Der Tradition entsprechend bringt Electronic Arts diesen Herbst mit Fussball Manager 12 den neuesten Ableger ihrer
Fussball-Manager-Simulation-Serie auf den Markt. Abgesehen von der Aktualisierung der Saisondaten wie Kader, Verletzungen
oder auch den Finanzen wurden insgesamt 700 neue Features in den Titel eingebaut, die man gar nicht alle einzeln aufzählen
kann. Der Schwerpunkt der Verbesserungen wurde in die 3D-Spielsimulation sowie den Transfermarkt gelegt. Wir konnten uns
das Spiel im Zuge der gamescom genauer ansehen.
Was einen in den früheren Versionen von Fussball Manager immer wieder den Kopf schütteln ließ, war der Blick auf die
Transferliste. Vollkommen realitätsferne Spielerwechsel zu unverhältnismäßigen Ablösesummen und eine überbesetzung von
Positionen, waren an der Tagesordnung. Dies soll nun in Fussball Manager 12 ein Ende haben. Dank der neuen Kader-Analyse
regiert endlich strategisches Denken auf dem Transfermarkt. Diese zeigt - gemessen am Mannschaftsschnitt - mittels grünen,
gelber und roter Punkt auf welchen Positionen die Mannschaften gut besetzt sind und wo Verstärkungen notwendig sind.
Passend der Kader-Analyse werden auch von Seiten der Vereine Transfers getätigt, wodurch die Spielerwechsel sehr
realistisch wirken und durchaus nachvollziehbar sind. Die einzelnen Spielerdaten wurden sehr umfangreich gestalten, wodurch
man schnell an die Informationen kommt, welche Spielerverträge auslaufen und welche Jungspieler in den Profikader geholt
werden sollten. Dies hilft nicht nur bei der Planung, sondern es richten auch die Computer-Vereine ihr Handeln danach
aus.
Eine weitere große Neuerung im Fussball Manager 12 ist das neue Vereinsgelände. Es können insgesamt 25 sinnvolle,
detailgetreue Gebäude erstellt und platziert werden. Der Clou dabei: Insgesamt besitzen alle 25 Gebäude 289 Ausbaustufen,
die auch direkte Auswirkungen auf das Spiel haben. So schaltet zum Beispiel eine Verbesserung des Trainingsplatzes neue
Trainingsübungen frei und nur mit genügend Büros können auch genügend Scouts angestellt werden. Außerdem wurde ein
Alterungsprozess für die Gebäude eingeführt, wodurch sie alle paar Jahre einen Neuanstrich oder sogar eine komplette
Renovierung benötigen, wenn man sie nicht verfallen lassen will.
Große Veränderungen erwarten uns auch im 3D Simulationsmodus, der sich aber nicht nur auf den grafischen Bereich
beschränkt. Hier wurde eine etwas ältere Fifa-Engine genommen, die das Spiel wirklich schön macht und man die Spieler auch
eindeutig an ihrem Aussehen erkennt. Die größte Neuerung ist hier aber die Aktions-Logik, damit keine vollkommen
unlogischen Situationen mehr entstehen, womit das 3D-Spiel realistischer wirkt. Spieler agieren ab sofort entsprechend
ihren Fähigkeiten und Weltklasse-Spielern gelingen eher außergewöhnliche Aktionen als weniger begabten Spielern. Dadurch
werden Bundesligaspiele sehenswerter als Regionalligaspiele.
Weiters wurde auch das Menü für taktische Anweisungen im Spiel komplett überarbeitet und lässt eine so schneller ins
Geschehen eingreifen. Egal ob man einzelnen Spielern was zurufen will oder der ganzen Mannschaft, dies geht mit wenigen
Klicks ganz einfach.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Managerlebens im Bereich Fussball sind natürlich die Finanzen und auch in diesem
Bereich hat sich einiges getan. Das Vertrauen des Vorstandes muss man sich erst hart erarbeiten, weshalb Anfangs nicht das
vollständige Budget zur Verfügung steht. Je besser man arbeitet, desto mehr des Reservebudgets erhaltet man.
Sponsorenverträge sowie weitere Einnahmen muss man sich nun auch durch sportliche Erfolge erarbeiten. Mitgliedsbeiträge
stehen ihnen nun ebenso zu Verfügung und mit Sponsorenkampagnen findet man neue Geldgeber, wenn es mal eng wird.
Damit die Übersicht gewährleistet werden kann, gibt es nun im Finanzbereich eine Sponsorenpyramide, mit der Sie Zugriff auf
alle wichtigen Einstellungen und Verhandlungsmöglichkeiten haben. Weiters wurde - um den Finanzbereich noch realistischer
zu gestalten - ein Aktienmarkt eingebaut, welcher bekanntermaßen auch im realen Fussball mittlerweile einen großen
Stellenwert hat.
Fazit
vorne. Durch die Verbesserung der Spiel-Logik wirkt der 3D-Modus um einiges dynamischer als bei seinen Vorgängern. Sollte
der Transfermodus über die virtuellen Spieljahre das halten, was er verspricht, dann macht dieser zusammen mit dem
erweiterten Finanzbereich FM 12 um einiges interessanter. Das Spiel sollte dann nicht nur für Hobbytrainer interessant
sein, die ihre Mannschaft zum Titel führen wollen, sondern auch für Managmentfans, die sich im Bereich der
Wirtschaftssimulation austoben wollen.





