Geralt von Riva tauscht in Reigns: The Witcher nicht das Schwert gegen die Krone, sondern die klassische Quest-Struktur gegen schnelle Entscheidungen per Swipe. Nerial und Devolver Digital holen sich dafür CD PROJEKT RED ins Boot und verpassen der Reigns-Formel einen Witcher-Anstrich, der gleichermaßen nach Monsterjagd, Intrige und bitterem Humor riecht.

Du spielst Geralt, aber erzählt wird das Ganze von Rittersporn. Und genau das ist der Kniff: Jede Entscheidung wird zum Vers, jeder Fehltritt zur peinlichen Strophe, die der Barde garantiert ein bisschen größer macht, als sie war. Ein Wischen nach links oder rechts entscheidet, ob du bei Adligen punktest, Magier verärgerst oder dich schneller als dir lieb ist bis zu den Knien in Ärger wiederfindest. Wie im Witcher-Universum üblich, wirkt kaum ein Auftrag so simpel, wie er am Anfang aussieht.

Unterwegs tauchen bekannte Figuren auf, darunter Yennefer, Triss und Vesemir. Ihre Rollen sind aber nicht einfach Fanservice, sondern Teil der verzweigten Mini-Episoden, die sich je nach Entscheidungen in völlig unterschiedliche Richtungen schieben. Dazu kommen Kampf-Minispiele, in denen Geralt weiterhin seinen Job macht und sich Ghulen, Aasfressern und anderen Gegnern stellt – manchmal ernst, manchmal spürbar „Ritterspornisiert“.

Das Ziel ist weniger „perfekter Run“, mehr „eine Saga, die du selbst zusammenschiebst“. Reigns: The Witcher will, dass du Rittersporns Repertoire fütterst, neue „Hits“ freischaltest und Geralts Legende so formst, wie es dir passt: dramatisch, absurd oder beides. Reigns: The Witcher erscheint am 25. Februar 2026 für PC und Mobile und kostet 5,99 Euro.