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Review: Wonderbook: Das Buch der Zaubersprüche

von Andreas · ca. 4 Min. Lesezeit
Wonderbook: Das Buch der Zaubersprüche

In den letzten Monaten ist es rund um PlayStation Move etwas ruhiger geworden, doch dies will Sony nun wieder rasch ändern. Denn mit

Wonderbook: Das Buch der Zaubersprüche verspricht SOny das Wohnzimmer in eine virtuelle Zauberwelt zu verwandeln. Dank einer

Kooperation mit J.K.Rowling und Augmented Reality soll man als Spieler direkt in der Welt von Harry Potter landen und die Augen von

Fans zum Lodern bringen.

Bevor man losspielen kann, heißt es aufzubauen. Die PlayStationEye muss angeschalten werden, die Move-Controller angeschlossen und das

geschlossene Wonderbook so auf den Boden legen, dass die Kamera sowohl das Buch, wie auch den Spieler erkennen kann. Dies ging

eigentlich ganz schnell, Probleme hatte die Kamera nur im absolut dunklen Raum. Also ruhig ein wenig Licht anlassen zum Spielen,

sollte es schon dunkel draußen sein.

Das Tutorial ist ganz einfach. Sollte etwas falsch eingestellt sein, sagt einem das Spiel wie man das Zubehör kalibrieren soll. Passt

alles, verwandelt sich das Wonderbook am Bildschirm in ein dickes Zauberbuch. Nun gilt es einen Zauberstab zu wählen uns sich zwischen

den vier Häusern Slytherin, Griffindor, Ravenclaw und HUfflepuff zu entscheiden. Hier kann man rein nach Geschmack und Vorliebe

auswählen, Auswirkungen auf das Spiel hat die Wahl nämlich nicht. Hat man dies geschafft, sitzt man schon mit dem Zauberstab in der

Hand und kann die ersten Funken fliegen lassen. Doch bevor wir das Buch öffnen können, heißt es mit der Hand den Staub

runterzuwischen.

Ab nun versinkt man im Buch der Verfasserin Miranda Habicht, die neben den Zaubersprüchen auch viele kleine Anekdoten und Hinweise im

Buch versteckt hat. Diese hängen zwar nie miteinander im Zusammenhang, jedoch passen immer zu den einzelnen Kapiteln und

Zaubersprüchen. Insgesamt gibt es 20 Zauber zu lernen, die man bereits aus der Welt von Harry Potter kennt. Nachdem man den Zauber

erklärt bekommen hat, heißt es die Geste nach Vorgabe am Bildschirm nachzuzeichnen und zu den Zauberspruch zu sprechen um es

anschließend in kleinen, liebevollen Szenarien selbst zu üben. Wer schüchtern ist, kann auch nur schweigen oder auch das System

aushebeln und einfach andere Wörter sagen, die ähnliche Silben besitzen und wird so im Spiel trotzdem weiterkommen. Auf eine genaue

Spracherkennung wurde anscheinend nicht allzuviel Wert gelegt. Schön wurden jedoch die Zaubereffekte ins Spiel integriert. So wird beim

Wasserzauber das Buch auch wirklich nass und man muss es aufstellen und abschütteln. Beeindruckend ist es, wenn man das Buch in die

Hand nehmen muss um es zu drehen oder schief zu halten um irgendwo hineinschauen zu können oder einen anderen Blickwinkel zu

bekommen.

Die Spiele selbst sind sehr einfach gehalten und so muss man Licht in einen Raum bringen, Alraunen umtopfen, Schlösser öffnen oder

Wesen schrumpfen. So sehr es beim ersten Mal Spass macht, so sehr schrenkt es dann auch wieder ein. Denn die Zauber funktionieren zwar

alle ohne Probleme, als Spieler bekommt man jedoch nie den großen Raum um mit den Zaubern selbst experimentieren zu können. Einzig am

Endes jedes Kapitels, wofür man je rund 45 Minuten braucht, gibt es eine Abschlussprüfung, wo man die einzelnen Zauber miteinander

kombinieren muss und es mehrere Schauplätze hintereinander gibt, die man besucht. Das große Abenteuer erwartet einen hier nur leider

auch nicht, da diese Prüfungen recht schnell überstanden sind und man sich gleich wieder als Schüler betätigen darf. So verliert das

Spiel nach den ersten Kapiteln leider viel zu schnell an Magie, da der Wiederholungscharakter gerade jüngere Spieler schnell zu

langweilen beginnt. Nur wer es zum Finale schafft, wird sich über das Rätsel, das extra von J.K. Rowling geschrieben hat freuen und

insgesamt etwas freier zaubern dürfen.

Grafik

Technisch ist das Spiel umgesetzt und es ist beeindruckend wie gut das Spiel umgesetzt wurde. Man kann das Buch drehen, heben,

schwenken und das Bild darauf dreht sich immer richtig mit. Auch der Move-Controller wird schön als Zauberstab umgesetzt. Man fühlt

sich recht schnell, wie in der Zauberwelt von Harry Potter. Einziges eindeutiges Manko ist die Kamera. Diese filmt eindeutig in zu

schwacher Qualität, weshalb man sich selbst leider qualitativ schlecht im Fernseher sieht. Hier würde eine technisch erneuerte Kamera

dem Spiel wirklich gut tun. Oft wirken auch die Umgebungen etwas detailarm, die Effekte machen dies aber wieder wett. Gerade das

jüngere Zielpublikum ist auch noch nicht so Grafik fixiert, weshalb dies jetzt keine Spielspass-trübende Eigenschaft ist.

Sound

Die musikalische Untermalung ist sehr gut umgesetzt worden und zieht einen schnell in seinen Bann. Die Sprecher sind gut gewählt, sind

aber von der Klangfarbe sicher nicht jedermann Sache. Teilweise redet der Sprecher auch einfach zu viel und beginnt sich viel zu

schnell zu wiederholen. Schade ist auch, dass die Spracherkennung so schwächelt und man quasi alles sagen kann, statt den gewünschten

Zaubersprüchen und sie werden als richtig erkannt. Hier hätte man eindeutig mehr aus dem Ganzen machen können.

Fazit

Andreas
Andreas
YouGame Redaktion
Das Buch der Zaubersprüche macht wirklich Spass und es ist ein erfrischend neues Gameplay. Und obwohl ich dies vollkommen überzeugt

schreibe, war dies nicht immer so. Als ich das Spiel erstmals auf der gamescom sah, war es in meinen Augen nur ein weiteres

Kinderspiel. Doch, wenn man das Das Buch der Zaubersprüche erstmals selbst in den Händen gehalten hat, wird man von der Faszination der

Technik und dem Ideenreichtum der Entwickler gepackt. Die Neugier, wie es weitergehen wird, hat mich im Spiel weitergetrieben. Und wenn

dies schon bei einem Erwachsenen funktioniert, dann funktioniert dies bei Kindern ebenso gut. Einziges Manko ist jedoch, dass die die

Welt von Harry Potter leider viel zu wenig genutzt wurde. Es wäre ein riesiges Potential zu nützen gewesen und auch J.K. Rowling hätte

man sicher mehr nützen können. Große Abwechslung wird man somit im Spiel nicht geboten bekommen, wer aber seine Kinder für ein paar

Stunden fesseln will und eine erste Machtdemonstration von Wonderbook spielen will, der ist beim Buch der Zaubersprüche gut aufgehoben. Man kann schon jetzt auf die weiteren Spiele gespannt sein.
Grafik
7/10
Sound
8/10
Gameplay
7/10
Spielspaß
8/10