Defense Grid war ein Überraschungshit für Hidden Path Entertainment, da es eines der besten Tower Defense Spiele war. Nun ist der Nachfolger mit einigen Neuerungen erschienen, der in die großen Fussstapfen des Vorgängers treten will. Wir haben uns in den Kampf mit den Insektoiden begeben um euch über das Spiel berichten zu können.
Das Gameplay entspricht klassischen Tower Defense Spielen, mehrere Horden von Aliens wandern aus mehreren Eingängen kommend über einen festgelegten Pfad über die Karte zu unseren Energiekernen, die sie klauen wollen. Wir selbst benötigen diese jedoch um unsere Türme mit Energie zu versorgen. Zu unserer Verteidigung können wir jedoch unterschiedliche Türme auf bestimmte Positionen der Karte platzieren und hoffen, dass die Gegner auf ihrem Weg zu den Energiekernen von den Türmen erledigt werden. Dabei kommt es auch auf die Kombination und Platzierung der Türme an. Auf manchen offeneren Karten müssen wir durch geschickte Platzierung auch die Gehwege der Aliens verlängern.
Alle Türme gibt es in drei unterschiedlichen Stufen: Die schwache Basisversion ist grün, per Upgrade wechselt man auf die gelbe oder rote Variante, wodurch Reichweite und Feuerkraft steigen. Das Bauen und Aufrüsten kostet Ressourcen, die wir durch erledigte Aliens auf das Konto bekommen. Die Türme sind sehr abwechslungsreich, so können wir Gegner nicht nur zerstören, sondern auch verlangsamen oder auch deren Schutzschilde aufs Korn nehmen. Neu ist der Boost-Turm, der den Boden anhebt und so den Weg der Gegner blockiert. Ebenso lassen sich auf diesem Turm normale Türme errichten und ihn so zu verstärken. Neu ist die Kommandozentrale, wo wir gegen Geld Zusatzbereiche freischalten und so weitere Plattformen an der Kampfoberfläche bekommen können, die uns neuen Bauplatz bieten.
In der Kampagne warten 20 Missionen auf den Spieler, wo es gilt Türme zu bauen, Aliens zu zerstören und seine Energiekerne zu beschützen. Die Story selbst ist nicht unbedingt was besonderes. Die Geschichte dreht sich rund um ein paar Personen mit künstlicher Intelligenz, die den Angriff der Aliens aufhalten und die Menschen in Sicherheit bringen wollen. Die Charaktere haben dabei eine sehr interessante Charakterbildung erhalten und haben sogar noch einen Zusatznutzen für euch. Denn diese Personen besitzen unterschiedliche Superwaffen, die euch in den Missionen hilfreich zur Verfügung stehen. Es gilt somit klug zu wählen, welchen Commander man an seiner Seite in den Kampf mitnimmt.
Desweiteren gibt es einige Herausforderungsmodi mit Bestenlisten, wo jeder Modus seine eigenen Besonderheiten hat und so eine neue Herausforderung für den Spieler bietet. Ebenso gibt es einen Karten-Editor mit dem man seine ganz eigenen Missionen bauen kann. Jede Karte lässt sich auch noch auf vier Schwierigkeitsgraden spielen.
Grafik
Die Grafik ist für so ein kleines Spiel durchaus hübsch gemacht mit viel Liebe zum Detail, auch wenn durchaus Platz nach oben offen wäre. Die Texturen sind sehr rein gezeichnet, die Umgebungen sind jedoch nicht ganz so detailreich, was jedoch nicht wirklich auffällt, da man meistens eh von den Türmen abgelenkt ist. Die Aliens sind schön unterschiedlich gezeichnet und sehen auf den ersten Blick wie Kanonenfutter aus. Dank den drei Zoom-Stufen und der drehbaren Karte behält man auch immer den Überblick.
Sound
Der Sound ist stimmig, vermittelt uns aber auch eine gewisse Hektik. Die Soundeffekte fallen kaum auf, bis auf die Schussgeräusche eurer Türme werdet ihr diese nicht einmal merken. Die Stimmen wurden gut gewählt und die Sprecher blühen in ihren Rollen auf. Der Humor der Commandanten ist aber sicher nicht für jeden etwas und kann sicher den einen oder anderen Spieler nerven.
Multiplayer
Ein Spiel wie Defense Grid 2 ist perfekt für Multiplayer-Sessions geeignet und so gibt es auch mehrere Multiplayer-Modi. So gibt es den kooperativen Modus, wo zwei Spieler gleichzeitig auf der Karte spielen können. Hier gibt es zwei Versionen, beim koordinierten Modus kommt die Erschwernis dazu, dass jedem Spieler nur die Felder mit seiner eigenen Farbe zur Verfügung stehen. Wer lieber gegeneinander spielt, für den ist der DG Fighter-Modus perfekt, wo man nicht nut gegeneinander antritt, sondern auch das Gameplay-Erlebnis des jeweils anderen beeinflusst. Man spielt auf der selben Karte und wenn man anrückende Aliens besiegt, erscheinen sie beim Gegner auf der selben Stelle. Für uns bedeutet es Spaß, für unsere Gegner hingegen Stress und Ärgernis.






