Titel:
The Order: 1886
System:
PS4
Publisher:
Sony Playstation
Entwickler:
Ready at Dawn
Genre:

Release:
20.02.2015

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Preview: The Order: 1886

Auf Besitzer der PS4 warten in den nächsten Monaten einige Kracher und einer der meist erwarteten Titel davon ist The Order: 1886. Entwickelt wird das Spiel im Moment von Ready at Dawn, ein kleines amerikanisches Entwicklerstudio, das in den letzten Jahren hauptsächlich Spiele für die PSP entwickeln durfte. Nun dürften sie endlich an einer vollkommen neuen IP arbeiten und das was uns auf der gamescom gezeigt wurde, war einfach nur awesome.

Die Geschichte von The Order: 1886 dreht sich sehr stark um Nikola Tesla. Die Biographie des genialen Entwicklers hat soviel Inhalt hergegeben, dass man diese als Grundlage für das Spiel genommen habe. Ende des 19. Jahrhunderts gab es nämlich den Stromkrieg zwischen Edison, der sich für die Gleichspannung einsetzte, und Westinghouse, der für die Wechselspannung eintrat. Zur selben Zeit arbeitete Tesla, selbst ein genialer Erfinder, für Edison. Tesla wurde das große Geld versprochen, wenn er es schaffe eine Erfindung zu verbessern und effizienter zu gestalten. Edison selbst glaubte nicht an seinen Mitarbeiter und hatte auch nie das Interesse ihm das versprochene Geld zu zahlen. Tesla schafft jedoch die Verbesserung, verlässt Edison jedoch als er sein Geld nicht bekommt und wird zu dessem Rivalen. Bis hier her stimmt nun auch die original Biographie von Tesla, die Ready at Dawn auch als Grundlage für das Spiel hergenommen hat. Ab hier wird es jedoch fiktiv, denn im Spiel tritt Tesla als Folge der Auseinandersetzung dem Orden bei und wurde deren hauseigener Waffenmeister.

Wir selbst schlüpfen in die Rolle von Sir Galahad, ein Ritter der Tafelrunde. Dank dem mächtigen Heiltrank Blackwater sind wir quasi unsterblich und kämpfen seit Jahrhunderten für das Gute. Doch da wir nicht sterben und vor allen uns bekannten Menschen sterben, müssen wir uns vor der Gesellschaft verstecken und leben heimlich im Orden. Viel mehr zur Geschichte wurde nicht gezeigt, dafür umso mehr direkt aus der Spielwelt. Es wurde London gezeigt in einer extremen Steampunk-Version in der historische Elemente mit fiktionalen modernen Elementen vermischt wurden. So wurden historische Waffen der damaligen Zeit mit der Funktionalität heutiger Waffen vermischt, wobei die Amerikaner, Briten und Deutschen unterschiedliche Waffen besitzen. Doch nicht nur die Waffen und die Welt ist fiktional angehaucht, auch die Gegner sind neu, so hat sich aus der Menschheit heraus noch die Halbbrut, Menschen mit genetischem Defekt, herausentwickelt. Diese sehen bis zu einem gewissen Grad wie Werwölfe aus, können einiges einstecken und können sich sogar noch selbst heilen. Hier reicht die normale Feuerkraft auch nicht mehr aus, weshalb es Waffen mit der Zusatzfunktion Blast gibt. Dieser ist ein Druckfeld, der in Schussrichtung abgegeben wird und alles in der näheren Umgebung nach hinten wirft. Gegen die übermächtige Halbbrut oft die Rettung in der letzten Sekunde.

Schade ist jedoch, dass die bisherig gezeigten Level alle sehr linear aufgebaut sind. Handlungsspielraum war nicht wirklich vorhanden. Wie auf Schienen mussten wir uns durch die Gassen oder das Haus bewegen, Deckung suchen und in bester 3rd-Person-Manier die Gegner aufs Korn nehmen. Man kann hoffen, dass nur die Demos so einseitig aufgebaut wurden und dem Spieler am Ende eine offenere Spielwelt gegönnt wird. Es wäre schade, wenn ein so kreatives Spiel mit einer Welt, die man selbst erforschen will, am Ende an der Spielerfreiheit scheitern würde.

Ein Highlight im Spiel sind aber auf jeden Fall die vielen Animationen. So kann man seinen Gegner fokussieren und so die Killsequenz starten, in der der Schusswechsel mit dem Gegner cineastisch gezeigt wird und ihr nur zusehen braucht, wie euer Gegner erledigt wird. Aber auch die Quicktime-Events sehen unheimlich gut aus und erinnern an Spiele wie The Last of Us, wo man schnell genug die richtigen Tasten drücken muss um dem Tod zu entgehen. Die Spielgrafik sieht unheimlich gut aus und das gezeigt Level im Krankenhaus wirkte sehr real und angsteinflößend. Überall gibt es Kleinigkeiten zu entdecken und die Detailvielfalt hat man so in noch keinem Spiel gesehen.

Fazit: Leider wurde nicht mehr zu dem Titel gezeigt und man konnte auch nicht wirklich viel zu einem der meist erwarteten Spiele auf der PS4 anspielen. Das bisherig gezeigte macht jedoch Lust auf mehr und wir hoffen, dass der Launchtermin Anfang 2015 halten wird. The Order: 1886 dürfte durch seine kreativen Ansätze und der hohen Qualität ein Must-Have-Titel werden. Man muss nur hoffen, dass rund um das schöne Setting eine gute und fesselnde Geschichte aufgebaut wird und die Level am Ende nicht ganz so linear in einem Schlauch ablaufen, wie bei den bisher gezeigten Versionen. Man kann gespannt sein, ob Ready at Dawn diese Kritikpunkte noch ausbessern kann um mit derem ersten Titel den erhofften Erfolg zu schaffen.

Ersteindruck: Sehr Gut