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Game City 2012 - Rückblick

Rathaus Wien game von YouGame Redaktion ca. 4 Min. Lesezeit
Game City 2012 - Rückblick

Von 12. bis 14. Oktober 2012 wurde Wien wieder zur Game City. Zum sechsten Mal verwandelten sich das Wiener Rathaus und der Rathausplatz in Österreichs größte Bühne für Videospiele, E-Sport, Familienprogramm und digitale Spielkultur. Am Ende stand ein neuer Besucher:innenrekord. Nach rund 60.000 Gästen im Vorjahr kamen diesmal etwa 63.000 Spieleinteressierte, Familien, Jugendliche und Branchenvertreter:innen zur Veranstaltung.

Der Erfolg der Game City 2012 zeigte, dass das Konzept aus Computerspiele-Messe, Beratung, Jugendprogramm und wissenschaftlicher Fachtagung weiterhin funktioniert. Gerade die Mischung macht den Reiz der Veranstaltung aus. Während in den großen Sälen aktuelle Spiele und Hardware ausprobiert werden konnten, bot die wienXtra-Kinderzone Orientierung für Familien, die FROG-Konferenz den theoretischen Rahmen und der Rathausplatz ein zusätzliches Outdoor-Programm. Dadurch blieb die Game City nicht nur eine Produktschau, sondern ein Treffpunkt für unterschiedliche Zugänge zu Games.

Offiziell eröffnet wurde die Veranstaltung am Freitag, dem 12. Oktober, im Rahmen einer Pressekonferenz von Stadtrat Christian Oxonitsch. Er verwies darauf, dass das erweiterte Veranstaltungskonzept großen Anklang gefunden habe und das Wiener Rathaus erneut zu einem Begegnungsort für Kinder, Jugendliche und Eltern geworden sei. Dass die Besucher:innenzahl erneut gesteigert werden konnte, unterstrich diesen Eindruck deutlich.

Auch die FROG-Konferenz konnte 2012 zulegen. Thematisch lag der Fokus auf Lernen und Lehren mit Computerspielen. Mehr als 300 angemeldete Teilnehmer:innen bedeuteten auch für die Fachtagung einen neuen Rekord. Damit wurde sichtbar, dass Games in Wien nicht nur als Unterhaltung verstanden werden, sondern zunehmend auch als Gegenstand pädagogischer, kultureller und wissenschaftlicher Auseinandersetzung.

Ein besonders wichtiger Bestandteil blieb die wienXtra-Kinderzone. Dort konnten Kinder und Eltern empfehlenswerte Spiele ausprobieren und sich von Fachpädagog:innen der wienXtra-spielebox beraten lassen. Die Stationen waren durchgehend gut besucht, und das RecPack-Team produzierte gemeinsam mit Kindern rund 800 kurze, humorvolle Videos. Gerade dieser Bereich zeigte, wie wichtig begleitete Angebote sind, wenn Games nicht nur präsentiert, sondern auch eingeordnet werden sollen.

Ein Höhepunkt in der Kinderzone war der Besuch von Tänzer und Choreograf Alamande Belfor. Er brachte die Kinder zum Tanzen und sorgte für einen jener Momente, in denen die Verbindung aus Spiel, Bewegung und gemeinsamer Aktivität besonders gut sichtbar wurde. Solche Programmpunkte lockern eine Messe nicht nur auf, sondern zeigen auch, wie breit Gaming heute verstanden werden kann.

Auch der E-Sport spielte eine wichtige Rolle. E-Sport-Verbandspräsident Mag. Stefan Baloh, zugleich Leiter der Schulmeisterschaften, zeigte sich über die Teilnahme von 30 Schulteams erfreut. Damit hatte sich die Zahl der teilnehmenden Teams im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. In Dreierteams spielten Schüler:innen für ihre Klassen um Sachpreise der auf der Game City vertretenen Aussteller. Im Gesamtfeld hatten auch 2012 wieder Wiener HTLs die Nase vorne.

Gamingroom der Game City 2012

Prominente Unterstützung gab es am Freitag beim großen FIFA 13-Schwerpunkt. Fußballlegende Michael Konsel war gemeinsam mit seinem Sohn Moritz vor Ort. Beim Promi-Kickerl traten mehrere Teams gegeneinander an, darunter Alexander Grünwald und Philipp Hosiner vom FK Austria Wien, Andi Dober und Dominik Rotter von der Vienna, Thomas Juists und Aleksander Palalic vom SC-ESV Parndorf sowie Patrick Derdak und Marko Dogas vom Wiener Sport-Club.

Das virtuelle Turnier bot einige knappe Partien. Nach einem späten 1:0-Sieg des SC-ESV Parndorf gegen die Vienna setzten sich auch die Austrianer Philipp Hosiner und Alexander Grünwald in einem engen Spiel mit 1:0 durch. Im Finale zwischen Parndorf und Austria ging zunächst die Wiener Austria in Führung, ehe die Burgenländer mit zwei Toren zurückschlugen und sich den Titel sicherten. Anschließend folgte ein Freundschaftsspiel zwischen dem Parndorfer Siegerteam und dem Wiener Sport-Club, das wiederum die Wiener mit 1:0 gewannen.

Abseits des virtuellen Rasens waren weitere bekannte Gäste auf der Game City unterwegs. BMX-Freestyle-Profi Senad Grosic zeigte nicht nur spektakuläre Flatland-Tricks, sondern testete auch selbst einige der Gaming-Neuheiten. Snowboardcross-Staatsmeisterin Maria Ramberger zählte ebenfalls zu den aktiven Besucher:innen. Als Special Guests wurden außerdem Thai-Box-Weltmeister Fadi Merza und Comedian Andi Ferner gesichtet.

Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte Julian Le Play. Der Musiker, der damals mit seinem Album Soweit Sonar präsent war, trat live auf und lockte zahlreiche Fans in die Volkshalle. Nach seinem Auftritt ließ er es sich nicht nehmen, selbst durch den Gamingroom zu ziehen und einige Neuheiten auszuprobieren. Unterstützt wurde er dabei von den damaligen Die große Chance-Acts floundwisch und emptyflags.

Auch das sportliche Programm am Rathausplatz profitierte vom guten Wetter. Der Kaspersky-Lab-Sprungturm X-FLY wurde stark genutzt und verzeichnete rund 5.000 Sprünge aus sechs und zehn Metern Höhe. Damit war der Rathausplatz nicht nur Durchgangsbereich, sondern ein eigenständiger Teil der Veranstaltung. Gerade solche Outdoor-Angebote tragen dazu bei, dass die Game City mehr bleibt als eine klassische Indoor-Messe.

Rückblickend zeigte die Game City 2012 vor allem, wie breit das Thema Gaming in Wien bereits angekommen war. Internationale Neuheiten, Familienberatung, Schulmeisterschaften, FROG-Konferenz, Promi-Programmpunkte und Outdoor-Action griffen nicht immer nahtlos ineinander, ergaben aber gemeinsam ein starkes Gesamtbild. Der neue Besucher:innenrekord war deshalb mehr als eine Zahl. Er zeigte, dass die Game City ihren Platz im österreichischen Veranstaltungskalender weiter gefestigt hatte.

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