Titel:
Etherium
System:
PC
Publisher:
Focus Home Interactive
Entwickler:
Tindalos Interactive
Genre:

Release:
27.03.2015

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Preview: Etherium

Etherium erinnert auf den ersten Blick stark an Strategieklassiker wie Supreme Commander, Dune und Command & Conquer. Doch kann das Spiel, das für 20€ in den Handel kommen soll, mit den Vorbildern mithalten? Wir hatten die Möglichkeit das Spiel vorab anzusehen.

Etherium hat grundsätzlich einige Ähnlichkeiten mit anderen Strategiespielen, denn die Entwickler haben nicht den Fehler gemacht, alles neu erfinden zu wollen. Etherium soll dabei jedoch ein zugänglicherer Titel werden, der vor allem durch seine Einfachheit in der Steuerung glänzen soll. Dies beginnt schon bei der Auswahl der Truppen, denn wir wählen nicht einzelne Einheiten aus, sondern ganze Divisionen, die je nach Einheitstypen eine unterschiedlich große Anzahl an Einheiten aufweisen. Wer jetzt glaubt, sich so riesige Truppen aufbauen zu können, den müssen wir enttäuschen, denn bei fünfzehn Regimenten ist Sense und die Maximalanzahl erreicht. Ziel sei es, die Kämpfe übersichtlich sein zu lassen.

Um überhaupt Truppen bauen zu können, benötigt ihr jedoch das spielnamensgebende Etherium, das einzig wahre Zahlungsmittel im Spiel. Dieser einzigartige Stoff wird jedoch nur alle tausend Jahre von einer mysteriösen Alienrasse auf unserem Planeten abgeworfen und wird so jedesmal zum Mittelpunkt der Kriege. Drei Fraktionen versuchen dabei an das Etherium zu kommen und haben jeder eine andere Intention dafür. Das terranische Konsortium versucht seine Wirtschaft damit zu finanzieren, die Galaad ihr Leben zu verlängern und religiöse Fanatiker wollen die Ungläubigen von ihrer heiligen Substanz fernhalten.

Einen umfangreichen Basisbau gibt es im Grunde nicht, gilt es als Ziel im Grunde nur die in Sektoren eingeteilten Kolonien einzunehmen. Solange diese mit unserem Herrschaftsgebiet verbunden sind, bekommen wir auch das dringend benötigte Etherium. In jeder Kolonie können drei Gebäude gebaut werden, wobei man hier gut wählen muss, was man baut. So kann man Techniklabore für bessere Truppen bauen oder auch Landezonen, um Truppen näher an der Front vom Mutterschiff geliefert zu bekommen.

Die Kampagne soll nonlinear ablaufen, wodurch man die Planeten in selbst gewählter Reihenfolge erobern können wird. Die Schlachten selbst sollen sich dabei nicht in die Länge ziehen. Laut Entwicklern soll es ein "knackiges Spiel" sein, in welchem man schon nach 20 Minuten fertig sein soll. Um mehr Interesse entstehen zu lassen, sollen die einzelnen Missionen durch, die per Zufall, platzierten neutralen Fraktionen jedes mal ein wenig anders sein.

Der Plan der Entwickler ist es die taktischen Fähigkeiten des Spielers in den Vordergrund zu stellen. So gilt es auf die Umgebung und das vorherrschende Wetter zu achten und die jeweiligen Vorteile geschickt auszunützen. So kann man seine Truppen zum Beispiel im Wald vor den Gegnern verstecken und Sandstürme nützen, um ungesehen bis vor die gegnerische Kolonie zu kommen. Es soll jede Menge Einflüsse auf das Spielgeschehen geben taktisches Handeln ist an dieser Stelle gefragt, wenn man am den Sieg davon tragen möchte.

Ein Multiplayermodus ist natürlich geplant, in welchem zwei oder vier Spieler gegeneinander spielen werden können. Der Sieg ist dabei auf zwei unterschiedliche Arten zu erreichen. Beim klassischen gilt es einfach die gegnerische Basis dem Erdboden gleich zu machen. Die zweite Möglichkeit ist der Bau der Kanonenbatterie, mit der wir das feindliche Kommandoschiff aus dem All schießen können. Dies dauert zwar ein wenig, aber wir sehen am oberen Bildschirmrand wie die Lebenspunkte langsam kleiner werden. Schafft es der Gegner in der Zeit nicht unsere Waffe auszuschalten, sprengen wir irgendwann das Schiff und das Spiel geht für den Gegner verloren.

Fazit: Etherium könnte ein kleiner Geheimtipp für Strategie-Spieler werden, denn das bisher Gezeigte deutet ein erfrischend neues Spielkonzept an. Ich finde es gut, dass weniger das Mikromanagment, dafür umso mehr die Taktik über Sieg und Niederlage entscheiden werden. Besonders die Wettereffekte sollen laut Entwickler neue, strategische Möglichkeiten bieten, man kann gespannt sein, ob dies auch wie gewünscht funktionieren wird. Ob das Spiel mit dem begrenzten Basisbau und den wenigen Truppen am Ende langzeitmotivierend wird, kann ich jetzt nicht wirklich beantworten. AUs den Augen lassen sollte man den Titel bis zum Release aber auf keinen Fall.

Ersteindruck: Gut