Obwohl uns die gamescom nach Köln getrieben hat, haben wir es uns nicht nehmen lassen den Wiener Publisher Nordic Games zu besuchen um uns
mit Der Rabe deren neuestes Projekt vorstellen zu lassen. Den Spieler erwartet eine spannende Kriminal-Geschichte, die jedoch auch Witz,
Charme und schöne Grafik mit sich bringt. Wir haben unsere ersten Eindrücke für euch zusammengefasst.
Der Rabe ist ein Superganove, der sich auf Kunstraub spezialisiert hat und die Polizei an der Nase herumführt, dabei aber immer darauf
bedacht ist, niemanden zu verletzten. Sein Markenzeichen ist eine Rabenfeder, die er immer am Tatort zurücklässt. Eines Tages wird er
jedoch gestellt und erschossen. Einige Jahre später finden erneut Diebstähle mit ähnlichem Muster statt.
Das Intro zeigt einen neuen Diebstahl des neuen Superdiebes, der einen riesigen Edelstein, eine der zwei Augen der Sphinx aus einem Museum
stiehlt. Der anwesenden Polizist und der Museumswärter werden zwar Zeuge des Diebstahles, können ihn jedoch nicht verhindern. Der zweite
Edelstein soll nun denoch von Zürich nach Kairo gebracht werden, wo er ausgestellt werden soll. Ab hier übernehmen wir das Spiel und
steuern einerseits einen Ermittler, der den Edelstein sicher an das Ziel seiner Bestimmung bringen und den Raben schnappen will. Bevor man
jedoch an dass Ende der Geschichte kommt, wird man wieder an den Anfang der Geschichte gebracht um dort in die Rolle des Raben zu
schlüpfen. Hier erfährt man, wie der Rabe seine Verbrechen ausgeführt hat und erfährt die Hintergründe der ganzen Geschichte. Insgesamt
besucht man drei Areale, nämlich ein Museum, einen Zug und ein Schiff. Klingt nach wenig, da jeder Ort jedoch aus mehreren Räumen besteht,
soll für Abwechslung gesorgt sein.
Zu jedem guten Adventure gehören Rätsel dazu, doch hier wollen die Hamburger Entwickler keine unpassenden Minispiele integrieren, sondern
nur logische Rästel einbauen, die dem Spielverlauf zuträglich sind oder mehr über den Spielcharakter verraten. Auch soll es nicht möglich
sein, alles in sein Inventar zu verfrachten. Sind die Gegenstände zu groß für die Hosentasche, müssen sie schon in der Hand mitgetragen
werden, wobei eine Leiter ganz schon sperrig sein kann. Eine Hotspot-Funktion gibt es nicht, jedoch werden alle Hinweise zu den Rätseln in
eurem Notizbuch gesammelt, welches auf Wunsch auf Tipps zur Lösung der Aufgaben liefert.
Technisch sieht das Spiel dank der Unity Engine wunderschön aus und konnte uns mit der bisher gezeigten detailreichen 3D-Welt überzeugen.
Die Entwickler wollen durch die Blickwinkel, Schnitte und Kamerafahrten einen cineastischen Eindruck erwecken, was auch durchaus geglückt
ist. Bei den Sprechern will man sich wieder qualitativ hochwertig bedienen und ist hier im Moment in Verhandlung mit Synchronsprechern, die
bekannten Hollywood-Stars die Stimme verleihen. Das Spiel soll sowohl die deutsche, wie auch die englische Sprachausgabe auf der Disk
haben. Insgesamt soll der Spieler 15 bis 20 Stunden brauchen, bis er den Abspann zu sehen bekommt. Erscheinen soll Der Rabe 2013 für PC. Ob
das Spiel auch für iPad oder Konsole erscheinen wird, ist noch vollkommen offen, gerade beim iPad prüft das Team jedoch im Moment die
Umsetzbarkeit.





