Ryse - Son of Rome befindet sich schon seit einigen Jahren in Entwicklung und das Spielekonzept wurde mehrmals gewechselt. Wir konnten uns die entgültig umgesetzte Spielidee genauer vorab ansehen und waren positiv überrascht.
Wer die Entwicklungsgeschichte von Ryse mitverfolgt hat, der weiß, dass das Spiel schon einige Wandlungen hinter sich hat. Ursprünglich
hätte der Action-Kracher ja für die Xbox 360 als reines Kinect-Spiel erscheinen sollen. Da das System aber steuerungstechnisch doch zu
beschränkt war, wurde die Grundidee über den Haufen geworfen und ein neues Konzept für die Xbox One gefunden mit Controller-Steuerung und
dieses funktioniert.
Wir befinden uns zu Zeiten des alten Roms und übernehmen die Rolle des römischen Feldherrn Marius Titus und seine Legion. Diese müsst ihr
im Spiel mit Sprachbefehlen und Zeichen steuern, wodurch ein wenig der ursprünglichen Spielmechanik erhalten blieb. Dies hat richtig gut
beim Testspielen funktioniert. Zu der Geschichte selbst konnten wir recht wenig herausfinden bisher, umso mehr konnten wir uns jedoch der
Steuerung und der Spielmechanik widmen. So mussten wir auf einer dicht bepflanzen Wiese heranstürmende Barbaren abwehren. Solange die
Distanz noch groß genug ist, erledigen wir diese mit gezielten Speerwürfen. Je genauer diese sein sollen, umso mehr Zeit benötigt ihr beim
Aufladen. Kaum sind die Gegner jedoch in Schlagreichweite, zückt ihr per Tastendruck Schwert und Schild. In überlegten Angriffen müsst ihr
nun die Gegner beseitigen und euch gleichzeitig mit dem Schild zur Wehr setzen oder sogar die Gegner so wegzuschubsen und ein wenig
Distanz zu gewinnen. Mit dabei sind auch Finishing-Moves, wobei ihr hier gut aufpassen müsst. Denn statt eines eingeblendeten Buttons, wie
bei Quicktime-Events, gibt es nur eine sanfte Farbumrahmung eures Gegners. Hier heißt es nun den passenden Knopf zu drücken und schon
schickt ihr den Gegner in Zeitlupe in die Unterwelt von Pluto. Für jeden getöteten Gegner erhaltet ihr einen Bonus, der euch
Erfahrungspunkte, Gesundheit oder Schadenssteigerung bringt.
Technisch überzeugt das Spiel durch sehr viel Liebe zum Detail. Die Umgebungen sehen wunderschön aus und wissen zu überzeugen. Das Gras
beweg sich im Wind, das Sonnenlicht dringt durch die Blätter durch und der Regen prasselt realistisch herunter. Sowohl bei Tag und bei
Nacht müssen wir uns den Gegnern stellen und sie ins Jenseits befördern. Die Soundkulisse wirkt realistisch und die Soundeffekte sind gut
umgesetzt.
Ein weiteres Herzstück von Ryse ist jedoch der Multiplayer, wo auch kooperative Mehrspieler-Schlachten möglich sein werden. Hier steht ihr
mit euren Online-Kameraden Seite an Seite und bekämpft einen Gegner-Angriff nach dem anderen. Neben dem Beseitigen der Gegner habt ihr
jedoch fast immer noch weitere Nebenaufgaben, so müsst ihr auch mal Stellungen in Brand setzen oder eigene Bereiche beschützen. Eure
Umgebung verändert sich dabei so dynamisch wie im antiken Kolloseum von Rom. Dank Hebebühnen verändert sich die ganze Umgebung und von
Sandkulissen über Wiesen bis zu Mauern und Säulen ist alles vorhanden. Das Publikum selbst reagiert auf euer Auftreten und bejubelt euch
oder buht euch aus. Das Spiel von euch und euren Mitstreitern wir hier hart bewertet und so solltet ihr immer schauen gut
zusammenzuarbeiten.
Fazit
Hack&Slay-Titel, sondern ein Spiel das überlegtes Handeln verlangt. Wir müssen gut überlegen wir wir selbst handeln und unsere Legion
steuern, denn diese handeln auch durchaus taktisch und versuchen eure Truppe aufzureiben und euch auch in den Rücken zu fallen. Technisch
sieht das Spiel schon jetzt sehr gut aus und man sieht den Entwicklern von Crytek die Liebe zum Detail an. Spass und Abwechslung hat uns
vor allem auch der Multiplayerpart geboten, wo man sich mit Freunden heranstürmenden Gegnern stellen muss. Ryse hat großes Potential und
man gespannt sein, ob der fertige Titel dies ausnützen wird. Aus den Augen verlieren sollte man den Titel aber auf keinen Fall.





