YouGame Logo

Review: DOOM

von Andreas · ca. 4 Min. Lesezeit
DOOM

DOOM ist ein absoluter Videospielklassiker und gilt als Urspiel der Ego-Shooter. Als es 1993 erschien war der Titel revolutionär, war das Spielkonzept einfach und genial zu gleich. Keiner der Nachfolger konnte an den Erfolg anschließen, der Tiefpunkt wurde quasi mit dem Kinofilm erreicht. Für id Software war es Zeit für einen Relaunch und zurück zum Ursprung zu gehen. Ob dies außerhalb des Titels wirklich gelungen ist, haben wir für euch in den letzten Tagen herausgefunden.

Mit DOOM kam ich als 12-jähriger das erste Mal in Kontakt und legendär waren die Spielesessions im Informatik-Unterricht, da das Spiel trotz aller Sicherheitssperren im Multiplayer spielbar war. Die Lehrerin merkte nie was und wir gaben uns dem schnellen und kompromisslosen Kampf hin. Die aktuelle Version von DOOM besinnt sich auf seine Ursprünge und lässt sich wieder schnell und direkt spielen. Dabei rennt das Spiel vollkommen flüssig mit 60 Bildern pro Sekunde und macht unglaublich viel Spaß.


Wie beim aller ersten Teil verzichtet auch der aktuelle Titel von DOOM auf unnötige Schnörkeleien, konzentriert sich auf das Wesentliche und gibt dem Spieler keine Zeit zum Nachdenken und Verschnaufen. Die Story im Spiel ist dabei auch recht einfach gehalten und alles nur nicht kreativ. Wir wachen auf einem Altar angekettet auf dem Mars auf, wo das Tor zur Hölle geöffnet wurde. In weiterer Folge gilt es zu überleben, die Monster zu beseitigen und dieses Tor wieder zu schließen. Also schnell von den Ketten befreien Waffen schnappen und auf die Höllenbrut losgehen. Der eine oder andere Witz ist natürlich mit von der Partie, hier hat das Entwicklerteam durchaus Humor bewiesen.


Im Spiel selbst sollte man immer konzentriert bleiben, denn die Gesundheit regeneriert sich nicht von selbst und auch die Waffen besitzen nicht unendlich Munition. Man muss die Level deswegen immer genau durchsuchen und darf nie etwas einfach liegen lassen, da dies einem später fehlen kann. Die Level sind dabei weitläufig aufgebaut und wer sich die Mühe macht und sich ein wenig umschaut, kann auch einige versteckte Wege und Gegenstände finden.


DOOM lebt natürlich von seiner direkten Shooteraction. Es gibt kein verstecken, kein langes zielen und kein langes nachdenken. Statt Taktik fordert das Spiel Reflexe von uns. Zwar kann man schon aus der Entfernung die Gegner aufs Korn nehmen und beseitigen. Doch die meisten Boni und Gegenstände bekommt man, wenn man sich auf den Direktkampf einlässt. Vor allem die Glory Kills, eine Art Finishing Moves, hilft uns dabei wichtige Packs zu bekommen.


Wem das Spiel nach circa 14 Stunden Story-Modus nicht reicht, der wird sich über die zwei frisch freigeschaltenen Schwierigkeitsstufen freuen, die einen endgültig fordern. Wer diese bis zum Ende schafft, vor dem ziehen wir unseren Hut. Wer lieber seine eigenen Welten bauen will, der kann dies im umfangreichen Editor umsetzen. Damit lassen sich sogar richtig komplexe Level selbst entwerfen, die man dann sowohl im Single-Player, wie auch im Multiplayer spielen kann. Zu Beginn wird man jedoch ein wenig Einarbeitungszeit brauchen, dies zahlt sich jedoch wirklich aus.

Grafik

Das Spiel schaut richtig schön aus, auch wenn es den Umgebungen teilweise an Abwechslung fehlt. DOOM rennt bei 60 fps vollkommen flüssig, selbst wenn es am Bildschirm von Gegnern nur so wimmelt. Während die eine oder andere Textur leicht verschwommen ist, sehen die Licht- und Specialeffekte nur atemberaubend aus. Da spielt DOOM seine Stärke aus. Positiv erwähnen muss man hier auch die unterschiedlichsten, angsteinflößenden Gegner, die schön animiert sind. Gerade die Glory Kills sind sehr abwechslungsreich gehalten und schauen unglaublich gut aus.

Sound

Die Hintergrundmusik passt perfekt zum Spiel und treibt uns förmlich durch das Spiel. Der Elektro-Rock, der mit Orchester-Sounds im Mix ist, schafft eine einzigartige Stimmung. Passend dazu wissen die Waffen richtig Lärm zu machen und die Monster uns Angst. Positiv erwähnen muss man auch die Sprecher, die machen ihre Arbeit hervorragend.

Multiplayer

Ein Herzstück von DOOM ist natürlich der Multiplayer. Sechs unterschiedliche Varianten warten auf den Spieler, vom Deathmatch bis zum Teammatch sind alle bekannten Modi mit dabei. Die mitgelieferten Karten funktionieren gut und sind abwechslungsreich. Wem dies nicht reicht, der kann auf die vielen im Editor erstellen Karten zurückgreifen. Dank einem komplexen Erfahrungssystem und der Möglichkeit seine eigene Figur umfangreich zu personalisieren, ist der Langzeitspaß gesichert.

Fazit

Andreas
Andreas
YouGame Redaktion
DOOM ist genau das, wofür man das Spiel vor 23 Jahren geliebt hat. Ein geradliniger, schneller Shooter, der sich genau auf eine Sache konzentriert: Spaß! Als Spieler wird man die ganze Zeit durch das Spiel getrieben, muss ein paar Jump-Rätsel lösen und alles erledigen, was sich einem in den Weg stellt. Nachdenken? Nicht notwendig, einfach den Abzug durchdrücken oder den Gegner aus der Nähe aufs Korn nehmen. Von uns bekommt das Spiel eine klare Empfehlung, wer sich DOOM nicht kauft, verpasst einen der besten Shooter am Markt. Und wer schon den ersten Teil in den 90ern gespielt hat, wird sowieso einen Nostalgie-Flash bekommen.
Grafik
8/10
Sound
9/10
Multiplayer
8/10
Gameplay
8/10
Spielspaß
9/10