Titel:
Guild Wars 2
System:
PC
Publisher:
NCsoft Europe
Entwickler:

Genre:

Release:
28.08.2012

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Preview: Guild Wars 2

Nur noch wenige Wochen trennen uns vom Release von Guild Wars 2, dem wahrscheinlich bislang größten Konkurrenten von World of Warcraft. Doch hat das Spiel wirklich Potential dazu? Ist vom ehemaligen Guild Wars noch irgendwas übrig geblieben? Können die Neuerungen begeistern? Wir konnten uns einen ersten Eindruck machen und wollen diesen mit euch teilen.

Wie bei jedem Rollenspiel müsst ihr zu Beginn euren eigenen Charakter erstellen mit dem ihr das restliche Spiel bestreiten werdet. Ihr wählt euch eine Klasse aus, das Geschlecht und passt dann das Aussehen vollständig nach euren Wünschen an, was manche Spieler für Stunden fesseln könnte. Jetzt wählt ihr noch eure Rasse und müsst dabei nicht nur den Menschen spielen, sondern wählt aus, ob ihr einen Asuri (putzige Wissenschaftler), Char (eine Katzenart), Norn (Jäger, die sich in Bären verwandeln können) oder einen Sylvari (elfenartige Wesen) spielen wollt. Zuletzt wählt ihr noch eure eigene persönliche Vorgeschichte aus, was eurer Charakter bisher schon erlebt hat. Die letzte, wichtige Wahl für euch, ist die Wahl des Servers.

Viel ist passiert in den letzten 250 Jahren und als größte Bedrohung gelten die aus den Tiefen Tyrias erwachten Drachen. Zhaitan, einer von ihnen, erweckte das versunkene Reich Orr und die dabei getöteten Wesen, kämpfen nun für ihn und er kontrolliert un das Meer und somit jeden Kontakt nach Cantha. Ein weiterer Drache, nämlich Primordus vernichtete die Tiefen von Tyria und trieb so das Volk der Asura an die Oberfläche. Die Drachen können nur durch die Verbündung aller Völker besiegt werden und ihr seit ein Puzzelteil, damit dies gelingen kann. Doch bevor ihr euch um das globale Problem kümmern dürft, habt ihr einige kleinere Probleme zu lösen und retten zu Beginn das Dorf, dass von Zentauren angegriffen wird um gleich darauf eine nahegelegene Festung befreien zu wollen. Gemeinsam mit anderen Charakteren besiegen wir einen Feind nach dem anderen bis plötzlich ein Boss-Gegner auftaucht. Als wir diesen mit viel Mühe auch noch besiegen, wird unser Charakter plötzlich ohnmächtig. Nach einer kurzen Sequenz wachen wir in der offenen Welt wieder auf.

Die ersten Szenen haben uns schon die größten Änderungen zum Vorgänger gezeigt. Während im Vorgänger maximal acht Spieler miteinander unterwegs sein konnten und man alleine nicht lange überlebte, hat man nun die freie Wahl. Ihr könnt die große, offene Welt ganz alleine bereisen, euch mit Freunden auf den Weg machen oder als größere Gruppe gegen die Feine antreten und die Welt erforschen. Ihr werdet dabei an allen Ecken und Enden der Welt auf Events treffen, kleine Geschichten, die die ganze Welt beeinflussen und die Welt konstant verändern. Könnt ihr also ein Dorf vor dem Angriff von Zentauren beschützen, so werdet ihr als nächstes Event den Angriff gegen das Camp der Zentauren vorgeschlagen bekommen. Für jedes Event, egal, wie es am Ende ausgeht, bekommt ihr Gold und Erfahrungspunkte. Aber auch jede Menge NPCs warten mit Aufträgen auf euch, die als Geschenk am Ende sehr oft Ausrüstungsgegenstände für euch bereit halten. Im Grunde befindet ihr euch in einer Welt, wo an allen Ecken und Enden etwas passiert und überall eure Hilfe benötigt wird. Ihr entscheidet selbst, wo euer Held helfen darf und welche Orte er erforschen darf.

