YouGame Logo

Technik-Review: Sony Xperia Z3

· ca. 5 Min. Lesezeit · Handy · Andreas Zommer
Technik-Bild: Sony Xperia Z3

Mittlerweile hat Sony einen festen Update-Rhythmus für seine Xperia-Serie gefunden und veröffentlicht regelmäßig neue Modelle. Zwar ist das Xperia Z3 bereits seit einiger Zeit erhältlich, dennoch eignet sich das Smartphone hervorragend für den Start unserer neuen Technik-Rubrik. In den vergangenen Tagen haben wir das Gerät ausführlich getestet und wollten herausfinden, welche Verbesserungen Sony im Vergleich zum Vorgänger vorgenommen hat und für wen sich ein Kauf wirklich lohnt.

Bereits mit dem Xperia Z1 hatte Sony ein optisch sehr gelungenes Smartphone auf den Markt gebracht, das von vielen Seiten Lob erhielt. Mit dem Xperia Z2 wurde dieser Weg behutsam fortgesetzt, und auch beim Xperia Z3 setzt Sony eher auf Evolution als auf Revolution. Die Unterschiede zum Vorgänger erkennt man daher erst auf den zweiten Blick, im Alltag sorgen die kleineren Änderungen aber für ein noch runderes Gesamtbild.

Der Aluminiumrahmen wurde leicht überarbeitet, wodurch das 5,2 Zoll große Smartphone angenehmer in der Hand liegt. Die Glasrückseite verleiht dem Xperia Z3 weiterhin einen sehr edlen Eindruck. Mit einer Bauhöhe von nur 7,3 Millimetern und einem Gewicht von 152 Gramm ist das Gerät zudem etwas dünner und leichter geworden als sein Vorgänger. Der Slot für die Nano-SIM befindet sich nun direkt neben dem MicroSD-Einschub. Wie auch der Micro-USB-Anschluss werden diese Anschlüsse durch weiche Klappen geschützt, die das Smartphone staub- und wasserdicht machen.

Im Test hielt das Xperia Z3 kurze Einsätze unter Süßwasser problemlos aus. Auch Spritzwasser stellte kein Problem dar. Laut Sony soll das Gerät sogar bis zu 30 Minuten unter Wasser überstehen, das Maximum wollten wir im Test allerdings nicht ausreizen. Beim Design hat Sony jedenfalls vieles richtig gemacht: Das Xperia Z3 wirkt hochwertig, stabil und elegant.

Technisch wurde nicht alles komplett erneuert. Das Display wurde im Vergleich zum Xperia Z2 weitgehend beibehalten, muss sich aber keineswegs verstecken. Das 5,2 Zoll große Full-HD-Triluminos-Display bietet eine Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln und erreicht eine Pixeldichte von 424 ppi. Inhalte wirken scharf, Farben kräftig und Kontraste angenehm stark. Der X-Reality-Modus verstärkt diesen Eindruck zusätzlich. Ein kleiner Schwachpunkt bleibt, wie bei vielen Smartphones dieser Klasse, die Lesbarkeit bei direkter Sonneneinstrahlung.

Im Inneren arbeitet ein Snapdragon 801 Quad-Core-Prozessor mit einer Taktrate von 2,5 GHz. Dazu kommen 3 GB Arbeitsspeicher und 16 GB interner Speicher, der per MicroSD-Karte erweitert werden kann. Im Alltag arbeitet das Xperia Z3 schnell, flüssig und ohne störende Ruckler. Auch anspruchsvollere Spiele laufen problemlos. Positiv fällt außerdem auf, dass sich das Gerät selbst bei längerer Nutzung nur moderat erwärmt.

Sony hat auch am Stromverbrauch gearbeitet. Der Akku fällt mit 3.100 mAh zwar etwas kleiner aus als beim Vorgänger, erreicht im Alltag aber dennoch eine sehr gute Laufzeit. Bei normaler Nutzung kommt man problemlos auf rund eineinhalb Tage, bevor das Smartphone wieder an die Steckdose muss. Der Akku ist allerdings fest verbaut und kann daher nicht einfach selbst gewechselt werden.

Die Kamera zählt weiterhin zu den großen Stärken des Xperia Z3. Der 20,7-Megapixel-Sensor liefert bei guten Lichtverhältnissen sehr schöne Fotos mit hoher Schärfe, kräftigen Farben und starkem Kontrast. In vielen Situationen können die Aufnahmen problemlos mit denen kompakter Digitalkameras mithalten. Schwächen zeigt die Kamera allerdings bei schlechten Lichtverhältnissen. Hier wirken Bilder teilweise etwas weich oder von einem leichten Schleier überzogen. Dieses Problem war bereits beim Xperia Z2 zu erkennen und wurde leider nicht vollständig behoben.

