Wer das Dark Souls 2 bis zum Schluss gespielt hat, durfte am Ende die Krone des Königs Artorias sein Eigen nenne. Der neueste DLC Crown of the Sunken King schickt uns auf die Jagd nach der Krone eines unbekannten Königs und es gilt tief unter die Erde zu gehen. Ob sich die Reise in die Tiefe gelohnt hat, erfahrt ihr in diesem Review.
Wo man als Dark Souls Veteran noch bemängeln konnte, dass im neuesten Ableger der Reihe kaum noch Überraschungen auf einen warten, findet man sich im neu erschienen DLC Crown of the Sunken King oftmals in Situationen, wo die gängigen, alten Strategien immer wieder versagen. Aber ist es denn auch schwieriger zu meistern? Ich sage Jein. Es gibt neue Monsterarten mit einer Vielzahl an bislang unbekannten Fähigkeiten und Angriffsmustern, aber auch diese sind schnell auszumachen und je nach Build gut zu kontern.
Wenn man das Spiel zum ersten mal nach Kauf des DLCs startet, erhält man erstmal nur ein neues Schlüsselobjekt mit einem unverständlichen Text in der Beschreibung. Der eigentliche Start des DLCs befindet sich direkt im Anschluss an die Schwarze Schlucht, hinter der Boss-Arena und besteht hauptsächlich aus den Ruinen der antiken Stadt Shulva. Im ersten der drei neuen Gebiete mutiert Dark Souls 2 ein wenig zu einem Puzzle Plattformer, denn man verbringt viel Zeit damit, kleine Schluchten zu überwinden um dort Schalter umzulegen, die ein Weiterkommen ins nächste Areal ermöglichen. Schade ist, dass man wenig über die neue Gegend erfährt, denn NPCs, die uns mehr über die Geschichte von Shulva erzählen, gibt es leider nicht.
Natürlich gibt es auch hier wieder neue Gegnertypen, die uns vor neue Herausforderungen stellen. Von dick gepanzerten Rittern über Giftgas spuckende Insekten bis hin zur Dunkelmagie anwendenden Hexe ist alles dabei, was einem das Leben schwer machen möchte. Manche Wesen beherbergen selbst kleine Rätsel, die gelöst werden wollen, bevor man sich daran machen kann deren Angriffsmuster zu erlernen. An so manch einer Gegner KI kann man Anfangs wirklich verzweifeln. Denn einige der neuen Ritter bewegen sich sehr spielerähnlich, so dass das Gefühl aufkommt man spiele gegen andere Spieler. Auch die neuen zwei Bosse fallen aus der Reihe, wenn man bisherig erlernte Strategien nützen will. Denn diese sind knackig und, ohne zuviel über den Kampf selber zu sagen, rate ich dazu befreundete Spieler zu Hilfe zu rufen oder sich zu verstecken um sich dann eine neue Taktik mit Hilfe der Umgebung zu überlegen.
Grafik
Die Gebiete sind zwar auf den ersten Blick atmosphärisch stimmig, aber nach einigen Toden beginnt man schnell sich daran satt zu sehen. Aber es gibt auch Ausnahmen, wie zum Beispiel einen der schönsten Bossräume der Serie, wo man einfach die Augen aufreißen muss und nicht genug von den Details bekommt. Sonst wurde an der Grafik im Vergleich zum Hauptspiel nicht wirklich viel verändert oder verbessert. Schade ist, dass bei den neuen Gegnern teilweise wenig Kreativität bewiesen wurde und sie stark an schon vorhandene erinnern.
Sound
Beim Sound gibt es keine großen Veränderungen. Die Musik ist weiterhin sehr atmosphärisch gehalten und immer noch gut abgemischt. Dies
löst oft eine ganz eigene Stimmung aus, wie man es nicht oft in anderen Spielen mitbekommt. Schade ist, dass es insgesamt dann doch wenig
Umgebungsgeräusche gibt, wenn man aber welche hört, sind diese wirklich gut umgesetzt.






