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Review: A Story of my Uncle

von Andreas · ca. 3 Min. Lesezeit
A Story of my Uncle

A story of my Uncle fällt nicht nur durch seinen Titel auf, sondern auch durch die Versprechen, die uns das Spiel gibt. Eine liebevolle Geschichte voller Fantasie, wundersamer Kreaturen und Rätseld, die uns an Spiele wie Portal erinnern sollen. Doch kann das Spiel die Erwartungen erfüllen? Wir haben uns für euch auf die Suche nach unserem Onkel Fred gemacht und wollen euch von unseren Erlebnissen erzählen.

Zu Beginn der Geschichte erzählt unser Charakter seiner Tochter eine Gute-Nacht-Geschichte. Er berichtet ihr von einem Erlebnis aus seinen eigenen Kindheitstagen, als sein Onkel eines Tages plötzlich verschwand. Zuerst durchsuchen wir sein Haus, finden ihn dort jedoch nicht. Stattdessen stossen wir auf sein Forschungszimmer und finden dort einen Spezialanzug, der anscheinend extra für uns gemacht wurde, da er wie angegossen sitzt. In seinem Observatorium finden wir anschließend ein misteriöses Gerät, welches wir - neugierig wie wir sind - einschalten, um dann in einer unbekannten Welt zu landen. Dank unserem Anzug haben wir jedoch Spezialfähigkeiten erhalten und können so auf der einen Seite extra hohe Sprünge tätigen oder uns dank unserem Laser an weit entfernte Orte herzoomen. Im Grunde ist das Spiel eine Mischung aus Mirror´s Edge und Portal, ein Rätselspiel aus der Ego-Perspektive, wo die Kunst darin liegt, sich von Plattform zu Plattform zu schwingen. Da sich vieles auch bewegt, ist es oft wichtig im richtigen Moment loszuspringen und im richtigen Moment den Greiflaser zu betätigen.

Bevor man jedoch den Glauben bekommt, ganz alleine in dieser ganz besonderen Welt zu sein, laufen wir dem jungen froschähnlichen Mädchen Maddie über den Weg, die hier in einem kleinen Dorf wohnt und unseren Onkel kennt. Das ganze Dorf hat ihn schon länger nicht mehr gesehen, möchte uns aber bei der Suche weiterhelfen, da sie sich selbst Sorgen um ihn machen. Vom Dorfältesten bekommen wir als Unterstützung einen Kristall für unseren Anzug geschenkt, um ihn zu verbessern. Ab hier beginnt nun auch die wahre Geschichte der Suche nach eurem Onkel, wobei ihr euch nie ganz sicher seid, ob das Froschvolk wirklich ehrlich zu euch war oder ob es nicht doch selbst etwas mit dem Verschwinden eures Onkels zu tun haben. Überraschend war, dass der erzählerische Part nicht nur Beiwerk ist, sondern die Geschichte wirklich einen starken Inhalt mit vielen Dialogen besitzt.

Grafik

Von der technischen Seiten kann A Story about my Uncle durchaus punkten, da die Lichteffekte richtig schön umgesetzt wurden und dies immer wieder zu beeindruckenden Landschaftsbildern führt. Aber auch sonst sind die Welt und die Räume wunderschön designed und haben teilweise eine riesige Detailverliebtheit, wie man sie von so einem Spiel nicht erwarten würde. Doch so schön die Welt auch umgesetzt wurde, desto enttäuschender sind die Charaktere. Hier fühlt man sich ein paar Jahre in die Vergangenheit versetzt. Schade, dass der grafische Unterschied so drastisch ausfallen musste und man hier nicht ein wenig mehr Zeit für eine schönere Umsetzung investiert hat.

Sound

Bei der Musik hat das Entwicklerteam versucht ein dauerhaft leicht unruhiges Gefühl beim Spieler zu wecken, was auch wirklich gelingt. Die Musikstücke schaffen eine schwere Atmosphäre; man hat andauernd Angst, dass etwas bei der nächsten Ecke hervorschießen könnte, obwohl man weiß, dass dort keine Feinde warten. Der Soundpart ist sicher eine der Stärken im Spiel. Schade ist jedoch, dass es keine deutsche Synchronisation gibt, sondern man nur deutsche Bildschirmtexte zur Verfügung hat. Ebenso hat das Team auch hier bei den Charakteren ein wenig geschlampt, weshalb der gehörte Text nicht mit den Lippenbewegungen übereinstimmt.

Fazit

Andreas
Andreas
YouGame Redaktion
Ich war richtig gespannt, was das kleine Entwicklerteam aus Stockholm aus dem Spiel macht und ich muss zugeben, ich bin positiv überrascht. Das Spiel ist richtig gut geworden und kann mit vielen Dingen punkten, die das Spiel am Ende empfehlenswert machen. Die Geschichte weiß zu gefallen, die Grafik ist beeindruckend und im Soudtrack steckt sichtlich viel Arbeit. Die Level sind schwer genug, so dass man nicht immer sofort weiterkommt oder genau überlegen muss, welcher der nächste Scchritt sein soll. Zwar gibt es auch Fehler, wie die Charaktermodellierung samt fehlender Lippensynchronisation oder das Fehlen einer deutschen Sprachausgabe, aber da das Spiel nur 15€ kostet, ist das Preis-Leistungsverhältnis mehr als nur gegeben. Bei dem Preis kann man mit einem Kauf einfach nichts falsch machen.
Grafik
8/10
Sound
8/10
Gameplay
9/10
Spielspaß
8/10