Als Kind war ich fasziniert von den Welten von Super Mario am Gameboy und habe immer wieder
eigene Welten zu Blatt gebracht. Mein Traum war es immer, dass ich irgendwann die Chance erhalten
werde, diese umzusetzen und diesen Traum hat mir Nintendo endlich erfüllt. In Super Mario Maker
könnt ihr eure ganz eigenen Welten bauen und diese dann mit euren Freunden teilen. Warum uns das
Spiel aber wirklich überzeugt hat, verraten wir in diesem Review.
Ein riesen Vorteil der Nintendo WiiU ist der Controller mit großem Bildschirm, denn dieser wird
in Super Mario Maker zu unserem verlängertem Arm. Per Finger oder Stift zeichnen wir unsere
eigene Welt und setzen nach Lust und Laune Objekte und Gegner ein. Wir wollen eine Sprungpassage,
ein paar Röhren mit Fleisch fressenden Pflanzen und noch ein paar Fragezeichen-Blöcke samt
Feuerblume. Alles kein Problem und ein paar Handgriffe später steht alles an seinem gewünschten
Ort. Münzen, herunterfallende Teile und fliegende Gegner fügen wir auch noch schnell ein und
schon ist unser Traumlevel umgesetzt.
Per Knopfdruck können wir sofort ins Spiel springen und austesten, ob unser Level nicht nur
optisch schön aussieht, sondern auch spielerisch überzeugen kann. Wenn wir auf Fehler stossen,
können wir diese sofort beheben und wenn Passagen zu schwer oder einfach sind, verändern wir
diese einfach wieder nach unseren Wünschen. Wenn wir das Level hochgeladen haben, sehen wir auch
die Orte, wo die meisten Spieler ihr Leben verloren haben. Ein erstes Level hat man so schon in
knapp 30 Minuten fertig, wer genauer arbeitet, kann jedoch durchaus auch ein paar Stunden für
seine Level veranschlagen, denn viele Objekte lassen sich durch Schütteln leicht verändern,
wodurch man gerade am Anfang immer wieder etwas neues entdeckt und auf neue Ideen kommt. Ebenso
lassen sich nicht nur offene Welten bauen, sondern auch Räume samt versteckter Rätsel und
Geheimtüren.
Natürlich ist es auch möglich den Hintergrund auszuwechseln. So kann man seine Welten auch im
Spukhaus, in der Unterwelt oder sogar in der Unterwasserwelt umsetzen. Ebenso habt ihr mehrere
Generationen an Mario-Spielen zur Auswahl, die euch den technischen Hintergrund liefern. So kommt
das Setting von Super Mario Bros. 1 natürlich mit viel weniger Extras aus als zum Beispiel New
Super Mario Bros. U.
Einen Story-Mode haben die Entwickler weg gelassen, was irgendwie schade ist. Man hätte hier
schon eine schöne Geschichte erzählen können. Als Entschädigung gibt es jedoch mehrere
Herausforderungs-Modi, wie zum Beispiel die 100 Mario-Challenge, wo man mit 100 Leben durch 16
knifflige Welten durchkommen muss. Es ist durchaus empfehlenswert dies zu spielen, da man so auf
neue Ideen für seine eigenen Kompositionen kommt.
Hilfreich sind hier auch die neuen Teile, die man im Spiel mit der Zeit freigeschalten bekommt.
Leider ist dies nicht wirklich gut umgesetzt, denn man bekommt diese Teile nicht durch
erfolgreiche Levelbauten oder durchgespielte Bereiche, sondern jedes Wochenende lassen sich neue
Teile freischalten. Dies soll wohl dazu motivieren länger beim Spiel hängen zu bleiben, ist
jedoch als neugieriger Spieler extrem mühsam. Helfen kann man sich jedoch per Cheat, in dem man
die Zeit der Systemuhr einfach nach vorne dreht. Dies hätte man jedoch durchaus anders lösen, so
muss man unnötig warten bis man endlich zu allen Teilen kommt. Man kann gespannt sein, ob noch
weitere Objekte mit der Zeit nachgeliefert werden, oder ob sich Nintendo noch ein paar Dinge für
einen möglichen Nachfolger freigehalten hat.
