Jedes Jahr im Herbst, kurz vor Start der neuen Eishockey-Saison, erwartet die Spieler eine neue Version von NHL. Was sich nun bei NHL 14 zum Vorgänger hin verändert hat und ob man vor dem Konsolenwechsel ein letztes Mal beruhigt zugreifen darf, haben wir versucht im neuesten Review herauszufinden.
Mit NHL 13 hatten die Entwickler von EA der Eishockey-Serie ein großes Update geschenkt, dass viele Neuerungen mitbrachte. Nun mit der 14er Version haben sich die Entwickler nicht mehr den großen Änderungen verschrieben, sondern dem Feintuning und den kleineren, oftmals nicht sofort sichtbaren Neuerungen. Merkbar ist jedoch die Verbesserung der Balance zwischen Offence und Defence. Es ist nun wesentlich flüssiger von Angriff auf Verteidigung zu schalten, dem Gegner den Puck abzunehmen um dann gleich wieder einen schnellen Angriff zu spielen. Die neue Collision-Engine berechnet nun noch genauer, welchen Einfluss der Zusammenprall zweier Spieler hat, Geschwindigkeit, Gewicht und Fahrrichtung haben nun noch mehr Einfluss. Mit dabei ist auch der Kampf zweier Spieler, die sich in die Haare gekommen sind. Die Enforcer Engine beruht auf dem Hauseigenen Fight Night, unterbricht jedoch den Spielfluß und Möglichkeiten zum Kampf bieten sich fast in jeder Spielunterbrechung.
Bei den Spielmodis wurde wenig verändert, die größte Veränderung gibt es hier noch beim Be A Pro-Modus, der nun Live the Life heißt und wo es mehr Entscheidungen abseits des Spielfeldes zu treffen gilt. So müsst ihr auf dem Weg zum Superstar auch jede Menge Interviews halten, die euer Verhältnis zum Team und der Öffentlichkeit regeln. Eure Entscheidungen beeinflußen somit die Meinung anderer über euch und haben so Auswirkungen auf eure Karriere. Eine nette Erweiterung, die für mehr Stimmung und Atmosphäre sorgt.
Ein besonderes Zuckerl zum 25 Geburtstag ist der 94-Anniversary-Modus, der Fans wieder in die Vergangenheit abschweifen lässt. Wie damals heißt es nur mit Knöpfen für Schuss und Pass auszukommen. Das Spiel ist dadurch arcadelastiger und einfacher und dank retroblauem Eis fühlt man sich in die Kindheit zurückversetzt.
Die sonstige Steuerung ist herausfordernd und verlangt einiges an Einarbeitungszeit. Das eine oder andere frustrierte Spiel muss man schon einplanen, denn die Deke-Moves sind nun viel dynamischer. Auch die Rempler stören den Spieler beim Abschluss oder Pass.
Grafik
Schon die letzte Version hat für die aktuelle Konsolengeneration unheimlich gut ausgesehen. NHL 14 schafft es die Grafik noch einmal zu verbessern und überzeugt in vielen Bereichen mit Detailverliebtheit. So sehen die Spieler noch realistischer aus und man merkt ihnen im Laufe des Spieles die Anstrengung des Spieles an. Gerade nach Kämpfen sieht man ihnen die schmerzhaften Spuren der Gegner an. Ebenso grafisch verbessert wurde das Publikum, das noch mehr Stimmung macht.
Sound
Es ist weiterhin schade, dass Electronic Arts dem Spiel keine deutschsprachigen Kommentatoren schenkt. Die englischen Stimmen bringen zwar richtiges NHL-Feeling in die Zimmer, für Hockeyfans mit weniger Englischkenntnissen nützen sie nicht viel. Wunderbar sind dafür die Soundeffekte und die Fankkulisse. Vom Jubel bis zu Fangesängen ist alles dabei um vor dem Fernseher pures Stadionfeeling aufkommen zu lassen.
Multiplayer
NHL-Spieler, die bisher immer eifersüchtig auf die Fifa-Spieler mit ihrem Online-Ligasystem waren, werden sich freuen, dass es dies nun auch für die Eishockeyspieler gibt. Ihr spielt nun in der Liga gegen gleichstarke Gegner und müsst euch langsam im Ligasystem nach oben arbeiten. Wer weniger geübt ist, wird nun in Zukunft nicht mehr einfach vom Eis geschossen, sondern hat nun auch Chancen auf Siege. Aber auch sonst sind wieder alle Multiplayer-Möglichkeiten der letzten Version mit dabei.






