Mein Weg nach Catan - Spieleautor Klaus Teuber präsentiert seine Autobiografie


18.03.2020 12:08 - Andy

Seit 25 Jahren ist Catan eines der erfolgreichsten Spiele der Welt und längst Kult. Doch es ist nicht nur eine wirtschaftliche Erfolgsgeschichte, sondern vor allem eine Geschichte darüber, wie eine Spielidee Menschen verschiedensten Alters, verschiedenster Spielerfahrung oder unterschiedlichster Herkunft an einen Tisch bringt und in ihren Bann zieht. In seiner Autobiografie erzählt Autor Klaus Teuber den Weg zu seinem Jahrhundertspiel. Dies ist keine Biografie im üblichen Sinne. Klaus Teuber erzählt die Entstehungsgeschichte der „Siedler von Catan“. Ein unterhaltsames Stück Zeit- und Spielgeschichte mit viel Hintergrundwissen, bisher Unbekanntem und Persönlichem – DAS Buch für alle Catan Fans.

Das eigene Kinderzimmer als Ausgangspunkt
Beginnend mit Kindheit und Jugend beschreibt er, wie ihn das Spiel „Römer gegen Karthager“ in den Bann zog. Es begeisterte ihn so, dass er nicht wie bisher alleine spielte, sondern mit Freunden in die Rolle von Römern und Karthagern schlüpfte. Irgendwann reichte ihnen die Anzahl der Landschaften und die Größe der Armeen nicht mehr. Sie sehnten sich nach Abwechslung, mehr Strategie und Taktik. Das war der Zeitpunkt als Klaus Teuber mit seinen Freunden begann, das Spiel mit einfachen Hilfsmitteln auf dem Boden des Kinderzimmers zu erweitern. Gemeinsam kreierten sie ein eigenes Spielfeld und bauten das Regelwerk aus. Daran fand der Spieleerfinder zu dieser Zeit besonderen Gefallen. Der Weg war das Ziel. Heute weiß Teuber: „Damals hatte ich erlebt, dass ein Spiel auch dann befriedigen und Freude schenken kann, wenn man nicht gewinnt.“

Vom Nutzen der Zahntechnik für die Entwicklung eines Spiels
Mit dem Ziel eines Medizinstudiums vor Augen, spazierte Klaus Teuber mit Leichtigkeit durchs Vordiplom des Chemiestudiums, um dann eine Lehre im Dentallabor des Vaters zu beginnen. Die Ausbildung zum Zahntechniker erwies sich als nützliches Puzzlestück auf seinem Weg nach Catan. Modellieren konnte der Spieleerfinder nach seiner Lehre zum Zahntechnikermeister. Auch der Umgang mit Kunststoffen, das Bohren, Fräsen und Schleifen sollte ihm später bei der Herstellung von Spieleprototypen von Nutzen sein. Dabei entwickelte sich Klaus Teuber zum Perfektionisten und wusste sich fortan bei der Entwicklung von Spielen in Geduld zu üben.

Das drängende Gefühl des „Wieder-spielen-Wollens“
Teubers erstes Spiel „Barbarossa und die Rätselmeister“ gewann im Jahr 1988 den Preis „Spiel des Jahres“ und bescherte dem Freizeit-Spieleerfinder den ersten Erfolg. Drei Jahre später begann der Spieleautor mit der Konzeption eines Besiedlungsspiels. Den Anstoß dazu gab ihm das Buch „Auf den Spuren der Entdecker“. Eine besondere Faszination entwickelte er dabei für die Seefahrten der Wikinger. So sollte auch bei seinem neuen Spiel eine Insel in der Wikingerzeit besiedelt werden. Begeistert von seinen ersten Entwürfen, saß ihm sein ‚Gefährte Zweifel‘ im Nacken und forderte ihn immerzu heraus, den Spielablauf zu optimieren. So wurden nach einigen Testläufen mit sich selbst die Vierecke zu vorteilhafteren Sechsecken und auch die Regeln wurden reizvoller. Es verwundert nicht, dass schon seine damaligen Testspieler eine Partie nach der anderen spielen wollten.

Mit einer genialen Idee zum Jahrhundertspiel
Nach der Vertragsunterzeichnung mit Kosmos wurde der Arbeitstitel „Kolonisation“ in „Die Siedler“ verändert. Mit dem Namen, sollten die Spieler gleich erahnen, was sie erwarten würde. Da kurz vor Markteintritt ein gleichnamiges digitales Spiel erschienen war, wurde das Brettspiel kurzerhand unbenannt und die Insel erhielt den wohlklingenden Namen Catan. Auszeichnungen wie die „Essener Feder“ für das beste Regelwerk und „Spiel des Jahres“ folgten gleich im Erscheinungsjahr 1995. Klaus Teuber schaffte es, mit seiner Idee die Spielewelt zu revolutionieren. Schon in den ersten drei Jahren gelang es Kosmos mehr als eine Million Exemplare zu verkaufen. Mit 30 Millionen verkauften Exemplare weltweit, verlegt in über 70 Ländern und erhältlich in mehr als 40 Sprachen wundert es nicht, dass das Brettspiel die Spielszene im Sturm erobern konnte und seine Fans seit mittlerweile einem Vierteljahrhundert begeistert.

Ein persönlicher Blick hinter die Kulissen
Seine Autobiografie verfasste Klaus Teuber anlässlich des 25-jährigen Catan-Jubiläums. Er erzählt von bisher nie veröffentlichten Hintergründen und teilt Rückschläge und Glücksfälle mit seiner Leserschaft. Sympathisch nahbar beschreibt er seinen privaten wie beruflichen Lebensweg, die Entstehung eines Brettspiels und porträtiert Menschen, die ihn auf seinem Weg begleiteten, allen voran seine Familie. Als Leser bekommt man das Gefühl hautnah dabei gewesen zu sein. Von Interesse ist das Leben des Spieleerfinders daher nicht nur für Spiele-Insider. Die Autobiografie ist eine Inspiration für alle, die sich von der Verwirklichung eines Traums mit all seinen Höhen und Tiefen mitreißen lassen möchten.

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