Neben mehr Objekten, wünscht man sich teilweise auch noch mehr Spielmöglichkeiten. So gibt es
keine Möglichkeit Check-Points einzubauen und einen Mehrspielermodus sucht man auch vergeblich.
Lob muss man jedoch für die Community-Levels aussprechen. Jeder kann seine Konstruktionen anderen
Spielern zur Verfügung stellen und durch die gute Suche samt umfangreichen Sortierfunktionen
findet man immer rasch eine riesige Auswahl. So kann man sich die Level nach Beliebtheit,
Schwierigkeitsgrad oder auch Zeitraum oder Region sortieren lassen. So findet man ohne Probleme
leichte Level für den schnellen Zeitvertreib oder auch richtig schwere Level, wenn man eine
Herausforderung sucht. Schade ist, dass Nintendo Levels, die nicht gespielt werden, nach einiger
Zeit wieder löscht. Da die Level nicht viel Speicherplatz einnehmen, verwundert diese Massnahme
seitens Nintendo doch ein wenig. Ebenso schade ist es, dass man zwar die Level anderer Spieler
bearbeiten kann und somit eigene Remix-Level schaffen kann, diese darf man dafür nicht wieder
hochladen.
Grafik
Technisch kann man dem Spiel sogut wie gar nichts vorwerfen. Je nach Epoche passen die Objekte
perfekt zur damaligen Zeit und die Objekte sind die original Objekte der damaligen Zeit. Wenn man
auf der Karte herumbastelt, wird eine virtuelle Hand am Bildschirm angezeigt. Nach der
ursprünglichen Kritik, dass die Hand helle Hautfarbe hat, wurden weitere Teints und sogar eine
Katzenpfote eingebaut.
Sound
Es ist durchaus auch möglich eigene Sprachsamples ins Spiel einzubauen. Bis zu vier Sekunden
könnt ihr abspeichern, genützt werden können diese jedoch nur auf eurer Konsole. Eure Samples
werden nämlich leider nicht mit dem Level hochgeladen. Die sonst mitgelieferte Palette an
Geräuschen im Spiel sind jedoch gut gewählt und passen perfekt zur Welt von Mario. Auch bei der
Hintergrundmusik können wir nur zwischen den fertigen Soundtracks wählen, diese wissen jedoch zu
gefallen und erinnern uns an die guten alten Zeiten.
Fazit
umso erfreulicher ist es, dass Nintendo den Spielern mit Super Mario Maker ein Tool in die Hand
geben mit dem man wochenlang seinen Spass haben wird und alle seine Levelideen endlich umsetzen
kann. Gerade in Verbindung mit dem WiiU-Gamepad geht der Bau von Leveln so leicht von der Hand,
dass man in wenigen Minuten schon seine ersten Erfolge sieht und selbst Anfänger in kurzer Zeit
ansehliche Dinge kreiert haben.<br />
Dennoch gibt es in Super Mario Maker auch ein paar Kritikpunkte, wir würden uns mehr Objekte
wünschen, die Möglichkeit mit Freunden gemeinsam an einem Level zu bauen und auch Save-Points in
den Levels wären eine sinnvolle Erweiterung. Vielleicht will sich Nintendo aber auch nur noch
Spielraum für einen Nachfolger offen lassen, denn diesen würden wir uns schon jetzt mit der
Umsetzung unserer Kritikpunkte wünschen. Bis dahin wird man jedoch viel Zeit im Spiel verbringen
können, denn eines muss zum Abschluss betont werden. Es macht richtig Spass seine eigenen Level
zu bauen und zu testen, ob die Freunde die Level dann auch bewältigen können.






