brutalem Finishing-Move ins Jenseits
befördert. Hier lehnten sich die Entwickler eindeutig an den Film an, denn man sieht von Klingen, die durch den
Kopf gestossen werden, bis zu abgerissen Köpfen mit oder ohne Teile der Wirbelsäule, so ziemlich alles.
Schwächere Gemüter sollten hier schon einen guten Magen mitbringen.
Grafik
Neben der gut erzählten Geschichte, zählt natürlich die Atmosphäre eindeutig zu den Stärken des Spieles. Dies
liegt jedoch auch daran, dass es die Grafik schafft eine besondere Atmosphäre im Spiel zu schaffen, die durch
das Spiel dr Licht- und Schatteneffekte entsteht. Ein schwaches Herz darf man auch in den vielen Angriffen und
Sequenzen nicht haben, sind einige doch recht brutal und blutig ausgefallen.
Sound
Eine Synchronisation in die deutsche Sprache wurde dem Spiel nicht gegönnt, was aber nicht allzu tragisch ist,
da die englischsprachigen Originalstimmen überzeugen können. Wessen Fremdsprachenkenntnisse nicht ganz so
ausgeprägt sind, der kann sich auf die deutschen Untertitel verlassen. Diese wurden leider nicht überall
eingesetzt und so wird man sie zum Beispiel bei den Tagebucheinträgen auf den PDAs vergeblich suchen. Die
restlichen Soundeffekte und die Hintergrundmusik passen gut ins Spiel.
Multiplayer
Hat man die Steuerung der Aliens durchschaut, macht es im Multiplayer unheimlich viel Spaß über Wände und Decken
zu rennen und Freund und Feind übers Internet auszuschalten. Was im Singleplayer schon Spaß macht, wird übers
Internet zur Sucht. Gerade die perfekt ans Spiel angepassten Modi wissen zu überzeugen. So verfolgt in Predator
Hunt ein Truppe von Marines einen einzigen von Menschenhand gesteuerten Predator, der sich in den dunklen,
verwinkelten Räumen perfekt verstecken kann. Wer es schafft den Predator auszuschalten, darf in dessen Rolle
schlüpfen, während getötete Marines im Level wieder respawnen. Eine leicht andere Version davon ist der
Infestation-Modus, wo am Anfang auch nur ein Alien vorhanden ist, aber jeder getötete Marine in einen Alien
verwandelt wird. Natürlich sind auch die klassichen Mehrspielervarianten wie Deathmatch oder Domination
vorhanden.
Fazit
die absundzu sehr behäbige Intelligenz der Gegner. Trotzdem machen die Kampagnen, vor allem die der Aliens,
richtig viel Spaß, gerade dann, wenn man die Situationen perfekt ausnützen kann um den Gegner von hinten zu
erledigen. Und wenn man dies dann noch dazu im Mehrspieler-Modus machen kann, dann wird man stundenlang nicht
aufhören können. Wichtig zu erwähnen ist jedoch auch die Brutalität in dem Spiel, weshalb das Spiel auch nicht
in Deutschland erschienen ist. Für Kinder und Menschen mit schwachem Gemüt ist Alien vs. Predator sicher nicht,
der Rest wird seinen Spaß mit dem Spiel haben.






