Titel:
Stellaris
System:
PC
Publisher:
Paradox Interactive
Entwickler:
Paradox Interactive
Genre:

Release:
08.07.2016

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Preview: Stellaris

Paradox Interactive, verantwortlich für hervorragende Strategiespiele wie Europa Universalis oder Hearts of Iron, haben im Zuge der Gamescom deren neuesten Strategie-Titel angekündigt. Mit Stellaris wagen die Entwickler den Schritt erstmals in den Weltraum, wollen aber die selbe strategische Tiefe, wie die bisherigen Titel, liefern. Wir konnten uns den Titel im Zuge der gamescom genauer anschauen und eines können wir schon jetzt verraten: Stellaris ist einer der interessanten Titel der ganzen Messe.

Mit Stellaris betreten die Entwickler vollkommenes Neuland für das Studio. Nicht nur, dass sie bisher noch kein Spiel im Weltraum entwickelt haben, sondern auch der Spielhintergrund ist eine wahre Herausforderung. Während die bisherigen Spiele sich nämlich an historischen Gegebenheiten anlehnen konnten, so wird in Stellaris alles per Zufall generiert, sogar die Hintergrundgeschichte aller im jeweils aktuellen Spiel. Man wählt zu Beginn des Spieles die Größe des Universums mit bis zu 1000 Sonnensystem und wählt aus einer von sieben Rassen aus, darunter auch die Menschen. Zum Start des Spieles könnt ihr eure Rasse noch in den Feinheiten verändern und habt so Einfluss auf euer Volk und die Reaktionen anderer Völker auf euch. Jedes Volk hat im Spiel auch eine andere Größe, man muss also klug entscheiden, ob man sich bestehenden Imperien anschließt oder kleinere Reiche selbst erobert.

Kämpfe sind natürlich im Weltall auch nicht zu vermeiden, wie in anderen Spielen aus dem Hause Paradox Interactive steuern wir diese jedoch nicht selbst. Wir bauen nur unsere Kampfschiffe und schicken diese in den Kampf um den galaktischen Schlachten dann beizuwohnen ohne selbst Einfluss daran zu nehmen. Das Spiel beruht dabei auf der Klauswitz-Engine. Die Grafik ist richtig schön und lädt schon jetzt zum Träumen ein, auch wenn noch vieles nicht fertig ist.

Wie sich das Universum im Spielverlauf entwickelt, hängt von vielen Faktoren ab. Wie entwickelt sich die Technik, gibt es Kriege, zerfallen ganze Völker? Vom Spieler wird verlangt auf alles neue Antworten zu finden und während man im einen Moment noch auf Forschungreise durch das Weltall ist, stehen im nächsten Moment riesige Armadas von Kriegsschiffen vor eurer Tür. Erkunden, Expandieren, Ausbeuten und Auslöschen sind die vier Kernbereiche. Zu Beginn fliegt ihr mit euren Forschungsschiffen zu den Planeten, untersucht sie und schickt Personen herunter, damit sie Ressourcen für euch abbauen. Hier, wie auch sonst überall im Spiel, ist es wichtig überall das richtige Personal einzusetzen, da jeder seine Eigenheiten hat und anders auf Ereignisse reagiert. Die eine Person will schneller kämpfen, die andere hat schneller Angst und wieder eine andere ist bei leichten Unruhen sofort bereit für einen Umsturz. Solche Kleinigkeiten machen das Spiel unglaublich lebendig und Micro-Managment hat einen hohen Stellenwert im Spiel. So bestimmt ihr mit euren Entscheidungen den ganzen weiteren Spielverlauf. Helft ihr einer neu entdeckten Zivilisation die Weltraumforschung zu entwickeln oder nützt ihr die Unterlegenheite und erobert ihr den Planeten einfach?

Ebenso eine große Rolle spielen die vielen Events, die euch Vor- und Nachteile bringen können. So kann die Erforschung eines Planeten schon einmal nach hinten losgehen und man verliert seine Crew am Planeten. Oder man entdeckt ein Fragment und bekommt den möglichen Auftrag die weiteren Fragmente zu suchen ohne zu wissen, was dann auf uns wartet. Jedes Spiel soll laut den Entwicklern anders sein, denn jedes Volk und jede Galaxy wird bei Spielstart mit allen Eigenheiten neu berechnet. Jedes Spiel wird so zu einer eigenen Spielerfahrung in der ihr immer wieder einen neuen Weg finden müsst um euer galaxtisches Imperium aufzubauen. Der Langzeitspielspass soll durch größere Probleme hoch gehalten werden. So können im weiteren Spielverlauf Wurmlöcher zu Problemen führen oder hochentwickelte Roboter versuchen selbst die Herrschaft zu übernehmen. Große Probleme können nur mit Hilfe weiterer Völker gelöst werden. Wer dies mit Freunden schaffen will, der wird sich über den Multiplayer-Modus freuen. Es gibt bislang noch keine Beschränkung von Entwicklerseite, aktuelle Tests schaffen 40 Spieler ohne Probleme. Praktisch ist es auch, dass alle Spieler gleich stark starten und das Spiel zu Beginn also ausgeglichen startet.

Fazit: Stellaris konnte uns in der halbstündigen Präsentation unglaublich fesseln und schon jetzt kann man sich sicher sein, dass das Spiel für jeden Strategie- und Weltraumfan ein Pflichtkauf sein wird. Erscheinen soll das Spiel leider erst Anfang 2016, bis dahin werden wir euch jedoch auf dem Laufenden halten.

Ersteindruck: Sehr Gut