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Preview: Titanfall

von Andreas · ca. 4 Min. Lesezeit
Titanfall

Zwar müssen wir noch ein paar Tage warten bis Titanfall endlich erscheint, doch lässt Microsoft nun mit

der Beta die ersten Spieler in die Welt der Mechs. Eines gleich vorweg, vergesst Battlefield und Call

of Duty, denn mit Titanfall weht ein frischer Wind durch den Ego-Shooter-Wald. Ein Spiel, das man nicht

verpassen darf.

Dank Microsoft durften wir in den letzten Tagen die Beta von Titanfall spielen und haben uns bereits für mehrere Stunden aufs Schlachtfeld begeben und sind absolut begeistert vom Erlebten. Selten zuvor war ein Shooter vom Spielprinzip sofort so überzeugend und schnell in den Bann ziehend. Aber bevor wir uns dem Gameplay widmen, wollen wir näher auf die Geschichte eingehen von der noch gar nicht soviel bekannt ist. Was bekannt ist, dass das Spiel in der näheren Zukunft auf einem fremden Planeten spielt. Ein Krieg ist ausgebrochen, der Chaos ind Verwüstung mit sich bringt. Auf der einen Seite steht die Interstellar Mining Corporation (IMC), auf der anderen Seite aufständische Milizen. Die Zukunft hält jedoch nicht nur einen neuen Krieg bereit, sondern auch neue Waffen und so gelten Titanen, riesige Mechs, als State of the Art.

In die Kämpfe zieht man zu Sechst, wobei Anfang noch alle als Fusstruppen ins Schlachtfeld starten.

Neben den regulären Spielern gibt es noch jede Menge AI-Truppen, die zwar nicht besonders stark sind,

aber das Kampffeld belebter wirken lassen und man nie in die Situation kommt, plötzlich Ruhe einkehren

zu lassen. Sehr schnell teilt sich auch der Kampf in zwei Ebenen auf. Auf der einen Seite die

Fußtruppen, die sich schnell über das Schlachtfeld bewegen können, Wände hochlaufen und von Haus zu

Haus hüpfen oder durch Fenster einfach in diese hineinstürzen. Auf der anderen Seite sind die Titanen-

Kämpfe, die zwar sehr effektiv sind und eine riesige Durchschlagskraft besitzen, dafür etwas langsamer

und behäbiger sind.

Zwei Karten und drei Spielmodi gibt es aktuell zum Anspielen: Attrition, Hardpoint Domination und Last

Titan Standing. Im ersten Modus gewinnt das Team, dass alle gegnerischen Piloten und Titanen

ausschaltet während die Zeit herunterrennt. In Hardpoint Domination gilt es drei Punkte auf der Karte

zu erobern und lange genug zu halten. Im letzten Modus Last Titan Standing erhält jeder Spieler zu

Beginn einen Titanen, den es zu verteidigen gilt. Sobald ein Team nämlich keinen Titanen mehr besitzt,

ist die Runde verloren. Es gibt hier keine Respawns von Titanen oder die Möglichkeit einen Ersatz-Titan

anzufordern, weshalb man vorsichtig sein muss, wie offensiv man mit seinem Titanen umgeht.

Grundsätzlich wird man in den Spielmodi bekannte Modi aus anderen Shooter wiedererkennen und könnte so

auf die falsche Annahme kommen, dass es hier keine Unterschiede gibt. Dem ist jedoch nicht so, denn

gerade durch die Unterschiede zwischen den Bodentruppen und den Titanen entstehen sehr komplexe Kämpfe.

Gerade durch die neuen Bewegungsmöglichkeiten, wie die Wände hochzuklettern, mittels Jetpack zu

fliegen, oder von Mauer zu Mauer zu hüpfen, erhöhen die Bewegungsfreiheit und machen das Spielgeschehen

unheimlich schnell. Aber auch die Titanen sollte man nicht unterschätzen, denn diese sind nicht nur

reines Kanonenfutter. Sie haben durchaus die Möglichkeit rasch auszuweichen und wenn sie mal auf einen

schießen, kommt man selten wieder heil aus der Situation heraus. Natürlich kann man auch direkt auf

einen gegnerischen Titanen hüpfen um direkt den Kopf wegzuschießen. Wenn ihr euren eigenen Titanen

verlasst, bleibt dieser nicht nur stehen, ihr könnt ihm auch Befehle geben und so wird er euch zum

Beispiel folgen und Rückendeckung geben, solange bis wer anderer in ihn einsteigt.

Mit dabei ist auch ein klassisches Erfahrungssystem mit dem ihr durch gewonnene Erfahrungspunkte in

Klassen aufsteigt. Ihr schaltet so unter anderem neue Klassen, Waffen oder auch Ausrüstungsteile frei.

Ebenso ist es so möglich "Burn Cards" zu bekommen, die euch im Spiel einen Bonus bringen, wenn ihr sie

einsetzt. Dies halten jedoch nur bis zu eurem Ableben. Eine besonders nette Neuerung ist die Endsequenz

in jedem Level. Statt einfach nur den Sieg oder die Niederlage am Display zu sehen, beginnt noch eine

letzte Aufgabe für die Verlierer. Diese müssen nämlich zu derem Schiff zurücklaufen, während die Sieger

eine letzte Jagd auf sie abhalten dürfen. Die letzte Chance für die Verlierer die Ehre ein wenig

reinzuwaschen oder entgültig erledigt zu werden.

Technisch sieht man nicht den ganz großen Schritt in die Zukunft, dennoch sieht das Spiel wahrlich gut

aus und rennt vollkommen flüssig. Egal, wieviele Soldaten gleichzeitig angezeigt werden und wieviel

gerade in allen Ecken in die Luft fliegt, es kommt zu keinen Framerate-Einbrüchen. Die Umgebung ist mit

Details gespickt und gerade die Titanen wurden mit sehr viel Liebe für die Kleinigkeiten umgesetzt.

Soundtechnisch kann man dem Spiel hier auch nichts vorwerfen, das Geschehen wird perfekt untermalt und

die Musik macht Stimmung.

Welche Fragen lässt die Beta jetzt noch offen? Vor allem Details für den Storymodus. Wir wissen zwar

nun, dass der Multiplayer extrem competativ ist und viel Spaß bereiten kann, wir wissen jedoch nicht,

wie das Gameplay auch in einer erzählten Geschichte funktionieren kann und wird. Laut bisherigen

Informationen wird man auch auf beiden Seiten spielen können, denn die Entwickler wollen beiden Seiten

ihre guten Gründe für den Krieg geben und keine soll den Part des wahren Bösen übernehmen. Wir können

hier gespannt sein, wann mehr Infos hierzu bekannt gegeben werden.

Sehr gut

Fazit

Andreas
Andreas
YouGame Redaktion
Titanfall ist einer der Titel, die für Microsoft die Kohlen aus dem Feuer holen werden und wodurch die

Verkäufe der Xbox One anziehen müssen. Alles andere wäre ein Wunder, da der Titel sogut wie alles

richtig macht. Titanfall macht Spass, gerade durch das erfrischend neue Spieldesign. Es spielt sich

unheimlich schnell und durch die Möglichkeiten sowohl zu Fuß, wie auch im Titanen zu kämpfen, bekommt

das Spiel eine Dynamik, wie man sie in keinem anderen aktuellen Ego-Shooter kennt. Titanfall zwingt uns

dazu den Controller nicht mehr wegzulegen. Wenn man einmal zu spielen beginnt, kann man nicht mehr

aufhören. Absoluter Suchtfaktor ist garantiert und wir können das fertige Produkt nicht mehr erwarten.