Die mitgelieferte Kamera-Software bietet zahlreiche Möglichkeiten, Fotos und Videos direkt beim Aufnehmen zu verändern. Neben einem Panoramamodus gibt es unter anderem AR-Effekte, bei denen virtuelle Figuren in das Bild eingebaut werden. Auch ein Zeitlupenmodus für Videos ist vorhanden. Dank des starken Prozessors funktionieren diese Spielereien flüssig und ohne längere Wartezeiten.

Ein weiteres Highlight ist die Möglichkeit, Videos in 4K aufzunehmen. Dabei kommt das Xperia Z3 allerdings spürbar an seine Leistungsgrenze. Wird das Gerät zu warm, beendet sich der 4K-Aufnahmemodus automatisch. Die bis dahin aufgenommenen Videos werden jedoch gespeichert. Auf der Vorderseite befindet sich eine 2,2-Megapixel-Kamera, die für Videotelefonie und Selfies ausreichend ist. Insgesamt liefert Sony im Fotobereich eines der stärkeren Smartphones seiner Zeit ab.

Als Betriebssystem kommt Android 4.4.4 mit Sonys eigener Benutzeroberfläche zum Einsatz. Diese wirkt übersichtlich, aufgeräumt und intuitiv. Eine lange Eingewöhnungszeit ist nicht notwendig. Viele Funktionen sind logisch platziert und lassen sich schnell erreichen. Bereits vorinstalliert sind zudem Apps, die das Xperia Z3 mit anderen Sony-Geräten verbinden, etwa mit dem Smartband oder der PlayStation 4.

Gerade für Besitzer einer PS4 ist das besonders spannend. Dank Remote Play können PlayStation-4-Spiele auf dem Xperia Z3 weitergespielt werden, sofern sich Smartphone und Konsole im selben Netzwerk befinden. Das ist nicht für jede Situation perfekt, aber ein starkes Zusatzfeature und ein klarer Vorteil für alle, die bereits im Sony-Ökosystem unterwegs sind.

Auch die Audioqualität überzeugt. Die eingebauten Stereo-Lautsprecher liefern einen klaren und kräftigen Klang, und auch über das mitgelieferte Headset macht das Xperia Z3 eine gute Figur. Die Lautstärke ist ausreichend hoch, Stimmen bleiben verständlich und Musik klingt für ein Smartphone angenehm voll. Für Musik steht Sonys Walkman-App bereit, Videos werden über den eigenen Videoplayer abgespielt. Auch beim Telefonieren zeigt das Gerät keine Schwächen. Stimmen sind laut, deutlich und ohne störend blechernen Klang zu hören.

Fazit

Andreas Zommer
Andreas Zommer
YouGame Redaktion
Woran erkennt man, dass ein Smartphone wirklich gut ist? Ein gutes Zeichen ist, wenn man das Testgerät am Ende nur ungern wieder hergibt. Genau dieses Gefühl löst das Sony Xperia Z3 aus. Es gehört dank seiner hochwertigen Verarbeitung, der starken Technik, der guten Kamera und der intuitiven Benutzeroberfläche zu den besten Smartphones seiner Zeit.

Die Unterschiede zum Xperia Z2 sind zwar nicht riesig, Sony hat aber an den richtigen Stellen nachgebessert. Das Design wirkt noch etwas runder, die Laufzeit überzeugt, die Leistung ist stark und die Kamera liefert in den meisten Situationen sehr gute Ergebnisse. Wer bereits ein Xperia Z2 besitzt, sollte sich den Umstieg gut überlegen, da die Verbesserungen im Alltag nicht groß genug ausfallen, um einen Wechsel zwingend notwendig zu machen.

Das größte Problem des Xperia Z3 ist weniger eine echte Schwäche als vielmehr die starke Konkurrenz. Es fehlt ihm ein einzelnes, wirklich einzigartiges Merkmal, mit dem es sich klar von anderen Top-Smartphones absetzt. Trotzdem macht Sony hier sehr viel richtig. Wer ein edles, schnelles und zuverlässiges Android-Smartphone sucht, kann beim Xperia Z3 bedenkenlos zugreifen.

Weitere Technik-Kritiken

Top-Artikel der letzten 7 Tage