Nicht aus den Augen lassen darf man aber natürlich die Hauptgeschichte des Spieles, die euch durch die Welt treibt. Ihr müsst die richtigen NPCs besuchen, durch die Welt reisen, Aufträge erledigen und werdet auch die eine oder andere Wendung erleben, die ihr euch nicht erwarten würdet. Wir wollen euch hier nicht zuviel verraten, da wir euch sonst zuviel vom Spass nehmen, da man gerade am Anfang viel zu erleben hat.

Auch die Charakterentwicklung wurde vollkommen überarbeitet. Statt 20 Leveln stehen nun 80 zur Verfügung, wobei man in den ersten Leveln noch nicht viel selbst beeinflussen darf. Erst ab Level fünf darf man die ersten Fertigkeitspunkte verteilen und erst ab Level zehn darf man sich die Verteilung der ersten Talentpunkte durch den Kopf gehen lassen. Die Auswahlmöglichkeiten sind dabei sehr umfangreich gehalten und man kann sich den eigenen Charakter vollkommen nach eigenen Wünschen entwickeln. Aber auch die Ausrüstungsgegenstände und Kleidung hält für jeden was bereit und wenn man nicht das gewünscht findet oder für Aufträge bekommt, dann kann man bei einem der Händler einkaufen gehen oder sich auch ins Auktionshaus begeben um neues zu kaufen und eigene, nicht mehr benötigte Gegenstände loszuwerden. Wen dies noch nicht süchtig gemacht hat, der durchsucht die Welt nach Materialien und bastelt sich am Ende seine eigenen Gegenstände.

Da es keine Heilerklasse mehr gibt, wurde auch der Sterbeprozess im Spiel überarbeitet. Verliert man nämlich alle Lebenspunkte, geht man zu Boden und blutet dort mehrere Sekunden lang aus, während man sich noch selbst verteidigen kann. Schafft man es nun den Gegner noch zu besiegen, steht unser Charakter wieder von selbst auf. Aber auch andere Spieler können einen wiederbeleben, wenn sie sich neben uns hinknien. Sterben wir aber einmal wirklich, so erwachen wir vollständig geheilt am Start unseres letzten Auftrages, wobei unsere Rüstung einige Schäden abbekommen hat.

Aber auch sonst haben die Entwickler noch viel vor mit uns. So sind große Welten-PVPs geplant, wo ganze Server gegeneinander antreten sollen und so riesige Gefechte und Boni auf uns warten werden. Aber auch Solo-Spieler werden ihren Spass haben, denn alle Aufträge und Dungeons lassen sich auf unterschiedlichste Arten lösen. Ihr habt die Wahl ob ihr die Aufgaben alleine löst oder ob ihr sie mit Hilfe von anderen Spielern löst. Wer nicht nur normale PvP spielen will, kann auch mit seinem Clan gegen andere Clans in speziellen PvPs antreten um die Macht auszulotsen.

Technisch wurde Guild Wars 2 wahnsinnig gut umgesetzt, kein anderes MMORPG kann mit so einer schönen Welt aufwarten. Man kommt sich vor als man mitten in wunderschönen Gemälden spielen würde und jeder Winkel der Welt hat etwas einzigartiges. Ebenso hervorheben muss man die wunderschönen Zwischensequenzen, wo es nichts zu bemängeln gibt. Selbst der Soundtrack passt sich hier nahtlos in das Gesamtkonzept ein und untermalt die Szenen perfekt. Da auch die Verbindung jederzeit bei allen Tests bisher gehalten hat, steht einem stundenlangen spielen nichts im Wege.

Fazit: Wir konnten uns im Spiel einige Bereiche ansehen und noch viele, viele weitere Bereiche warten auf die Erkundung, aber bereits jetzt können wir beruhigt sagen, dass Guild Wars 2 mächtig Spass macht. Für eine entgültige Bewertung fehlen uns noch einige Stunden Spielzeit und das entgültige Produkt, aber bereits jetzt sind wir uns sicher, dass das Spiel für viele Stunden fesseln wird. Inwiefern durch die persönliche Geschichte, das Talentsystem und das Zusammenspiel zwischen den Charakteren das Spiel WoW vom Thron stossen wird, werden wir wohl erst in ein paar Wochen wissen, aber schon jetzt halten wir uns die Zeit zum Releasestart frei, denn Guild Wars 2 ist ein Pflichtkauf für jeden MMORPG-Spieler.

Ersteindruck: Sehr gut