Titel:
Lost Horizon
System:
PC
Publisher:
Deep Silver
Entwickler:

Genre:

Release:
01.01.1970

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Preview: Lost Horizon

Deep Silver hat im Zuge der Gamescom das kommende Werk von Animation Arts vorgestellt. Adventure-Fans werden die Entwickler nicht unbekannt sein, haben sie doch in den letzten Jahren die beliebte Geheimakte-Reihe ausgeliefert. Nun arbeitet das Team an Lost Horizon und will dabei ein neues Setting und stilistisch eine andere Grafik wählen. Grund genug für uns sich das Spiel genauer anzusehen.

Wir befinden uns im Jahre 1936 und übernehmen die Rolle von Fenton Paddock, ein ehemaliger britischer Soldat, der nun in Hongkong ein Leben als Pilot und Schmuggler führt. Wie es zu dem gekommen ist, wird euch jedoch erst im Laufe des Spieles erzählt. Doch bevor wir uns mit Fenton beschäftigen können, werden wir an einen anderen Ort katapultiert, nämlich in ein Kloster in den Bergen von Tibet. Dabei gerät eine Militärexpedition in einen Hinterhalt und es überleben nur der Anführer und Sohn des Gouverneurs Richard Weston und ein Mönch. Beide fliehen in eine Kammer des Klosters, aus der sie nicht herauskommen können und wo kurz darauf der Mönch verstirbt. Richard ist jetzt allein auf sich gestellt und muss einen Weg aus der Kammer finden. Diesen kurzen Spielpart kann man getrost als Tutorial ansehen, wo man die Steuerung lernen kann, die sich aber kaum von der Steuerung, die man von der Geheimakte-Reihe kennt, unterscheidet. Einzig das Tagebuch wurde abgeschafft, statt dessen gibt es ein kleines Hilfemenü, dass einem sagt, wie man in die Lage gekommen ist und was als nächstes zu erledigen wäre.
Hat man dies geschafft, gibt es einen Szenewechsel und man landet wieder bei Fenton, der sich in einer Bar Mitten in Hongkong herumtreibt. Ihr steigt hier genau in dem Moment ins Geschehen ein, als Schlägertypen auftauchen, die mit euch noch eine Rechnung offen haben. Also schnell ein Ablenkungsmanöver mittels brennendem Kellnerwagens schaffen und durch die Hintertür raus. Doch sofort wartet dort das nächste Problem, denn auch dort wird schon auf euch gewartet. Mit Hilfe der jungen Kim schafft ihr es dann mittels einer wilden Verfolgungsjagd doch noch von den, wie ihr später erfahrt, Nazis davon zukommen, die auf der Suche nach einem Zugang ins verborgene Shambala-Reich suchen. Interessant war in der Verfolgungsjagd, dass ihr beide Charaktere benützen müsst und dabei auch zeitlich aufeinander abstimmte Aktionen herausfinden dürft. Dies bringt eine gewisse Action und auch einen Filmflair mit Kamerawechsel mit sich.

Technisch kommt das Spiel gezielt stark herüber, auch dadurch dass die Entwickler einen neuen Grafikstil gewählt haben. Es wurde mehr Abstand vom Comic-Stil genommen und man versucht ein etwas ernsteres Spiel auf den PC zu zaubern. Die Hintergründe sind dabei alle handgezeichnet und schaffen eine Auflösung bis zu 2560 Pixel. Einzelne Szenen werden immer wieder mit Filmsequenzen verbunden, in denen man auch schon mal längere Dialoge erwarten kann, die einen durch das Spiel führen. Aber auch bei den kleinen Details wurde nicht gespart und so findet man fast überall Kleinigkeiten, die die Atmosphäre verstärken. Auch Sound und Stimmen passen dabei richtig gut zu den Charakteren und den Schauplätzen und scheinen bewusst gewählt zu sein.

Fazit: Die Entwickler versprechen uns wieder ein Spiel, dass jede Menge Spaß machen und uns bis zu 20 Stunden an den PC fesseln soll. Die bewusste Anlehnung an Vorbilder, wie Indiana Jones, scheint dem Spiel gut zu tun und die bisher gezeigten Grafiken und Szenen wissen zu begeistern. Man kann also gespannt sein, wie sich das endgültige Spiel präsentieren wird und ob die Entwickler genug Abstand zu der Geheimakte-Reihe schaffen konnten.

Ersteindruck: Gut